Corona-Krise: Immer mehr Rufe nach Staatshilfe

Quer durch die Bank werden staatliche Hilfen für die Unternehmen in Deutschland gefordert, da das neue Coronavirus der Wirtschaft immer stärker zusetzt.

Von Redaktion

Ifo-Chef Clemens Fuest hat sich angesichts der Corona-Krise für direkte staatliche Hilfen für angeschlagene Betriebe und auch für Staatsbeteiligungen an Unternehmen ausgesprochen. „Angesichts der Dramatik und der Dynamik des wirtschaftlichen Einbruchs ist es sinnvoll, auch direkte Hilfen für Unternehmen und eventuelle Staatsbeteiligungen vorzubereiten“, sagte Fuest der „Rheinischen Post“.

Dazu müsse unter anderem die Beihilfenkontrolle der Europäischen Kommission grünes Licht geben. „All dies kann die Staatsschulden Deutschland erheblich erhöhen. Ein massiver wirtschaftlicher Einbruch wäre aber noch gefährlicher für die Staatsfinanzen und die Volkswirtschaft insgesamt“, sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung.

Sondersubventionen für den Osten

Unternehmen in den neuen Ländern werden nach Einschätzung des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, bei längerem Andauern der Corona-Krise über die bereits beschlossenen Liquiditätshilfen hinaus verstärkt Sonderhilfen brauchen. „Die Wirtschaft ist in den neuen Ländern insofern stärker gefährdet, weil sie ob ihrer erst 30-jährigen Geschichte kleinteiliger ist und eine dünnere Kapitaldecke hat“, sagte Wanderwitz der „Rheinischen Post“.

„Hier gibt es nicht wie im Westen Familienunternehmen in vierter Generation. Deswegen werden wir voraussichtlich verstärkt bei ostdeutschen Betrieben, wenn es länger dauert, über Liquiditätshilfen hinaus über Zuschüsse und Subventionen nachdenken müssen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Insgesamt, in West und Ost, müsse die wirtschaftliche Substanz so erhalten werden, dass sie nach der Coronakrise wieder auf Knopfdruck hochgefahren werden können.

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2 Kommentare

  1. Der ominöse Staat hat kein eigenes Geld er nimmt um die Ausgaben tätigen zu können Darlehen aus, genannt Staatsanleihen. Die Haftung dafür übernehmen die Bürger des Staates, das sollte klar sein.
    Wenn also wieder einmal Geld in Hülle und Fülle für Rettungsaktionen aufgenommen wird, von den Geldsäcken von wem sonst, wird die Schuldknechtschaft höher. Diese wirkt sich dann bei der Masse aus, denn bei jedem Bürger €1.- gespart macht mehr aus als den Reichen €1.000.- abzunehmen.
    Die finanzielle Hoheit liegt ohnehin in Brüssel und damit wird sie nur noch vergrößert, wollen wir das? Es führt kein Weg mehr zurück ausser ein Austritt aus der EU und das wird verhindert werden.
    Wenn von Verstaatlichung die Rede ist so ist das der geplante Weg der Globalisten in Richtung Sozialismus.

  2. In Tirol greift der Staat bereits direkt zu blankem Raub. Weil eine bestehende Absturzsicherung auf einer privaten Mauer einer Norm nicht entspricht, wurde eine Strafe von 2.530 Teuronen ausgesprochen. Dabei fehlen auf Mauern auf öffentlichem Grund Absturzsicherungen gänzlich. Das heißt, dass nicht jeder vor dem Gesetz gleich ist.
    Die Aktenzahlen lauten:
    LVWG -2019/22/2070-6
    LVWG -2019/22/2071-6
    LVWG -2019/22/2072-6

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