Angela Merkel behauptet, der sogenannte Fachkräftemangel sei für die Abwanderung von Unternehmen verantwortlich. Doch das dürfte das geringste Problem sein…

Von Marco Maier

Kürzlich erst behauptete Bundeskanzlerin Angela Merkel, Unternehmen würden wegen des Mangels an Fachkräften abwandern, weshalb die Bundesregierung nun mit dem Fachkräftezuwanderungsgesetz Abhilfe schaffen wolle. In Zeiten, in denen immer mehr Unternehmen einen größeren Stellenabbau ankündigen, könnte man da schon von einer Farce sprechen.

Klar, in manchen Branchen und Berufen mangelt es an ausreichend Fachkräften, doch oftmals ist dies auch den Arbeitsbedingungen und der Entlohnung geschuldet. Wenn nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben, Wohnkosten und dergleichen kaum mehr etwas zum Leben übrigbleibt, will sich kaum jemand so kaputtschuften, dass man kaum in der Lage ist, das zunehmend steigende Rentenantrittsalter arbeitsfähig zu erreichen und schlussendlich mit dem Abstieg in die Altersarmut rechnen muss.

Vielmehr sorgt doch die Politik für zunehmend katastrophale Rahmenbedingungen. An der hohen nominellen Steuerlast kann man sich mit diversen Tricks (gerade wenn man noch Auslandsniederlassungen hat) zwar oftmals noch irgendwie vorbeischmuggeln, doch was ist mit der versemmelten Energiewende? Und jetzt kommen auch noch neue CO2-Steuern hinzu, die so manchen produzierenden Betrieb zur Abwanderung bewegen werden.

Tatsache ist doch viel eher, dass es in der Politik an Fachkräften (und oftmals mehr an gesundem Menschenverstand) mangelt. Den Ministerien sitzen meistens irgendwelche brave Parteisoldaten vor, die zwar der jeweiligen Partei jahrzehntelang brav gedient haben, von der entsprechenden Materie jedoch kaum Ahnung haben. Dafür brauchen sie dann teure „externe Berater“ die ihnen sagen, was sie tun und lassen sollen. Von den ganzen Lobbyisten einmal ganz abgesehen…

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Merkel beweist mit ihrer Aussage lediglich, dass sie an extremer Realitätsferne leidet. Das andere Problem liegt auch darin, dass die ganzen Spitzenfunktionäre der Wirtschaftsverbände auch zu sehr am Gängelband der Politik zu hängen scheinen. Substanzielle Kritik? Fehlanzeige. Kein Wunder, dass die Aussichten für die nächsten Jahre und Jahrzehnte nicht gerade positiv sind.

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