Linke-Chef Bernd Riexinger. Bild: Flickr / Die Linke Baden-Württemberg CC-BY-ND 2.0

In Bremen könnte es nach der Bürgerschaftswahl am Sonntag eine rot-rot-grüne Koalition geben. Linken-Chef Riexinger hofft auf eine Regierungsbeteiligung.

Von Redaktion

Linken-Chef Bernd Riexinger setzt nach der Bürgerschaftswahl in Bremen am Sonntag auf ein rot-rot-grünes Bündnis in der Hansestadt. „Ich erwarte, dass wir zum ersten Mal in einem westlichen Bundesland in eine linke Regierung eintreten“, sagte Riexinger den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Es sieht so aus, als würde Rot-Rot-Grün eine Mehrheit bekommen.“ Das könne eine Chance sein, wichtige Forderungen der Linken in einen Koalitionsvertrag zu schreiben: bessere Bildung, eine Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs und Armutsbekämpfung. „Bremen ist ja ein Stadtstaat mit hoher Arbeitslosigkeit“, sagte Riexinger. „Da haben wir überall gute Konzepte.“

Und ein Linksbündnis „würde die bundesweite Debatte verändern“. Dabei erhöhte der Parteichef den Druck auf die Grünen, die sich nicht auf eine Koalition festlegen wollen. „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich die Grünen für Jamaika entscheiden“, sagte er. „Damit würden sie auch gegen das Interesse der Mehrheit ihrer Wähler agieren.“

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Die Spitzenkandidatin der Bremer Linken, Kristina Vogt, sagte dem RND: „Wir haben ein hohes Interesse an einer progressiven Regierung. Wir bereiten uns ernsthaft darauf vor und sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Bremen ist eine Folie für die gesamte Bundesrepublik.“ Entsprechend wird die Co-Parteivorsitzende Katja Kipping den Wahlabend in Bremen verbringen.

Die Bremer Linke hat den Chef der thüringischen Staatskanzlei, Benjamin Hoff, als Berater gewonnen. In Thüringen gibt es bereits ein rot-rot-grünes Bündnis.

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5 KOMMENTARE

  1. Rot-Rot-Grün – genau die passende „Mischung“ für das Bundesland mit der höchsten Pro-Kopfverschuldung. Zufälligerweise ist ein „Roter“ auch der Bundesfinanzminister, der bei kommendem Bedarf ( bei einer Pleite ) hilfreich zur Seite steht.

  2. Immer wenn ein Politiker sagt. “ Wir sind bereit Verantwortung zu übernehmen.“ – heißt das doch in Klartext; auch wir sind nun bereit uns nach Leibeskräften die Taschen zu füllen.

    Riexinger und Kipping sind doch keine Linken, sondern Uboote auf Zorros Gehaltsliste.

  3. Die haben es doch nicht besser verdient, denn als ich vor ca. 40 Jahren familiär bedingt, in die Nähe von dieser Stadt gezogen bin, hatte ich mit deren Radiosender so meine Probleme, weil ich vom Kurs her stets dachte, ich hätte den kommunistischen Staatssender der DDR vor mir und das hat sich bis heute nicht geändert und man muß ihnen eines lassen, schön vermengt mit flüssigen Liedchen für jedermann und dazwischen nach DDR-Manier staatstragende Nachrichten und politische Äußerungen zum Zwecke der Erheiterung der linken Bürgerschaft und gleichzeitig zur steten Ermahnung der linken Sache treu zu bleiben und so sind sie bis heute und wenn es sich nicht ändert, dann bleibt es so und im Prinzip ist es völlig unverständlich, wie gerade so große ehemalige Hansestädte dem sozialistischen Mief verfallen sind, hängt wohl vom später entwickelten Arbeitermillieu ab, was sich dann über Jahre verfestigt hat und selbst Adolf hatte dort einen schweren Stand und demzufolge kann man sie als Hotspot der Ultralinken bezeichnen und wenn sie in ihrer Staatsverwaltung so gut wären, wie sie politisch agieren, dann wäre ja soweit alles in Ordnung, aber ein großes Mundwerk besitzen und ohne Alimente nicht existieren können, das paßt irgendwie nicht zusammen bei diesen Superdemokraten zum Wohle der Arbeiterschaft, was sie allerdings erst wären, würden sie ihren Schuldenberg in Ordnung bringen, aber dazu reicht die Fähigkeit nicht aus und deshalb streut man den Leuten Sand in die Augen um sie bei der Stange zu halten.

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