Antibiotika, Pillen. Bild: Flickr / oliver.dodd CC BY 2.0

In immer mehr europäischen Ländern breitet sich der Tripper aus. Auch andere Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch. Das Problem: viele Antibiotika wirken nicht mehr.

Von Marco Maier

Alleine in Großbritannien gab es rund 50.000 Fälle von Tripper-Infektionen – eine Verdoppelung innerhalb von wenigen Jahren. In Frankreich, welches noch vor rund 20 Jahren kaum Fälle von solchen Infektionen kannte, gab es alleine im Jahr 2017 bereits knapp 9.000 Fälle. In Italien wurden knapp 1.000 Fälle gemeldet, während es aus Deutschland keine offiziellen Zahlen gibt, weil es bei solchen Infektionen keine Meldepflicht gibt. Insofern kann man die Anzahl der Betroffenen nur schätzen.

Das große Problem dabei ist allerdings, dass die Bakterien, die den Tripper (Gonorrhö) verursachen, zunehmend resistent gegen die in Europa verwendeten Antibiotika sind. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) dritthäufigste sexuell übertragbare Krankheit handelt, sollten allerdings die Alarmglocken schrillen.

Die Zunahme von Geschlechtskrankheiten, darunter auch Chlamydia trachomatis, Syphillis und Trichomonas vaginalis, sorgt für Bedenken. Immerhin weiß rund jeder vierte Infizierte nicht, dass er (oder sie) mit solchen durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Bakterien, Viren und Einzellern infiziert ist. Das sorgt dafür, dass sich diese Krankheiten weiter verbreiten.

4 KOMMENTARE

  1. Dieser Nachricht kann man dutzende andere entgegenstellen, die in ihren Auswirkungen weit gefährlicher sein können ohne daß man sich selbst dagegen schützen kann, aber unabhängig davon wird es sicherlich irgendwann mal zum Supergau kommen, wenn die Wirksamkeit von Antibiotika nachläßt oder den Dienst völlig versagt und dann kann schon der einfachste Schnupfen zur tödlichen Gefahr werden und wir stehen wieder dort, wo wir einst angefangen haben, als vor der Entdeckung des Penicillins oftmals Millionen auf einen Schlag hinweggerafft wurden und wer glaubt, das ewige Leben sei durch technische Hilfskrücken jeglicher Art eingeleitet der soll nicht daran gehindert werden, ändern kann man dann sowieso nichts, denn sicherlich haben wir eine ganze Menge erreicht, aber dennoch bleibt das Leben in seiner Kürze eine Farce, man sollte es nur so wie es ist zur Kenntnis nehmen, dann lebt man auch für sich persönlich besser.

    • Der Mensch lebt mit (zumindest) einer Gewißheit, das sein Leben endlich ist. Ich lebe nach bzw. mit der Überzeugung , dass JEDES eingenommene Antibiotikum uns diesem Ende näher bringt. Es kann niemals zu 100 % wirken, Resistenzen sind die Folge.
      Wenn Sie schreiben – „dann kann schon der einfachste Schnupfen zur tödlichen Gefahr werden“ , möchte ich dem vehement widersprechen. Sie unterschätzen die Immunkräfte unseres Körpers, die gilt es zu stärken. Ergo, besser etwas FÜR den Körper tun, als eine Therapie GEGEN eine Erkrankung.

  2. So wie sich politisch beinahe alles mit allem was keucht und fleucht unter der Bettdecke tummelt, so schrankenlos vergnügt sich in den unteren Etagen jeder mit jedem.
    Nichts bleibt ohne Gegenrechnung.

    Jeder schläft so,wie er sich bettet.

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