Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte. Bild: Presidential Communications Operations Office / public domain

In den Mainstreammedien wird Präsident Duterte gerne als „Diktator“ dargestellt, der Killerkommandos durch das Land schickt. Eine Verzerrung der tatsächlichen Lage auf den Philippinen.

Von Marco Maier

Seit seinem Wahlsieg im Jahr 2016 war Präsident Rodrigo Roa Duterte stets bemüht, sein Heimatland wieder voranzubringen. Ein Land, welches auch infolge der Macht der alten Seilschaften und Oligarchen und der Ausbeutung durch die Eliten und die Katholische Kirche wirtschaftlich hinter den anderen Ländern in der Region zurückblieb. Er sagte innenpolitisch der Korruption und den Drogen den unerbittlichen Kampf an, während er außenpolitisch die frühere Kolonialmacht USA immer wieder vor den Kopf stieß und stattdessen ein gutes Verhältnis zu China und zu Russland suchte. Das machte ihn zu einem „roten Tuch“ für die großen Nachrichtenagenturen und die westlichen Mainstreammedien.

Wo es nur geht, wird Duterte diffamiert, während man der „liberalen“ Opposition (oftmals auch als „libtards“ bezeichnet, weil sie den Liberalismus pervertieren) die Stange hält. Eine der Paradevertreterinnen der Liberalen, die mittlerweile inhaftierte Senatorin Leila De Lima, die sich immer wieder als „Menschenrechtlerin“ aufspielte und Duterte die Entsendung von Killerkommandos vorwarf, die außergerichtliche Tötungen im Auftrag des früheren Bürgermeisters von Davao auf Mindanao durchgeführt haben sollen, hat jedoch selbst mehr als genug Dreck am Stecken. Denn ihr Chauffeur und Liebhaber wurde von ihr ins New Bilibid-Gefängnis (das größte Gefängnis des Landes) geschickt, um dort die Schmiergelder der Drogenhändler dort für De Lima zu kassieren – wovon er auch ordentlich profitierte. Denn mit nur 10.000 Peso Gehalt (was weniger als 200 Euro entspricht) konnte er sich auch eine zehn Millionen Peso teure Villa leisten – was sein kriminelles Wesen verdeutlicht. Doch all die Korruption und die Involvierung in den großangelegten Drogenhandel der wohl das Leben von hunderttausenden Filipinos zerstört hat, stören die Westmedien nicht. Man hält zu ihr, weil sie zur „Amboy“-Fraktion gehört – also zu jenen, die Washington stets in den Arsch kriechen.

Wenn man nun Duterte in den Medien vorwirft, für die Ermordung von zehntausenden Druglords, Drogendealern und – konsumenten verantwortlich zu sein, dann ist das eine bewusste Verzerrung der Tatsachen. Offiziell liegt die Zahl der seit Amtsantritt Dutertes bei Polizeieinsätzen getöteten Drogenverdächtigen bei rund 5.000. Was die Mainstreammedien auch nicht berichten: In vielen Privathaushalten gibt es Schusswaffen und gerade im Drogengeschäft gehören Schusswaffen zu den Alltagsgegenständen die auch eingesetzt werden. Da darf man sich auch nicht wundern, wenn die Polizei bei Drogen-Razzien auch mal zuerst schießt und dann fragt. Besser ein toter Drogendealer als ein toter Polizist. Hinzu kommt, dass auch Druglords sich Zeugen entledigen und korrupte Polizisten genauso. Und wenn man bedenkt, dass es genügend korrupte Politiker, Polizisten und Militärs gibt, die von diesen Druglords geschmiert werden. Und wenn die Sache zu heiß wird, dann lassen diese ihre Kriminellen eben schon mal über den Haufen schießen, bevor sie verhaftet werden und über ihre „geschäftlichen Beziehungen“ zu diesen hochrangigen Beamten berichten, was das Ende deren Karrieren bedeuten würde.

Als Ende Oktober die ARD einen Bericht mit dem Titel „Philippinen unter Duterte – Demokratie in Gefahr?“ brachte, strotzte dieser nur so von bösartigen Anschuldigungen und Unterstellungen gegenüber dem Staatspräsidenten, wonach er das Land in eine Diktatur führen würde. Um das von Korruption und kriminellen Seilschaften durchzogene Land umfassend zu reformieren, müsste er dies eigentlich tun – aber er tut es nicht. Selbst korrupte Oppositionspolitiker können vom Gefängnis aus für den Senat oder das Abgeordnetenhaus kandidieren – wäre dies in einer Diktatur möglich? Wohl eher nicht, oder?

Duterte wird diffamiert und schlechtgemacht, weil er sich nicht wie seine Vorgänger den Amerikanern anbiedert und sein Land den US-Interessen opfert, welche die Philippinen am liebsten in einer Anti-China-Koalition sehen würden. Doch das von Kleptokraten ausgeraubte Land hat nur ein schwaches Militär, welches schon mit den kommunistischen Rebellen der „New People’s Army“ (NPA) und islamistischen Milizen (vor allem auf Mindanao) so sehr beschäftigt ist, dass ein Krieg gegen ein anderes Land eine absolute Selbstmordaktion wäre. Vor allem gegen eine Großmacht wie China, welches das Land wohl in wenigen Wochen komplett besetzt hätte. Weil er sein Volk nicht den US-Interessen opfern will, ist er zum medialen Abschuss freigegeben. Das ist etwas, was unbedingt klargestellt werden muss.

6 KOMMENTARE

  1. Ich stoße mich auch dran an der Verfälschung zur Lage und der Realität auf den Philippinen.
    Besonders das philippinenmagazin.de, betreibt eine bereits mehr als subtile Hetze und schürt laufend gegen den Präsidenten.
    Solchen bezahlte Vasallen wünschte ich, daß sie rausfliegen aus dem Land.
    Es ist unerträglich.
    In Deutschland ist die Kacke am Dampfen und dann strecken solche Induvidien ihr Griffel noch nach einem weiteren Land.

    • Dem Macher des Philippinen Magazins ist ja nicht beizukommen. Unglaublich, wie lange man sich mit einem solchen Fake Impressum halten kann.

      • das sind ja die eigentlichen trolle… die erklären das sie auch von dem Philippinenmagazin leben, betreiben aber in Wirklichkeit nur eine „copy and past Agentur“.

  2. Das schöne Land war doch schon in den achtziger Jahren dafür bekannt, daß es nicht ratsam war, sich als Weißer allein nachts auf den Straßen von Manila zu Fuß zu bewegen und manchmal ist es halt notwendig mit aller Macht gegen die organisierte Kriminalität vorzugehen, über die Wahl der Mittel läßt sich streiten, aber wenn alles nicht hilft, ist diese Methode immer noch wirksamer als alles vorausgegangene und dieser Präsident kommt aus einer bürgerlichen Mittelschicht und hat schon immer versucht, Ordnung in den teils korrupten Laden zu bringen und man kann ihn nur unterstützen und machen wir uns doch nichts vor, wir haben doch hierzulande ähnliche Zustände und bekämpfen diese noch mit Mitteln, die der Gefahr keineswegs angemessen sind und hier müßte in bestimmten Bereichen der Kriminalität ebenso hart durchgegriffen werden, das müssen ja nicht gleich Hardcore-Kommandos sein, aber die Strafen müssen sofort und hart ausfallen, durch langjährige Haftstrafen in Sondergefängnissen oder Lagern und gleichzeitigem Entzug aller Vermögen und bei Wiederholung lebenslänglich, weil dann einfach nicht sozialisierbar.

  3. Vor 40 Jahre war ich einige Monate in Manilla wenn es President Marcos gab mit seiner Marshall-Law. Es war dan ruhig ins Land und nur in Mindanao gab es Probleme mit Muslimen. Nach den Problemen in Mindanao unter Duterte hat er ein grosses Teil der Islamische Bevölkerung von Mindanao nach Manilla geholt.
    Jetzt sieht man überall in Manilla diese Muslime. Er hat von Manilla ein neues Mindanao gemacht.

  4. @Achim. Ich war in 1977 in Manilla, habe dort überall herum gelaufen und alles gemacht was Gott verboten hat. Es war dann völlig safe. Damals gab es President Marcos mit seiner Marshall-Law wobei er die Kriminelle ohne Probleme ins Gefängniss steckte.

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