Hessen: Linke will Rot-Rot-Grün

Laut den jüngsten Umfragen wäre Rot-Rot-Grün in Hessen durchaus möglich. Die Spitzenkandidatin der Linken würde dies begrüßen.

Von Michael Steiner

ARD (Infratest dimap) und ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) haben in etwa im selben Zeitraum jeweils knapp mehr als 1.000 Wahlberechtigte in Hessen befragt. Das Ergebnis: Die CDU liegt bei 26 Prozent, die SPD bei 20-21 Prozent, die Grünen bei 20-22 Prozent, die AfD bei 12 Prozent. die FDP bei 8-9 Prozent, die Linke bei 8 Prozent und die sonstigen Parteien bei 4 Prozent.

Die bisherige schwarz-grüne Koalition würde damit auf nur noch 46 bis 48 Prozent der Stimmen kommen, Rot-Rot-Grün hätte hingegen 49 bis 50 Prozent der Wählerschaft hinter sich. Angesichts dieser Entwicklung sieht Linken-Spitzenkandidatin Janine Wissler eine Koalition von SPD, Grünen und Linken durchaus als mögliche Option.

Wenn es eine Mehrheit der drei linken Parteien gäbe, müsse man “natürlich darüber reden, ob man sie nutzen kann”, sagte Wissler dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. Die CDU regiert seit 20 Jahren in diesem Land. Das könnte man ja auch irgendwann mal ändern.” Ein Linksbündnis wäre kein Selbstläufer, so Wissler. “Das kommt immer auf die Inhalte an”, sagte sie.

Für Christdemokraten und Grüne sei es allerdings am bequemsten, bei Bedarf einfach die FDP als Partner dazu zu nehmen. “Wenn ich eine Wette eingehen müsste, dann würde ich sagen, dass Jamaika das Wahrscheinlichste ist”, so die Linken-Politikerin.

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3 Kommentare

  1. Früher waren fast alle Menschen, besonders vorgeblich die Grünen und Roten, für den Frieden. Heute sind fast alle West-Menschen “weltoffen” für grenzenlose Ölraubkriege und Napoleon-Hitler-Spiele der Nato an der russischen Grenze. Weil aber die Russen ihre Grenzen nicht grenzenlos öffnen und nicht “Nato-Invasion welcome” rufen, hagelt es “Sanktionen”, d.h. wörtlich “Geheiligtes”. Und auch den Mohammedanern im Orient nimmt man es weltoffen übel, wenn sie dekadente westliche Mainstream-Unsitten ablehnen. Wahrscheinlich werden es die Mohammedaner sein, die den verrückten Grünen und Roten erste Grenzen setzen.

    1. “Früher waren fast alle Menschen, besonders vorgeblich die Grünen und Roten, für den Frieden”

      auf einer Basis von purer Dummheit.
      Wer das Hirn nicht einschaltet kann immer für Frieden Stellung beziehen. Klingt gut , kostet ihn nichts, macht bella figura und er hat in einem friedlichen Umfeld keine Konsequenzen zu befürchten, noch zu tragen.
      Prallt dann das Gesabbere einmal auf die Praxis und es heißt für Gesagtes gerade stehen, dann sind alle diese Neunmalklugen plötzlich ausser Sichtweite und verschanzemn sich wieder hinter Worthülsen.

      Bspiel: ist Fischer seinen Turnschuhen treu geblieben?
      Bspiel: Kriegseinsatz in Jugoslawien erst über die Grünen ermöglicht.
      Alle Grünen und Roten verdingen sich ausnahmslos als Pharisäer. Alle!
      Was ist bis heute davon übrig geblieben, wofür sie Sprüche klopften.
      Verteilen in einer Aufschwungphase kann jeder, und selbst das haben sie zum Nachteil der Arbeiter, also ihrer eigenen Klientel mitgetragen.

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