Öltanker unterwegs.

Angesichts der bevorstehenden Implementierung der US-Sanktionen gegen den Iran droht ein Kleriker mit der Konfiszierung von saudi-arabischen Öltankern und einem Ölpreis von 400 Dollar. Das würde einen gewaltigen Krieg auslösen.

Von Marco Maier

Auch wenn es wahrscheinlich nur die üblichen Drohgebärden sind, welche die iranische Führung in Richtung Saudi-Arabien und USA ablässt, so sollte man immer daran denken, dass Washington, Riadh, Jerusalem & Co Teheran mittlerweile so stark in die Ecke getrieben haben, dass ihnen kaum mehr eine andere Wahl bleibt, als mit den äußersten Mitteln zu drohen. Und das betrifft eben auch das Ölgeschäft.

Die iranische Logik ist hierbei völlig nachvollziehbar: „Wenn die Amerikaner uns das wichtige Ölgeschäft kaputtmachen, dann werden wir jenes unseres Feindes und US-Alliierten Saudi-Arabien auch kaputtmachen“. Oder wie es der mächtige schiitische Kleriker Ayatollah Ahmad Alamolhoda beim Freitagsgebet in Mashhad, der „spirituellen Hauptstadt“ des Irans, sagte: „Dann werden eben die saudi-arabischen Öltanker die durch die Straße von Hormuz fahren beschlagnahmt, und die Meeresenge des Persischen Golfs auch mit Seeminen versehen, damit der Ölexport der Golfaraber weitestgehend zum erliegen kommt.“

Der mächtige Kleriker, der auch in der „Versammlung der Experten“ der iranischen Regierung sitzt, warnte dabei auch davor, dass der Iran die Macht dazu habe, „instant“ Bedingungen für einen Ölpreis von 400 Dollar pro Barrel zu schaffen, wenn die Führung in Teheran das so wolle.

Laut regionalen oppositionellen Medien sagte er: „Wenn der Iran es entscheidet, wird kein einziger Tropfen Öl aus dieser Region exportiert und in 90 Minuten werden alle Länder des Persischen Golfs zerstört sein. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien werden in 60 Minuten zerstört sein. Nach 90 Minuten werden die USA in diesem Land nichts mehr haben. Und wir haben noch nicht einmal mit Israel angefangen. Hüten Sie sich vor dem Tag, an dem wir auch Israel nachgehen. Deshalb wollen sie, dass wir unsere Raketen zusammennehmen.“

Mit der Verschärfung der Sanktionen und dem Versuch, die wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen des Irans zu zerstören, haben die Amerikaner Teheran so weit in die Ecke getrieben, dass auch sie dazu bereit sind, zum Äußersten zu gehen. Eine (schon früher einmal angedrohte) Blockade der Straße von Hormuz würde der nach wie vor vom Öl abhängigen Weltwirtschaft einen schweren Dämpfer verpassen und auch dafür sorgen, dass in der Region wohl ein Krieg ausbricht, der sich zum Flächenbrand ausweiten könnte.

1 KOMMENTAR

  1. genau das wollen die amis, einen krieg der das öl so verteuert, daß sie ihre fracking scheisse an den mann bringen können, die jetzt keiner haben will.

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