Kryptowährung Petro: Ein Erfolg?

Venezuela versucht mittels der Öl-gedeckten Kryptowährung Petro die Devisenknappheit zu überwinden. Das scheint offenbar zu funktionieren.

Von Marco Maier

Venezuela hat die eigene Kryptowährung Petro gestartet. Nur einen Tag danach verkündete die sozialistische Führung des Landes, dass Kaufzusagen in Höhe von 735 Millionen Dollar eingegangen seien. 38,4 Millionen Einheiten der neuen Kryptowährung wurden demnach in einer ersten Charge auf den Markt geworfen, insgesamt sollen bis Mitte März 100 Millionen Petro im Umlauf sein. Der Preis basiert hierbei auf jenem von einem Barrel Öl des Landes. Das heißt: Ein Petro entspricht derzeit rund 60 Dollar.

Angesichts dessen, dass Venezuela alleine im Orinoco-Gebiet Vorkommen in Höhe von rund fünf Milliarden Barrel besitzt, kann man durchaus sagen, dass eine passable Absicherung des Petro vorhanden ist. Das südamerikanische Land sitzt Berechnungen zufolge auf den größten Ölreserven weltweit, leidet jedoch unter Korruption, Misswirtschaft und Sabotage durch die Opposition.

Für die venezolanische Regierung ist die Ausgabe des Petro eine Möglichkeit, nicht nur die Hyperinflation im Land durch eine Parallelwährung zu bekämpfen, auch die leeren Devisenkassen können so wieder gefüllt werden, um damit wichtige Importgüter – darunter Medikamente und Maschinen – zu kaufen. Auch die von den Vereinigten Staaten verhängten Sanktionen können so wirksam umgangen werden.

Für Privatpersonen ist es übrigens ab dem 20. März möglich, Petro zu kaufen. Die venezolanische Regierung hat dafür insgesamt 44 Millionen Einheiten reserviert. Weitere 17,6 Millionen Einheiten sollen von einer speziell dafür eingerichteten staatlichen Behörde verwaltet werden.

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