Überfischung: Die Ozeane sterben aus

Eine Untersuchung zeigt: Nicht nur die Anzahl der Fische in den Ozeanen sinkt, sondern auch das Durchschnittsalter. Der Hauptgrund: Überfischung.

Von Marco Maier

Wer mit Menschen spricht, die im Fischereigewerbe unterwegs sind, der kennt die Klagen: die Fänge werden immer magerer, die Fische selbst im Schnitt immer kleiner. Der Hauptgrund dafür ist allerdings die Überfischung der Weltmeere, hinzu kommen Flussverbauungen (insbesondere für Lachse ein Problem) und das industriell verseuchte Abwasser der Ballungsgebiete.

Die allgemeine Überfischung sorgt jedoch vor allem dafür, dass es immer weniger ältere Fische gibt, wie auch eine Untersuchung zeigt. Im Schnitt sank die Population an älteren Fischen demnach um 72 Prozent. Das ist allerdings ein Problem: Zwar sind die älteren Fische faktisch am Ende ihrer reproduktiven Zeit angelangt, doch gerade diese Fische produzieren die größte Anzahl an Nachwuchs auf einmal. Zudem sind sie oftmals resistenter gegen Umweltveränderungen.

Wie sich eine solche Überfischung auswirkt, zeigen beispielsweise schon die Flüsse, Seen und küstennahen Gewässer auf den Philippinen: Das starke Bevölkerungswachstum und die weitverbreitete Armut sorgen dafür, dass sich die Menschen enorm aus den Gewässern bedienen. Große, ältere Fische sind extrem selten geworden und so gibt es kaum Nachwuchs. Seit einigen Jahren wird auch jeder noch so kleine Fisch herausgezogen und verspeist – mit dem Resultat, dass die Gewässer in und rund um den Inseln herum zunehmend leer sind.

Mit der massiven Reduktion des globalen Fischbestandes jedoch verursachen wir Menschen einen massiven Eingriff in die Nahrungskette. Zudem werden der Hunger und die Fehlernährung gerade in den ärmeren Ländern weiter zunehmen, da die Fische eine wichtige Proteinquelle für die Menschen dort sind. Und noch schlimmer: Bis in rund 30 Jahren könnte die globale Fischpopulation sogar weitestgehend ausgerottet sein, wenn die Überfischung so weitergeht. Und dann?

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6 Kommentare

  1. "Ozeane sterben aus?"

    Na so schnell und so heiss wird es wohl nicht werden das die Ozeane aus- (trocknen)-sterben!

    Wohl eher die Lebewesen darinnen können aussterben– das ist gewiss!!

  2. Der Mensch ist die einzige Spezies, die ihre Lebensgrundlagen selber zerstört. Es gibt doch immer die Frage, ob es im Universum noch andere, intelligente Lebensformen existieren. Ich würde die Frage anders stellen. Gibt es intelligentens Leben auf der Erde. Wenn man diese Menschheit betrachtet, kommen da doch gewisse Zweifel auf.

    Ich habe mal irgendwo gelesen, das man z.B in Vietnam für ein ein " einzelnes " Horn eines Nashorns bis zu 300.000 Dollar zahlt. Man schreibt diesem zahlreiche heilende Wirkungen zu. In den Schutzparks ist man dazu übergegangen, die Tiere zu fangen und ihnen die Hörner abzusägen. Die Wilderer schlachten sie trotzdem ab. Und das nur wegen dem kleinen Rest Horn, das immer übrig bleibt.

    In Deutschland gibt es schon wieder die Diskussion, die bei uns lebenden Wolfsrudel abzuschiessen. Wegen ein paar blödsinnigen Schafen, die gerissen wurden. Unser Staat zahlt doch alles. Soll er den Bauern doch ihre Tiere ersetzten. Und dann das Argument, Menschen wären in Gefahr. Kein Spaziergänger im Wald wird einen Wolf zu Gesicht bekommen. Die machen einen grossen Bogen um Menschen. Vielleicht mal ein neugieriges Jungtier. Das hat mehr schiss vor dir, als du vor ihm. Wenn man natürlich so bekloppt ist und wie ein Schwachsinniger durch das Unterholz kriecht, könnte es eventuell gefährlich werden. Dann besteht die Gefahr, das man auf ein Muttertier mit ihren Welpen trifft. Was dann passieren könnte, kann sich wohl jeder vorstellen. Prinzipiell passen wir als Menschen nicht in dea Beutechema eines Wolfes. Und wenn man seinen Dackel an der Leine führt, passiert dem auch nichts.

  3. Die Unvernunft, hauptsächlich gespeist durch die Gier nach mehr, weniger durch Einsicht, wird der Menschheit zum Verhängnis. Das ist ein ganz langsamer, unmerklicher Prozeß und eine Generation schiebt die Probleme in die andere hinein und zwar solange, bis es nichts mehr zu verschieben gibt. Da der Mensch nicht in der Lage ist über sein eigenes Fortbestehen hinaus zu denken, wird es in der Folge der nächsten zweihundert Jahre zum Crash kommen, Vieles weist darauf hin, doch keiner will es sehen und so geht alles lustig weiter bis sie sich selbst vernichtet haben. Die Welt wird dann vermutlich weiterbestehen, mit dem Rest überlebender Spezies und alles nimmt dann wieder seinen geordneten Lauf, dessen sich der Mensch ohne jede Einsicht wiedersetzt hat.

  4. Fischerei als Gewerbe gehört unter Strafe gestellt. Wer unbedingt Fisch essen will soll ihn sich gefälligst selbst fangen. Aber dazu sind die meisten zu degeneriert. Wenn es nach mir ginge würde ich jedes Fischereischiff versenken.

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