Die Ukraine will ihre militärische Macht mit Hilfe der NATO stärken

Mittels der Unterstützung der NATO will die Ukraine aufrüsten und die bestehenden territorialen Konflikte im Donbass und mit der Krim gewaltsam lösen.

Von Redaktion

Kiew hält an seinen Plänen fest, die territorialen Probleme im Donbass und auf der Krim mit Gewalt zu lösen, was in der neuen außenpolitischen Strategie der Ukraine festgeschrieben wurde. In dem Dokument sind sechs außenpolitische Prioritäten aufgeführt, die fast alle auf die eine oder andere Weise mit der Verbesserung der militärischen Fähigkeiten des Landes zu tun haben.

Die NATO-Länder haben die Ukraine aktiv bei der Stärkung ihrer Verteidigungsindustrie und ihrer Streitkräfte unterstützt, schreibt die Nesawissimaja Gaseta. Experten gehen davon aus, dass die Kiewer Behörden, unterstützt von ihren Verbündeten, sowohl im Donbass als auch auf der Krim Gewalt anwenden werden.

“Die ukrainischen Streitkräfte haben bereits 2014-2015 Aufräumarbeiten in der Nähe von Donezk und Lugansk durchgeführt. Und jetzt scheinen sie ihre Taktik angesichts des Einsatzes ausländischer Truppen zu verbessern”, so der Militärexperte Generalleutnant Juri Netkatschew. “Die Amerikaner und andere NATO-Länder könnten solche Aktionen unter dem Deckmantel von friedenserhaltenden Missionen durchführen, wie es vor 20 Jahren auf dem Balkan geschah, als NATO-Truppen Jugoslawien besetzten. Diese Szenarien sind für die Ukraine vorgesehen”, fügte er hinzu.

“Die Ukraine ist immer noch schwach. Aber ihre NATO-Freunde helfen dem Land, seine militärische Stärke auszubauen”, so der Militärexperte Oberst Wladimir Popow. Die USA stellen der Ukraine Patrouillenboote und Panzerabwehrraketen zur Verfügung, das Vereinigte Königreich hilft bei der Einrichtung von Marinestützpunkten und übt bei gemeinsamen Übungen die Zusammenarbeit mit dem Ziel, die “Besetzung” einiger Gebiete zu beenden. Ankara ist auch ein guter Helfer für Kiew, da es Kriegsschiffe für die Ukraine baut und ihr unbemannte Kampfflugzeuge zur Verfügung stellt”, so der Experte.

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Er verwies auf Medienberichte über einen Vertrag zwischen Kanada und der Ukraine über den Bau einer Patronenfabrik. “Die Munitionsproduktion unter Beteiligung ausländischer Partner macht deutlich, dass Kiew entschlossen ist, seine Waffenkapazitäten erheblich auszubauen. Und die Verabschiedung eines Dokuments mit militärischen Zielen beweist, dass sich Kiew auf die Umsetzung von Konfliktszenarien im Donbass und auf der Krim vorbereitet”, betonte der Experte.

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3 Kommentare

  1. Die ukrainische Regierung wird das Land und die Bevölkerung ins Unglück stürzen, denn der große Nachbar wird es aus eigenen Sicherheitsinteressen niemals zulassen, daß die Nato sich direkt an ihren Grenzen etabliert, was im übrigen auch allen Vereinbarungen früherer Jahre widerspricht und wer so verantwortungslos mit dem Feuer spielt kann doch kein Freund der eigenen Bevölkerung sein.

    Da stecken vermutlich übergeordnete Machtinteressen dahinter, denn Kooperation geht heutzutage auch anders und der vermeintliche Glücksbringer aus dem Westen kann gleichzeitig auch das Unglück darstellen und das ist wieder so ein Beispiel wie man es auf keinen Fall machen sollte, wenn man selbst überleben will, dazu gäbe es auch noch andere Varianten um die eigene Zukunft sicher zu stellen.

    Sie sollten sich mal ein Beispiel an anderen Ländern nehmen, die auch unter der Willkür ihrer Nachbarn leiden mußten und das beste Beispiel ist doch Deutschland, die nach dem Krieg auch Jahrzehnte mit einem völlig unbefriedigenden Zustand leben mußten und nicht den Gegner dann so herausgefordert haben wie es dort zur Zeit geschieht. So einem Zustand sollte man mit Augenmaß begegnen und nicht mit dem Kopf durch die Wand wollen, weil man sich dabei schwer beschädigen kann.

    1. Wie war das doch und wer vor allem hat die deutsche Armee nach WK1 aufgerüstet? Mit welchem Geld? Nach WK2 waren es auch dieseöben die gegen das Abkommen der Entwaffnung verstoßen haben.
      In der Ukraine sind wieder dieselben und Deutschland noch dazu, am aufrüsten und finanzieren.
      Menschenleben haben in der Kalkulation keinen Niederschlag ausser es sind Soldaten und da auch nur die Elitetruppen. Worte wie Unglück und ähnliches nicht nicht angebracht wenn es um Macht geht.

  2. Nur gut, dass die Ukrainer es genau so wollten.
    Die Quittung kommt, nur dann ist es zu spät. Auch heute sind es nur ganz Wenige, die vom Putsch profitieren. Dem Rest geht es elend und dass BIP pro Kopf ist weit hinter Russland oder anderen EX-Republiken zurück. Aber wenn man seine Kronjuwelen an die Amis verscherbelt, muss man hinterher nicht jammern

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