Finnland: Geburtenzahl auf Rekordtief

Seit dem Jahr 1868 gab es nicht mehr so wenige Geburten in Finnland wie 2016 – und das trotz des Umstands, dass das nordische Land als Vorzeigemodell für Mütter gilt. Auch in diesem Jahr wird es nicht besser. Die demographischen Entwicklungen bedrohen den Sozialstaat.

Von Marco Maier

Wenn es um die fehlenden Kinder geht, gilt Japan immer wieder als Vorzeigebeispiel einer rapide alternden Gesellschaft ohne genügend Nachwuchs. Doch auch in Europa sind die Geburtenraten niedrig. Finnland sieht sich inzwischen mit der niedrigsten Anzahl an Geburten seit 1868 konfrontiert – und damals hatte das Land noch viel weniger Einwohner.

Wie "Bloomberg" berichtet, hat "Finnlands Wohlfahrtsstaat […] ein massives Baby-Problem". Und das, obwohl das nordeuropäische Land in Sachen Mutter sein weltweit auf dem ersten Platz liegt. Dennoch scheint dies kein Anreiz dafür zu sein, mehr Kinder zu haben. Die Geburtenrate lag im letzten Jahr laut Statistics Finland bei 1,57 – eine Rate von 2,1 gilt als Voraussetzung dafür, eine stabile Bevölkerungszahl zu haben.

Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte führte dazu, dass die Finnen im Vergleich zu den anderen nordischen Ländern Norwegen, Schweden und Dänemark einen höheren Anteil an älteren Menschen haben, während der Anteil der Unter-20-Jährigen auf den niedrigsten Stand fiel. Und das, obwohl Finnland noch in den 1960er- und 1970er-Jahren eine im Schnitt deutlich jüngere Bevölkerung als die anderen nordischen Staaten aufweisen konnte.

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Nur, was machen? Faktisch gibt es hierfür nur zwei Möglichkeiten:

  • 1.) Einwanderungsland werden. Diese Lösung wird gerne von der politischen Linken, aber inzwischen auch von den zentristischen Parteien immer wieder forciert. Das Problem hierbei ist allerdings der Umstand, dass gerade aus jenen Ländern Zuwanderer kommen, die den bestehenden Sozialstaat eher belasten als stärken.
  • 2.) Die Wirtschafts-, Steuer- und Finanzpolitik grundsätzlich umbauen. Ein System, welches vor allem von der Besteuerung und Abgabenbelastung auf Arbeit (und Konsum) aufbaut, kann solche demographischen Veränderungen kaum abfedern. Das heißt: Steuern auf Arbeit runter und dafür auf Vermögen (von Grundbesitz bis hin zu Erbschaften) rauf.

Die insbesondere von der politischen Rechten immer wieder thematisierte Förderung von Geburten selbst kann den schon entstandenen demographischen Schaden faktisch kaum abmildern. Studien zeigten immer wieder, dass selbst eine Verdoppelung der Geburtenrate über die nächsten ein bis zwei Dekaden kaum zur Besserung der Situation beitragen wird, da sich zwar die Bevölkerungszahl in kurzer Zeit erhöht, es jedoch zwischen 15 und 25 Jahren braucht, bis die Kinder im Berufsleben stehen (können). Im selben Zeitraum muss die Erwerbsbevölkerung jedoch nicht nur mehr Mittel für die wachsende Anzahl an Rentnern aufbringen, sondern zusätzlich noch für die wachsende Anzahl an Kindern.

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19 Kommentare

  1. Der Rückgang der Geburten ist direkte Folge der Politik .

    Verhütungsmittel, Abtreibung, Homosexualität, Karrierefrau, Hedonismus, kulturelle Perspektivelosigkeit, Schikanen gegen Eltern und Spaltung der Eltern, als wären Kinder Eigentum des Staates und von RTL.

    So sieht es für die europäischen Staaten aus.

    1. @ Brücke

      Sehe ich ähnlich, Wenn man bedenkt wie man das weibliche Geschlecht mit den gesamten Problemen des Kinderkriegens alleine läßt, dann muß man sich nicht wundern, wenn es immer weniger Geburten gibt, denn die Frauen wollen gleichberechtigt am Leben teilnehmen und das ist verständlich, wenn wir das Wort Gleichberechtigung ernst nehmen. Das Verrückte an der ganzen Sache ist nun die gewollte Einwanderung, die Milliarden kostet und dieses Geld war in den früheren Jahren angeblich nicht vorhanden und jetzt steht es in wundersamerweise zur Verfügung. Das wären genaus diese Summen gewesen um den Deutschen Frauen eine finanzielle Perspektive zu bieten, damit sie frei und autark ihr Leben bestimmen könnten und nun werden diese Gelder mit ungeheueren Risiken vergeudet um den ausländischen Frauen eine Zukunft in Bescheidenheit zu bieten, die von den Deutschen bereits überwunden scheint. Das alles geht in Konsequenz mittelfristig zu Lasten aller Deutschen, denn die geraten in die Minderheit und werden dann von den Ballungszentren auf`s flache Land hinausgedrängt und es entstehen unterschiedliche Communitys auf deutschen Boden, eine islamische und eine christliche Welt. Sollte diese Entwicklung demoskopisch für die Muslime die Oberhand gewinnen, dann ist es nur eine Frage von Zeit, bis die Deutschen zur Minderheit im eigenen Land erklärt werden und dafür gibt es viele Beispiele auf dieser Welt. Wer das verhindern möchte, kann sich nur noch durch eine andere Wahl dagegen wehren, denn die Zeit ist gegen die deutsche Urbevölkerung und für die Eingewanderten und das muß man einfach wissen, wenn man am Sonntag zur Wahl geht.

      1. … das "fehlende Geld" für Deutsche, ist noch immer nicht da, die "deutschen" Globalisten machen für ihre Invasionspolitik Schulden, die die Deutschen oder jeder mit deutscher Staatsbürgerschaft bedienen muss ohne das geringste dafür zu erhalten.

        Aus deren Sicht, ist das sogar notwendig um im Zuge der Vereinheitlichung aller EUropäer die Deutschen finanziell kleiner zu machen. Die EU leistet Aufbauhilfen für arme EU-Staaten und Deutschland ist einer der Haupteinzahler hierfür.

        Das heißt aber nicht, dass die armen Länder dadurch in der gleichen Höhe reicher würden, wie Deutschland ärmer wird, das heißt nur, dass Deutschland an sie angeglichen wird.

        Denn, wie wir alle wissen, geht Deutschlands Schulden-Zinslast in ganz andere Kanäle. Das bedeutet im Klartext, Deutschland wird ausgeraubt und auf rumänisches Niveau gedrückt, während alle anderen EU-Länder, die über diesem Standard liegen das gleiche widerfährt – nur bei uns, als einem der reichsten Länder in der EU, kommt es viel deutlicher zum Ausdruck.

        Das Ziel der EU-Granden ist keine reiche, oder mittelreiche EU, ihr Ziel ist ein armes EUropa unter der Knute des Kommunismus. Arme Menschen haben in der Regel keine Gewalt, die sie ausüben könnten, dementsprechend sind sie knecht- u. lenkbar.

        Was hier passiert ist nicht nur ein Genozid an den Deutschen, es ist langfristig ein Genozid an den EUropäern. Diese Maßnahmen werden die Völker Europas auflösen und in einen arme, versklavte Masse in einem Superstaat verwandeln !

         

  2. Der Geburtenrückgang lässt sich binnen kürzester Zeit in eine Bevölkerungsexplosion umkehren, wenn man bereit ist, in großem Umfang muslimische Migranten aufzunehmen.Ob Finnland dies schon als Lösung seines demograpischen Problems erkannt hat? Falls nicht, wird Brüssel ein wenig nachhelfen.

  3. Möchte da noch einen 3. Punkt aufzählen.

    Die Familie aufwerten, sowohl als grundlegendes Fundament einer Sozietät als auch die Finanz, Wirtschafts und Bildungspolitik entsprechend abändern und sie der Familie weitgehends anpassen.

    Es ist wohl erwiesen, daß die Familie einer höheren Kinderzahl entgegenkommt und das Singledasein sich eher konterkarierend darauf auswirkt!

    Abgesehen davon kommen generell psychisch gesündere Kinder aus intakten Familien, sofern sie politisch zugelassen werden.

    Aber wenn das Kriegsspielen zum Zeitvertreib der Politik wird und große Ressourcen an Finanzen bindet, leibt für die Familie nicht viel übrig!

  4. Eine geringere Geburtenzahl bringt zwar Probleme aber auch Vorteile. Wenn der Altenanteil sich auf Grund des natürlichen Ablebens dieser verringert und diese Phase finanziell gemeistert wird, kann eigentlich viel positives dabei herausspringen. Geringere Bevölkerung bringt heute durch starke Automatisierung auch hohe wirtschaftliche Leistungen. Natürlich sollte auch dort das Gleichgewicht für den Arbeitsmarkt bestehen. Damit währen aber auch soziale Aufwendungen, Arbeitslosigkeit und Umweltschäden geringer. Dies währe doch auch eine Lösung unter Berücksichtigung aller sozialen Errungenschaften? Oder im Gegensatz fördert man die Geburtensteigerung ohne schmutzige Migrantenimporte.

  5. Endlich mal ein Arikel von Maier, dem ich fast vorbehaltlos zustimmen kann. Ergänzt werden sollte nur diese Aussage " Doch auch in Europa sind die Geburtenraten niedrig". Das ist zwar korrekt, allersdings unterscheiden sich die Geburtenziffern von Vancouver über Berlin bis Tokio kaum und ganz allgemein sinken die Geburtenraten weltweit seit Jahrzehnten. Ein Grund ist möglichweise die simple Tatsache, dass die durchschnittiche Frau eben nicht mehr als zwei Kinder möchte. Ein paar Frauen möchten drei oder mehr Kinder, einige gar keins uns die Mehrheit ein oder zwei Kinder, so dass der Durchschnitt am Ende zwischen 1 und 2 Kindern je Frau liegt.

    1. Diese durchaus begrüssenswerte Entwicklung wurde von den Schranzen in Berlin und Brüssel nur solange vorrangetrieben wie es um die Europäer ging. Nun nachdem der geplante Bevölkerungsastausch voll angelaufen ist wird alles getan um die Gebähr und Zeugungsfreudigen "Kriegsflüchtlinge" das Kinderkriegen so angenehm, verantwortungs und einschränkungslos wie nur irgend möglich zu gestalten.

      Tolle Entwicklung 

  6. Sind in der EU alle Elite behandelt, Vorläufer durchexperementiert in Deutschland Frankfurter Schule, verschiedene antikonzetive Pillen und Mordpillen, "Bild" bumsen in alle Richtungen wie die Eber, aber keine Kinder etc Semper idem !

  7. Man muß sich mal reiflich überlegen was für eine kaputte Politik im Westen herrscht. Wir bomben unschuldige Länder aus und füllen mit deren Restpersonal unsere angeblichen Demografielücken? Was füre eine abscheulich zynische und irre Begründung, das ist Sadimus und Unsinn pur. Sittlicher und moralischer Verfall sind die ersten Anzeichen einer untergehenden Gesellschaft (wie im alten Rom).

    1. Wer "bombt hier andere Länder aus" ???!!!

      Ich nicht! Du vielleicht? Oder sonst wer der anderen Kommentatoren?
      Wie sich doch dieser MSM-Schwachsinn in die Hirne gebrannt hat… unglaublich!

      @Jens
      Bitte unter Abgabe einer unwiderruflichen Einzugsermächtigung in die "Fluchtursachenbekämpferliste" eintragen lassen, welche in der Parteizentrale der LINKENCDUSPD ausliegt – unbedingt! Dann wird Dir schnell geholfen.

  8. Traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Hier wird gefälscht was das Zeug hält, damit in Wohnungen investiert werden muss und sämtliche Euroländer noch Kredit haben, weil man ja noch in in der Euroraum  investieren kann. In Wahrheit sollten wir nie eine bezahlbare Wohnung bekommen, weil das den Immobilien Markt kaputt macht. In zehn Jahren prophezeit mein Kollege, werden Wohnungen spott billig sein. Das denke ich auch.

  9. Geburtenzahl auf Rekordtief – leider nicht nur in Finnland !

    Das ist in den meisten Eu Ländern ( wie Italien,Frankreich,Spanien, Schweden,Griechenland, DEUTSCHLAND,etc.) nicht anders und politisch durch Sklavenlöhne,unwürdige Verträge,hohe Steuern und Abgaben  –  genau so und nicht anders – gewollt.

     

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