Wie China die USA im Nahen Osten überlistet

Der Wettbewerb zwischen China und den USA um Vorherrschaft und Einfluss im Nahen Osten verschärft sich im Zuge des chinesischen Wiedererstarkens und einer Rückkehr der USA zur Politik der Interventionen und Konfrontationen unter der Regierung Joe Biden. US-Außenminister Antony Blinken hat kürzlich angekündigt, dass die USA „Demokratie“ und „Menschenrechte“ in den Mittelpunkt ihrer Außenpolitik stellen werden.

„Demokratie“ und „Menschenrechte“ werden seit Jahrzehnten benutzt, um US-Interventionen und ihre Politik der Konfrontation mit rivalisierenden Ländern zu legitimieren. US-Beamte, die diesem Diskurs folgen, werden oft gesehen, wenn sie auf „Menschenrechtsverletzungen“ in China und Russland hinweisen. Blinken verkündete folgendes:

„Präsident Biden setzt sich für eine Außenpolitik ein, die unsere demokratischen Werte mit unserer diplomatischen Führung verbindet und die sich auf die Verteidigung der Demokratie und den Schutz der Menschenrechte konzentriert.“

Eine Rückkehr zu dieser Form der Politik ist ein strategisches Erfordernis, das in einem Denken wurzelt, das Trumps „America First“-Politik als Grund für den Niedergang der USA und das Wiedererstarken Chinas sieht.

Zwar ist der Aufstieg Chinas nicht einfach eine Folge des Niedergangs der USA oder von Trumps „America First“, aber es lässt sich nicht leugnen, dass der Aufstieg Chinas massiv zum Niedergang der USA beiträgt. Besonders deutlich wird dies im Nahen Osten, einer Region, die historisch gesehen unter der Vorherrschaft der USA stand.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

Lesen Sie auch:  Warum drängt die Biden-Administration die Ukraine, Russland anzugreifen?

Eine Analyse von Salman Rafi Sheikh

Teilen Sie diesen Artikel:

Ein Kommentar

  1. Die Chinesen waren Jahrhunderte lang mit sich selbst beschäftigt und erst mit dem Auftreten der Europäer in ihrem Raum wurde sie mit der Welt konfrontiert, was sie aber zu ihren Gunsten über diese ganze Zeit abgewickelt haben.

    Im Zuge der Internationalisierung, beginnend im 19. Jahrhundert sind auch neue Erkenntnisse bei den Chinesen gereift und wie immer haben sie sich das heraus gepflückt, was für sie an Strategien vernünftig erschien und das andere abgelehnt, bzw. nicht verfolgt.

    So war ihre Marktöffnung unter Deng nur dem einen Ziel unterworfen, über das Know How der Fremden die eigene Wirtschaft zu modernisieren und voran zu treiben, was ihnen ja bis heute sichtbar gelungen ist.

    Die nächste Stufe im Sinne der Rohstoffsicherstellung und auch der Mitsprache wegen war dann die leise Verbreitung über persönliches Engagement vor Ort an unterschiedlichen Plätzen dieser Welt und während der Westen stets mit Getöse den anderen seinen Willen aufzwingen wollte, machen das die Chinesen als Pragmatiker völlig gegensätzlich und gewinnen dadurch Zutrauen und Respekt und die anderen verlieren dabei immer mehr Reputation, was mit dem Verlust an Ansehen mit einher geht.

    Das Klein-Klein ist eine Spezialität der Chinesen, wobei sie im Hintergrund in letzter Konsequenz das große sehen und ein Beispiel ist der Möbelbau. Ein Schrank zu erstellen ist aus der Sicht eines Tischlers hierzulande nur möglich, wenn man geeignete großflächige Bretter hat um das Werk zu vollenden. Beim Chinesen funktioniert es auch anders, er stückelt auch kleinste Brettchen zu einer Einheit zusammen und daraus wird dann auch ein Kompaktschrank und so ticken sie einfach und machen aus der ehemaligen Not eine Tugend und zwar in allen Bereichen, was uns schon lange abhanden gekommen ist.

    Nun kann man sich streiten, welche Überlebensphilosophie die bessere ist, derzeit scheinen die Chinesen ja mit ihrer Strategie ganz gut zu fahren und wenn der Westen ihnen begegnen will hat er ja nur noch zwei Möglichkeiten, entweder draufzuhauen wie immer oder sich deren Strategie anzupassen, das wird sich noch zeigen was erfolgreicher ist.

    Wer die Chinesen einigermaßen kennen will, muß sich nur in den Niederungen des beruflichen Alltags mit ihnen über Jahrzehnte befaßt haben um zu wissen, wie sie denken, wobei bis heute noch viele Fragen offen sind, die vermutlich auch nie nach unserem Verständnis beantwortet werden können.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.