Das US-Kriegsschiff USS Fort Worth Nahe der Spratly Islands im Südchinesischen Meer. Im Hintergrund die chinesische Fregatte Yancheng. Bild: U.S. Navy / Mass Communication Specialist 2nd Class Conor Minto CC BY-SA 2.0

Südostasien: USA verlieren Alliierte - Europäer müssen kommen

Die USA verlieren in Südostasien immer mehr an politischem Rückhalt. Die Staaten dort suchen lieber den Ausgleich mit China und die Zusammenarbeit mit Russland und die Zusammenarbeit untereinander.

Von Marco Maier

Auch wenn es nicht zu erwarten ist, dass die südostasiatischen Länder sich komplett von den USA abwenden (immerhin bestehen teils doch gute wirtschaftliche Beziehungen), so zeigt sich zunehmend eine Entwicklung, die auf eine eher geopolitisch neutrale Linie hindeutet. Dies macht sich (siehe hier) auch in Sachen Freihandelsabkommen und multipolarer wirtschaftlicher Zusammenarbeit bemerkbar.

Für Washington bedeutet dies jedoch, dass sie sukzessive wichtige Verbündete in der Region verlieren und Barack Obamas "Pivot to Asia" ("Achse nach Asien") ziemlich armselig wirkt. Bis auf Südkorea, Taiwan und Japan ist da in der Region nicht mehr viel übrig, was noch als "Alliierter" bezeichnet werden kann. Vietnam ist ohnehin ambivalent was die politischen Beziehungen anbelangt, die Philippinen haben sich unter Duterte von den USA weitestgehend abgewandt, Malaysia sucht ebenso die Nähe zu China und selbst die bislang eher prowestliche Führung in Kambodscha unter Hun Sen kritisiert zunehmend die US-Einmischung in seinem Land selbst und in der Region. Auch Indonesien zeigt sich zunehmend US-kritisch.

Kein Wunder also, dass man sich nun seitens der US-Eliten darum bemüht, die alten Verbündeten in Europa - mit Großbritannien an der Spitze - in die Asien-Pläne miteinzubeziehen. Immerhin haben die Briten (und Franzosen) noch einige Überseeterritorien - wie Diego Garcia oder Neukaledonien - in der Region, die entsprechend genutzt werden können. Doch dies könnte dazu führen, dass sie politische Lage in Südostasien wieder instabiler wird, nachdem sich die Regierungen trotz einiger Differenzen zusammenrauften und versuchen, Lösungen auf dem Weg des Dialogs und von Verhandlungen zu finden.

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3 comments

  1. Japan Vietnam und andere Staaten wissen was man ihnen angetan hat und haben nicht vergessen wer das war und jetzt kommt die Rache, ganz ohne Krieg ( wenigstens von ihrer Seite ) und das ist gut so. Lasst diese Völkermörder bezahlen für das was sie weltweit den Menschen angetan haben.

    • Rudolf Weissmueller

      Ja , es ist schon lange an der Zeit das was passiert ! Wenn man den skrupellosen Amis die ganzen Menschen verachtenden Sauereien durchgehen lässt denken sie noch sie wären im Recht . Und glauben dann letztentlich selbst sie wären die Guten .

  2. Diese Suppe haben sich die Amis selbst eingebrockt, die sollen sie auch selbst auslöffeln. Die Europäer haben in diesem Schlamassel gar nichts verloren, sollen sich um ihre eigenen Angelegeneiten kümmern, da gibt es mehr als genug zu tun und zu korrigieren.

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