Also doch: Ausländische Medien sollen Van der Bellen unterstützt haben

Die ausländischen Medien konnten Donald Trump nicht verhindern, doch ein kleiner Trostpreis war drin: Alexander Van der Bellen konnte die Wahl zum Präsidenten Österreichs für sich entscheiden und nicht der in den Medien verhasste Kandidat der FPÖ Norbert Hofer.

Von Christian Saarländer

Es galt lange als rechte Verschwörungstheorie: Internationale Medien, besonders die deutschen, haben durch ihre Berichterstattung den Wahlkampf für sich entscheiden können. Das Thema polarisierte bereits bei der Stichwahl im Mai, die später im Juli durch den Verfassungsgerichtshof annulliert wurde. In einem Gespräch mit der Chefredakteurin der Wiener Tageszeitung „Der Standard“ war das aber genau der Fall.

„Ich glaube, auch die Berichterstattung der ausländischen Medien nach der ersten Stichwahl, als Herr Van der Bellen nur sehr knapp gegen den Rechtspopulisten Hofer gewonnen hat, die haben vielen Österreicherinnen und Österreichern gezeigt, ja, welch verheerendes internationales Signal es auslösen würde, wenn erstmals in Westeuropa ein Rechtspopulist Staatsoberhaupt werden würde“, so Föderl-Schmidt im Interview.

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Im Mai hießt es im Contra Magazin: „Die Erpressung kommt von außen. Gewöhnlich ist es den Deutschen ziemlich egal, wer in Österreich gerade Präsident wird. Genauso ist es auch, wenn in der Alpenrepublik die Nationalratswahlen anstehen. Das liegt aber auch sicherlich daran, dass sich die Nachrichten mehr auf die USA, Frankreich oder Russland konzentrieren. Anders ist es aber, wenn die FPÖ im Aufwind ist. Dann schlagen nämlich die Alarmglocken sowohl im Staatsfunk als auch in den Leitmedien und die Spin-Doctoren tüfteln an einer neuen Desinformations-Kampagne.“

Also doch nicht alles Verschwörungstheorie, was nicht in das Bild der Medien passt. In den letzten Wochen wurde immer wieder im Rahmen des Wahlkampfes die Äußerungen von Heinz-Christian Strache thematisiert, der Bundeskanzlerin Angela Merkel als die „gefährlichste Frau Europas“ bezeichnete. Im Hinblick auf die Tatsache, dass Deutschland der wichtigste Exportpartner für Österreich ist, wurde auch in der Wiederholung der Stichwahl immer wieder thematisiert, dass eine Wahl Hofers sich negativ auf den Außenhandel mit Deutschland auswirken könnte. 

Van der Bellen gilt im Gegensatz zu Norbert Hofer als Befürworter von Merkels Willkommenskultur und als Freund der Europäischen Union. Hofer gilt als Skeptiker der EU-Politik und verlangte Reformen. Auch im Hinblick auf Merkels Flüchtlingspolitik äußerte sich Hofer kritisch. Gleichwohl räumt er ein, dass es auch viele positive Aspekte in der Merkel-Politik geben würde.

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18 Kommentare

  1. Ob die deutschen Unterstützer wußten, daß VdB seinen Adelstitel Russland zu verdanken hat?
    Und sich der Vorfahre von VdB auf den russischen Staatschef vereidigen ließ?

    Na liebe Qualitätspresse schon die Putinversteherkeule in der Hand oder diesmal nicht wegen der Alternativlosigkeit?

  2. Sage voraus, daß er dem Stress nicht gewachsen sein wird; ist ja heute bereits eine Le.che! Das Volk hat sie nicht alle beisammen; zwischen jungem Hengst und zahnf.aulem Gaul, auf den zweiten zu setzen. Österreich, pardon Wien ist passè.

      1. …unser ehemaliger Reichskanzler war mit nichten verrueckt! Er war bei klarem Verstand und vor allem seinem Volk verpflichtet ganz im Gegensatz zur Zionmarionette dem Rautenmonster. Als verrueckt wurde er erst postum abgestempelt als die Zionmedien und ihre Lakaien ihn dazu machten. Als Toter kann man sich schliesslich schlecht gegen Luegen und Verleumdungen wehren.

  3. Es ging um ein Signal, das Hofer bei seiner Wahl ans Ausland gesendet hätte.

    Sie sind besiegbar.

    Die Nazikeule und die Panikmache bzgl. der zu befürchtenden wirtschaftlichen Einbußen ist genauso alt wie der Wahlkampf zurückliegt, als es um das Präsidentenamt ging, bei dem Wahldheim zur Wahl stand.

    Ebenso wurde, als die kleine Koalition ÖVP- FPÖ im Raum stand, seitens der SPÖ auf diese unfaire Weise der Wahlkampf geführt!

    Damals empörte sich die ÖVP, wenn heute damit Hofer diffamiert wird, ist es dieser Partei nicht zu blöd, ihren ehemaligen EU Kommissar Fischler vorzuschicken, um genau mit diesen unwahren Sachverhalten die Wähler in die Irre zu führen!

     

     

    1. Mit anderen Worten, die Demokratie bestimmen die, die die Zeitung im Ruecken und die Beitraege ans Volk zu verteilen haben. Ist immer schon meine innerste Ueberzeugung gewesen. Demokratie ist eine Farce.

    1. Der Wahlbetrug ist sicher, wenn Medien, die der Objektivität verpflichet sind und Menschen an diese Objektivität glauben, von diesen in subtiler aber massiver Weise manipuliert werden.

      Die Verlässlichkeit von Information ist eine grundlegende Voraussetzung für Demokratie.

  4. Der Standard ist ein Bilderberger Kampfblatt mit jüdischem Eigentümer. Der Standard selbst macht Propaganda gegen Kritiker der Globalisierung , agiert wie die meisten westlichen MSM im üblichen Denuntiationsrahmen, wenn Kritiker der Globalisierung ins – dumm nazi populisten rassisten Eck – gestellt werden.

    Nicht anders handelt der Staatsfunk ORF. Ohne die mediale Einseitigkeit, wäre der VdB nicht gewählt worden.

     

  5. Wie gibt es, daß so viele Menschen so kritiklos sind und gegen viele Menschen  arbeiten, um irgendein irrationales Ziel zu erreichen? Gäbe es einen Zusammenhalt und Respekt zwischen allen Menschen, bräuchte man keine Manipulationern, ganz gleich wo.  Wahlen sind nicht für eine Besserung für eine Bevölkerung, sondern nur dazu da, daß Viele, die irgendeiner eigenartigen Weltanschauung angehören, ihre Ziele durchsetzen können.

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