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Recep Tayyip Erdogan. Bild: kremlin.ru
Recep Tayyip Erdogan. Bild: kremlin.ru

Heil Erdogan! Die Türkei auf dem Weg zum Führerstaat

Die Demontage der innerparteilichen Opposition ist schon lange im Gange. Davutoglu ist das neueste Opfer des totalen Machtanspruchs Erdogans, der seinen neuen Führerstaat zur Etablierung eines neuen Osmanischen Reiches errichten will.

Von Marco Maier

Der Sultan vom Bosporus, wie Recep Tayyip Erdogan oft genannt wird, arbeitet intensiv daran, nicht nur die Opposition außerhalb seiner islamisch-konservativen AK-Partei zu marginalisieren, sondern auch parteiintern jegliche Kritiker und potentielle Widersacher aus dem Weg zu räumen. So etwas wie einen politischen Diskurs um die Richtung der Partei unter den Mitgliedern und Funktionären gibt es nicht - Erdogan gibt den Weg vor, auch wenn er mit seiner Übernahme des Präsidentenamts auch den Parteivorsitz offiziell abgeben musste.

So wird wohl der erpresste Rückzug Davutoglus (Whistleblower Fuat Avni kündigte schon zuvor an, dass eine Kampagne gegen den Premierminister in Arbeit war, in der dessen Frau der Steuerhinterziehung bezichtigt werden sollte), der Erdogans Großmachtphantasien nicht wirklich teilte, nur der nächste Schritt hin zu einem Präsidialsystem sein, welches Erdogan dann faktisch zum "Führer und Reichskanzler" der Türkei machen würde. Nicht umsonst gelten Binali Yildirim (Minister für Transport und Kommunikation) und Berat Albayrak (Erdogans Schwiegersohn und Energieminister) als Wunschkandidaten des Präsidenten für die Nachfolge Davutoglus.

Mit der Aufhebung der Immunität von diversen Abgeordneten der HDP (welche nicht nur als "prokurdisch" gilt, sondern zudem auch enge Verbindungen zu PKK-Kadern aufweist) versucht Erdogan derzeit die Mehrheitsverhältnisse im Parlament so ändern zu lassen, dass sich eine Mehrheit zur Änderung der Verfassung durch seine AKP-Abgeordneten ergibt. Die Verschärfung des Kampfes gegen die Kurden durch Erdogan (Davutoglu hoffte ja auf eine friedliche Lösung) dient nur der Desavouierung der HPD-Abgeordneten und der Möglichkeit, diese aus dem Verkehr zu ziehen. Zudem kann sich der Präsident so als "starker Mann" präsentieren und auch bei den rechtsextremen "Grauen Wölfen" (MHP) profilieren, zumal er auch auf Unterstützung aus deren Reihen angewiesen ist.

Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Wochen und Monaten in der Türkei noch einige weitere Schritte in Richtung "Führerstaat" umgesetzt werden und Präsident Erdogan - der sich in einer Abstimmung des Führungsgremiums das Recht geben ließ, lokale AKP-Führer zu bestimmen - seinem Ziel eines neuen Osmanischen Reiches näher kommen wird.

11 comments

  1. Wen juckts. Die "deutsche" Bundeskanzlerin macht ihre C-K-Plan-Geschäfte mit dem Megasultan, dafür ist er gut genug für USrael und seine dolosen Epigonen. Einen richtigen Demokraten könnten diese "Handels"partner doch gar nicht gebrauchen. Für ihre teuflischen Zwecke gehen die auch mit dem Teufel einen Bund ein. Hauptsache Deutschland entwickelt langsam einen IQ von 70 Punkten und wird bräunlich.

  2. Naja. Ich vermute wer in die EU will muss einfach diese diktatorische Grundstruktur mitbringen. Vielleicht denkt er, dass er sonst nicht aufgenommen wird in der EU-Diktatur. Zu viel Demokratie würde die EU-Ordnung empfindlich stören…vermute ich.

  3. Hat Frau Merkel nicht erst vor kurzem von einem demokratischen Staat gesprochen, der sich an getroffenen Vereinbarungen hält. Was soll man denn von einer Verantwortlichen halten, die Probleme oft auf andere verlagert, diese aussitzt oder völlig eigenmächtig handelt, ohne dabei auf demokratische Prinzipien zu achten. Heute so, morgen so und wenn`s ganz schlímm kommt, dann werden andere entmachtet. Hauptsache die eigene Reputation bleibt erhalten, meint sie. Nur wie lange nocht. Auch die SED-Oberen glaubten noch bis zur letzten Minute an ihre Unfehlbarkeit. Was für eine verhängnisvolle Fehleinschätzung.

    • @ Achim: Was die kriminelle Merkel unter Demokratie versteht, ist etwas völlig anderes, was Sie und viele andere darunter verstehen!

  4. Unsere Trulla hat diese Sprotte doch erst zum Wal aufgeblasen.

    Es ist der alte osmanische Traum..Europa zu erobern.

    Die Verkörperung dieses Traum's ist Erdosprotte…

    Den Schlüssel für das Tor nach Europa..dies muss unbedingt geschichtlich festgehalten werden..übergab Merkel.

    So nimmt das Schicksal seinen Lauf…

  5. Da halte ich es mit Goethe:

    "Nichts bessers weiß ich mir an Sonn- und Feyertagen,
     Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrey,
     Wenn hinten, weit, in der Türkey,
     Die Völker auf einander schlagen.
     Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
     Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
     Dann kehrt man abends froh nach Haus,
     Und segnet Fried’ und Friedenszeiten."

    Etwas aktueller ein Blick auf die türkische Bauwirtschaft:

    http://atimes.com/2016/05/turkish-contractors-entering-a-difficult-period/

    • dauernörgler

      man staunt was das für propheten waren, die deutschen dichter und denker…

      gerade wenn ich diese zeilen lese,sollte man diese in ein dickes fettes buch mit 1000 seiten schreiben,bis es voll ist.das nehmen wir dann und hauen es merkel solange um die ohren bis es sich wieder in nanogrosse klümpchen zellulose zersetzt und sacht und leise endlich in ihr gehirn sickern kann.

  6. Passt, der Chef sagt wo es lang geht

  7. Zwischen (orientalischer) Despotie und (germanischem) Führerstaat sehe ich keine Gemeinsamtkeit! Jemand anders vielleicht?

  8. dauernörgler

    "Heil Erdolf" wäre ein besserer titel gewesen

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