Ex-SPD-Chef Engholm will Linksruck

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Engholm würde die SPD gerne wieder weiter links des Parteienspektrums sehen.  Die Menschen müssten im Zweifel wissen wofür die SPD steht – die SPD als Anwalt der einfachen Leute. Dieses Feld darf der AfD nicht überlassen werden. Die Partei soll aber von Gabriel weitergeführt werden, denn die Personaldecke ist sehr dünn.

Von Redaktion/dts

Der frühere SPD-Chef Björn Engholm fordert angesichts des Umfragetiefs der Sozialdemokraten eine Kursverschiebung nach links. "Die SPD muss sich wieder als Anwalt der einfachen Leute verstehen", sagte Engholm der "Welt". "Die Anwaltschaft für die Menschen mit Sorgen und Nöten und anderer Herkunft dürfen wir nicht der AfD überlassen." Politisch gesehen werde es sehr eng, wenn alle in die Mitte drängten. "Also muss sich die SPD stärker als bisher links von der Mitte ansiedeln. Da ist noch Platz – und Bedarf", so Engholm.

"Dort muss die Partei ein Bollwerk aufbauen, sodass die Menschen im Zweifel wissen, woran sie bei der SPD sind." Dem politisch angeschlagenen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel stärkte Engholm den Rücken. "Unter den heute obwaltenden Umständen und allen zur Verfügung stehenden Personen ist Gabriel derzeit die richtige Lösung", sagte Engholm. Neben Gabriel existiere kein großes Feld, aus dem die Partei beliebig schöpfen könnte.

"Es kann also nicht allein an Gabriel liegen", so Engholm. "Andere, die ihn mit mehr Erfolg ersetzen könnten, sehe ich nicht." Engholm beklagte eine "Repräsentationslücke" in der Demokratie. "Wir erreichen in der Repräsentation durch die Politik der großen Parteien bestimmte Kreise heute nicht mehr", kritisierte der ehemalige Ministerpräsident Schleswig-Holsteins.

Diese Wähler wachten nun auf und suchten nach Alternativen. "Von den großen Parteien fühlen sie sich nicht mehr verstanden, und das zeigen sie, indem sie eine Partei wie die AfD wählen. Das sind also mitnichten alles Neonazis und Rassisten. Wir sollten diese Menschen nicht abstempeln", warnte Engholm.

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"Die AfD ist ein Übel. Aber ein signifikanter Teil der Wähler, die sie gegenwärtig an sich bindet, kommt von CDU und SPD." Das Auseinandersetzen mit den Positionen der AfD setze voraus, dass die Repräsentanten von SPD und CDU wieder dorthin gingen, wo die Menschen zu Hause seien. "Es gibt eine Repräsentationslücke, weil die großen Parteien aus dem vorpolitischen Feld weitgehend verschwunden sind.

Ging man früher in eine klassische Versammlung des konservativen Bürgertums, zu Gewerkschaften oder Kleingartenvereinen, saß hier die gesamte Garde der CDU, dort die der SPD. Da haben wir ein Stück zurückgelassen, betreuen es nicht mehr regelmäßig, sind nicht mehr dabei." Die Folge sei, dass Union und SPD nicht mehr wüssten, was dort gedacht und gesagt werde und welche Argumente fielen. "Wir wissen nicht mehr, was die Menschen substanziell bedrückt."

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20 Kommentare

  1. "wir wissen nicht mehr, was die menschen substantiell bedrückt", das glaub ich der spd sofort. das einzige, was ich ihr glaube.

    mit den begriffen links und rechts kann ich allerdings nichts mehr anfangen, das ist viel zu sehr vermischt. man sollte einfach das tun, was gut für den menschen ist, was im sinne eines klar denkenden, aufgeklärten menschen vernünftig ist. dann herrscht links und rechts vernunft, und so sollte es ja auch sein.   

  2. Der Engholm hat auch nichts dazugelernt. Jetzt meint er wohl, man müsse nur das Wahlometer auf Links stellen, und schon vergisst das gemeine Wahlschaf alles, was die SPD in den Keller geführt hat.

    Mit der Reputation ist es wie mit der Wählbarkeit: Was in vielen Jahren mühsam aufgebaut werden muss, ist schnell weg. Dann beginnt bestenfalls ein neuer mühsamer Aufstieg.

     

  3. Weiter links passt nichts mehr hin. Die SPD hat nach meiner Meinung die Deutschen (rechtmäßige Bewohner unserer schönen Bundesstaaten inmitten Europas) verraten und das Land nachhaltig den Ausländern übergeben. Wie weit möchten diese Politschauspieler der Bundesrepublik Deutscheland Finanzagentur GmbH denn noch nach links rücken? – Außer Multifickificki vielleicht den Deutschen noch die Samenleiter durchtrennen, sodass sie sich nicht mehr fortpflanzen können??!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Ist schon ein Ding wer jetzt alles sein Senf dazu geben will und versucht das Wahl Schaf zurück zu holen. Herr Engholm verschwinden Sie. Sie werden nicht mehr gebraucht und ihre Meinung wird das ding nicht mehr drehen. SPDSPD hat fertig. 

  5. Was, der Engholm lebt auch noch??

    "AFD sei ein Übel?"

    Nee, das Parteienpack der etablierten Parteien sind das Grundübel in diesem Land! Klar Herr Engholm!— Und was haben Sie in den ganzen Jahren getan um die heutigen Zustände zu verhindern?  Nichts, setzen 6 !!!

  6. Was erzählen Sie denn da von einem Linksruck?

    Links sitzen die Linken, dann die Grünen, dann die CDU, dann die SPD, und in der Mitte die angeblich Rääächten!

    Die CDU hat Sie mit der Merkel doch schon längst  überholt.– Meinen Sie, die SPD käme an der Merkel vorbei?? Ja wohl nur in den Abgrund, wie das das Merkel schon mit der FDP gemacht hat. Außerdem von dieser Linkspolitik der Einheitsbrei Parteien haben immer mehr Deutsche die Nase gestrichen voll!! Und da wollen sie noch weiter nach links?

  7. Der scheint schon ziemlich senil zu sein. Mehr als die Republik niederbrennen aus international sozialistischen Gründen, linker gehts nicht mehr. Die glauben immer noch, daß sie die Bevölkerung mit irgendwelchen Stehsätzen kalmieren und verprellen können.

    1. Gute Feststellung. Der erinnert mich an meine Zeit als Manager. Viele haben schon damals nichts getaugt und mit zunehmendem Alter sinnieren sie über ihre heroischen Taten und Weibergeschichten. Im Alter leiden sie teilweise unter Wahrnehmungsstörungen und sehen sich als Heilsbringer ihrer Partei, bevor sie in die ewigen Jagtgründe gehen. Der Jugend gehört die Zukunft und nach Marc Aurel sollte man sich eher an der aufgehenden Sonne der Nachfolger orientieren. Diese ist aber bei der SPD leider nicht sichtbar.

  8. Diese dumme Sau wird noch einen Linksruck erleben, wenn ihm jemand den Kopf ausrenkt, und es laut und vernehmlich "Kröck" macht!

  9. Engholm: "…denn die Personaldecke ist sehr dünn."  —  Herr Engholm, bei der SPD ist sie bereits eingebrochen, darum auch diese grottenschlechte "unterirdische" Politik. Nach Helmut Schmidt wurden die Parteivorsitzenden so oft gewechselt wie Windeln und auch aus dem gleichen Grund.

  10. Wenn ich dieses geistesgestörte Pfeiffe-rauchende transatlantische Dreckbein zwischen meine Fittiche bekäme, würde ich mir sein altes faltiges Gehänge als Trophäe holen, und mir einen fetzigen Hut daraus machen!

  11. Die Sozis können weiter nach links oder sogar auch auf den Mond rücken. Nichts wird helfen. Es liegt allein daran das die SPD ein großer Befürworter von Migration ist und das will der größte Teil der Bevölkerung nicht das unser Land mit fremden Religionen unterwandert wird. Wann kapieren die mal was wirklich los ist.

  12. SPD=Agenda 2010.

    Mehr gibts es nichts zu sagen außer vielleicht den völkerrechtswidrigen Krieges gegen die Volksrepublik Jugoslavien.Wie-bitte schön-wollen denn die das wieder gutmachen?

  13. Wie wäre es, wenn die bescheuerten Politiker in Europa zurücktreten und zu gunsten geistig hochgewachsener Menschen mit großer Vernunft und Liebe zur Bevölkerung das Feld räumen würden, anstatt den obszönen Spagat zwischen einem schwachsinnigem extrem linken Gedankengut und turbokapitalistischem Wahn in der politischen Zirkusarena vorzuführen. Die haben sich seit vielen Jahrzehnten nicht weiterentwickelt und versuchen mit untauglichen Konzepten, deren Unbrauchbarkeit schon lange bewiesen wurde, aufs neue Terrain zu gewinnen. Sie greifen nur dann auf ihre Lieblingsdogmen zurück, wenn es wieder gilt, Wählerstimmen durch obszöne Bauernfängerei zurückzuerobern! Es geht ihnen dabei niemals um die Menschen, sondern nur um Machterhalt und Geld. Niemals hört man von ihnen daß sie sich bemühen, den Wählerwillen zu erfüllen oder die Situation der Bevölkerung zu verbessern, stattdessen erinnern sie sich an jene Zeiten und Konzepte, mit denen sie sich einst an die Macht gelogen haben, um ihre Abberufung durch den Wähler zu verhindern. Auch wenn diese Konzepte  zu nichts anderem als zur Verarschung der Bürger aus der Taufe gehoben wurden.

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