Bild: Flickr / epSos.de CC BY 2.0

Während man in Europa über die Abschaffung des Bargelds diskutiert, wächst das Bargeldvolumen weltweit ständig an. Der Markt floriert bei einem Wachstum von 5 Prozent pro Jahr.

Von Marco Maier

Der bargeldlose Zahlungsverkehr boomt. Zumindest in Europa und den USA. Dennoch ist das Zeitalter des Bargelds noch lange nicht vorbei. Zumindest auf globaler Ebene. Denn 80 Prozent aller Bezahlvorgänge werden weltweit bar abgewickelt – auch wenn Bestellungen via Internet immer weiter zunehmen. Insgesamt werden jährlich rund 160 Milliarden Banknoten gedruckt, bei einer Wachstumsrate von 5 Prozent. Denn alte, kaputte Scheine müssen ersetzt und angesichts des steigenden Bedarfs neue zusätzlich gedruckt werden.

Vor allem in Krisenzeiten setzen die Menschen mehr auf Bargeld. Denn Banken können vorübergehend schließen oder gar komplett bankrott gehen – samt den Ersparnissen, die dann weg sind. Ein Bargeldvorrat hingegen verschafft zumindest etwas Sicherheit, wenngleich sich dies in Zeiten hoher Inflation ändern kann. Doch schon die Beispiele von Zypern (letztes Jahr) und Griechenland (dieses Jahr) zeigen, dass Barreserven immer eine gute Wahl sind.

Über kurz oder lang wird man angesichts der sich wandelnden Wirtschaftswelt ohnehin auf ein Nebeneinander mehrerer Bezahlformen einstellen müssen. Egal, ob man nun das bisherige "Fiat Money"-System nutzt, oder ob man sich nun alternativen Geldsystemen zuwendet. Bargeld selbst ist einfach zu praktisch (wer kennt sie nicht, die streikenden Bezahlterminals?) wie auch Überweisungen Vorteile haben.

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Doch uns in Europa wird das Bargeld nur dann erhalten bleiben, wenn wir es auch weiterhin nutzen. Wer aus Bequemlichkeitsgründen stets mit Karte zahlt, darf sich nicht wundern, wenn man an immer weniger stellen auch bar bezahlen kann. Wir haben es also auch selbst in der Hand.

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2 KOMMENTARE

  1. ZDF TEXT Seite. 141

    Banken-Panne: Zehntausende Briten warten auf Gehaltsüberweisung

    Wegen einer technischen Panne müssen derzeit Zehntausende britische Kunden der Großbank HSBC auf ihre Gehaltsüberweisung warten. Rund 275.000 Kunden der Bank seien betroffen,wie die Nachrichtenagentur Pa am Freitag berichtete.

    Auf Twitter erklären zahlreiche Angestellte und auch Firmenchefs, dass die Monatsgehälter nicht angekommen seien.Eine Nutzerin schrieb: „HSBC UK,wo ist mein Geld? Ich habe meinen Lohn nicht erhalten und ich habe Rechnungen zu bezahlen.“

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    Na wenn die HSBC UK Bank nicht mal die technische Panne nur vorgegeben hat um damit ihren Reibach zu machen oder sonstwas.

    Lohnabhängig und ohne Lohntüte und nur ein Konto bei einer Bank ohne Bankgeheimnis, dann ist das so als wenn mein Portmonnaie bei der Bank irgend ein X-beliebiger Dritter hat, den ich nicht kenne und jeder Gangster sieht rein ob noch was zu holen ist.

    Am 1. April 2005 verschwand das Bankgeheimnis in Deutschland nun vollständig.

    Hauptbetroffene sind Rentner, Erben, Studierende, Empfänger von ALG I+II(HartzIV), Sozialgeld, BAföG, Kindergeld und Wohngeld.

    Ein Anfangsverdacht oder ein richterlicher Beschluss sind dann nicht mehr nötig.

    Fünf Tage vor Weihnachten, am 19. Dezember 2004 wurde dieses Gesetz heimlich still und leise von Hans Eichel im Bundestag eingebracht und vollzogen.

    Wenn damals nur mit der Lohnabhängigkeit Adolf Hitler alles machte, um wieviel mehr lässt sich mit der Kontoabhängigkeit für Regierungen heute erreichen?

    Zur guten alten Lohntüte wo der Nettolohn in Bar mit Gehaltsabrechnung drin ist, dahin sollten wir wieder zurück kehren.

  2. Ich kenn noch die Zeit, wo man jede Woche in der Lohntüte sein Geld bekam. Man hatte eine Woche gearbeitet und bekam dafür sein Geld. Ging es den Menschen damals schlechter ? Der Verdienst eines Maurers oder Stukkateurs reichte für die gesamte Familie. Heute behalten die Firmen einen ganzen Monat das Geld fest-, können damit arbeiten. Genau so gut könnte der Arbeiter das Geld für sich anlegen, würde es ihm nicht so lange vorenthalten. Um sich heutzutage was leisten zu können muss man entweder mehrere Stellen haben oder Doppelverdiener sein. Durch die „Globalisierung“ (ein Vorwand-, der Neoliberalismus ist das Schwein.) ist der Arbeiter zum Trottel geworden. Es ist schon soweit gekommen, dass die Sesselfurzer zuviel Geld verdienen, weil am Arbeits- Personal gespart wird.Und die bekloppten Ehrenamtlichen bügeln das dann aus. Das würde mir nicht einfallen. So ein Stinktiier aus der Politik z.B. bekommt für eine Rede (außer Diäten und Nebeneinkünften) 20 000 Euro für eine Stunde reden. Was bekommt der Ehrenamliche ?: ein Lob von denen, die mit 7 Mäulern fressen.

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