Während in Wien noch die Verhandlungen zur Syrien-Krise liefen hat US-Präsident Obama beschlossen, Spezialkräfte nach Syrien zu entsenden. Ob dies mit der syrischen Regierung ausverhandelt wurde, ist nicht klar.

Von Marco Maier

Im Wiener Hotel Imperial liefen noch die Verhandlungen zu einer politischen Lösung des Syrien-Konflikts. Doch während US-Außenminister Kerry mit seinen Amtskollegen aus Russland, Saudi-Arabien und der Türkei über eine politische Lösung diskutierte, ordnete US-Präsident Barack Obama bereits die Entsendung von US-Spezialeinheiten in das vom Krieg zerstörte Land an.

Presseberichten zufolge sollen 50 US-Soldaten einer Spezialeinheit hierbei eine "beratende Funktion" ausüben und in den Norden Syriens entsendet werden. Ziel sei es, den Kampf der "moderaten Rebellen" gegen den "Islamischen Staat" (IS) zu koordinieren. Nachdem die bisherigen Ausbildungsmissionen trotz enormem Geldaufwand scheiterten, will Washington nun direkt eingreifen.

Mit der Entsendung von US-Soldaten versucht man seitens der Obama-Administration jedoch offenbar auch den Russen Steine in den Weg zu legen. Denn wenn nun amerikanische Soldaten gemeinsam mit diversen Rebellengruppen herumziehen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit von US-amerikanischen Todesopfern durch russische Luftangriffe. Dies könnte zu einer Eskalation in den amerikanisch-russischen Beziehungen führen.

Indessen wurde bei den Wiener Verhandlungen keine Einigung über die zukünftige Rolle Baschar al-Assads erzielt. Allerdings sollen in zwei Wochen bei der nächsten Verhandlungsrunde auch Vertreter der syrischen Opposition und der syrischen Regierung anwesend sein.

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9 thoughts on “Obama schickt Soldaten nach Syrien”

  1. Ist dieser gottsverdammte kriminelle Kriegsnobelpreisträger jetzt ganz irre? Will dieser Verbrecher und Massenmörder vor dem Herrn, dass Europa unter Atombomben in Flammen aufgeht?

    Die Russen werden wahrscheinlich nicht um einen nuklearen Erstschlag herumkommen, denn sonst werden die irren USraelis ihnen immer näherkommen, erst Irak, dann Syrien, dann Iran und dann am Ende Russland anknabbern. Es wie bei Hyänen, die um die Beute schleichen und immer mal zulangen.

  2. Daß wir uns nicht in irgendeinem Normalzustand befinden, das ist den meisten wohl klar. Obwohl, so klar ist das auch nicht. Nicht nur in Deutschland oder Österreich übertritt die Politik chronisch Gesetze, das geschieht in ganz Europa, das geschieht auf dem ganzen Planeten. Und wir wissen nicht, wie wir diesen Zustand beenden können. – Das ist das erste Eingeständnis, das wir uns machen müssen.

    Die nationalen Gesetzestafeln sind aus der Verankerung gerissen, und die nationalen Organisationen machen mit, die Politik, das Fernsehen, die Kirche, die Gewerkschaften, sie befeuern die Erregung – dabei ist das Völkerrecht aus der Verankerung gerissen, der ganze Planet ist in Bewegung geraten. Das sind tektonische Verschiebungen, mit denen wir es hier zu tun haben, wir sind hilflos – das ist Krieg!

    Alle kämpfen wir auf verlorenem Posten, Amnesty International, die Umweltschutzbewegung, die UNO, die Gruppen und Grüppchen, die sich mit ihrer Aufregung gegenseitig im Internet anstecken, mal miteinander und mal gegeneinander ins Feld ziehen. Wir durchschauen die Aufregung nicht, wer steht wo, und dann klammern wir uns in Verzweiflung an Ideen und Personen, die selber Teil der Bewegung sind.
    Wir finden keinen gemeinsamen Nenner, keinen Halt, keine Ruhepol, von dem aus wir die Bewegung erkennen können, und deshalb hadern wir und handeln immer falsch.

    Wir müssen die Ursache der Bewegung erkennen – das war der Mauerfall! Mit dem Schengener Abkommen, dem Maastricht Vertrag und darauf bezogen Artikel 23 GG, hat die Bundesregierung den Sperriegel gelöst und die tektonische Bewegung in Gang gesetzt. Wir müssen erkennen, daß wir nicht aufgepaßt haben, uns eingestehen, daß wir die Gefahr unterschätzt und den Anfängen nicht gewährt haben, die in Artikel 23 liegen! Solange wir nicht bis ins Knochenmark erschüttert worden sind, alle Hoffnungen auf Besserung fahren lassen, daß alles viel schlimmer ist, als wir es uns je haben träumen lassen – daß wir mitschuldig geworden sind mit falscher Lageeinschätzung und utopischen Erwartungen -, solange werden wir keine Ernüchterung erfahren und immer nur hin- und hergerissen werden.
    Die Ernüchterung über unser falsches Handeln muß einziehen. Die Lebenslüge muß getilgt werden aus unserem Leben. Erst dann werden Tatsachen wieder zu Tatsachen und hören auf, bloße Meinungen zu sein; erst dann können wir überlegen.

    Wenn jemand das Prädikat „Antichrist“ verdient hat, dann ist es – der Katholik – Helmut Kohl!

  3. Ich empfehlen denen, die sich ändern wollen, sich die Arte Doku „Die europäische Hexenjagd“ anzuschauen. Die kriegt man auf youtube. Sie zeigt sehr eindringlich, wie man schuldig wird und mitgerissen, auf dem Weg des Unglücks.

  4. Was uns die Medien zum Syrien-Krieg momentan bieten, ist mehr ein Verwirrspiel als Information (Contra eingeschlossen!). Vor kurzem wurde der irakische Präsident zitiert:“ Wir wollen keine weiteren US-Truppen“. Am 27.10. schrieb die „zeit“, es befinden sich 3500 US-Soldaten zur Beratung und Ausbildung von irakischer Armee und kurdischen Milizen im Irak. Eine weitere Information kam von Vert.minister Carter, wir wollen „moderate Rebellen“ (noch nie gehört) unterstützen und zusätzliche Soldaten vor Ort bringen. Die Ergüsse von Obama nehme ich hingegen kaum noch zur Kenntnis. Es zeichnet sich ein großes Finale ab, das Syrien alles andere als Befriedung bringen wird und die Journaille findet das nicht weiter erwähnenswert. – Schauen wir uns den Süden Syriens an, wo seit Frühjahr 2013 bereits von Israel Ölbohrlizenzen an das US-Unternehmen „Genie Energy“ (mit denTeilhabern Lord J.Rothschild und R.Murdoch und dem Berater D.Cheney) in den besetzten Golan-Höhen vergeben wurden, könnte der Eindruck entstehen, die Beute ist bereits verteilt. (Quelle hierfür:www.israelnetz.com)

  5. In Syrien läuft es ähnlich wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg auf verschiedene Besatzungszonen hinaus. Es ist geplant, es zu filetieren. Natürlich wollen sich die USA und die Türkei jenes Gebiet holen, das ein Aufmarschgebiet gegen Russland darstellen könnte. Syrien ist in seinem jetzigen territorialen Gefüge tot. Die Golanhöhen schnappt sich Israel, ( mit welchem Recht? ) und die Türkei ihren an sie angrenzenden Teil. Wenn die USA Bodentruppen schickt, wird Russland über kurz oder lang, will es nicht an Terrain verlieren, daselbe tun müssen. Der Grund ist die Signalwirkung an andere Partner, die sich auf Russland verlassen. Versagt Russland in Syrien, ist seine bisher aufgebaute Reputation Vergangenheit. Die USA und England, zusammen mit Israel, werden in ihrer kriminellen Trickkiste alles herauskramen, um an ihr Ziel zu gelangen. Für mich stehen die Zeichen auf Konfrontation. Darüber täuschen auch die Gespräche in Wien nicht. Denn man muß seiner Bevölkerung, vor allem im Westen, die Show des Ausreizens jeder gebotenen Verhandlungsmöglichkeit vorspielen, um dann unterBbedauern die militärische Karte als letzten Ausweg zücken zu können.

  6. nun, wenn Obama so will, dann sollen diejenigen der soldaten, die die rechtswidrige, da von Assad nicht genehmigte, invasion nicht verweigern halt plattgemacht werden. schade um die jungs aber was soll man machen?

  7. Ob dies mit der syrischen Regierung ausverhandelt wurde, ist nicht klar.

    Doch, es ist klar.

    Selbst wenn man es nicht wüßte, und raten müsste, wäre es klar.
    GLASKLAR

    ~~~

    PS: Wenn jemand Detail-Infos braucht, was die amerikanischen Soldaten in Syrien gerade tun, bitte kurzen Hinweis: Ich sitze hier gerade vor dem runden Monitor, und sehe mir das an.

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