Russische Cyberangriffe: Die New York Times als Leitmedium für den westlichen Mainstream

Wenn es die renommierte New York Times verkündet, dann muss es doch stimmen. Denn diese hat doch Kontakte in hohe politische und geheimdienstliche Kreise. Für uns ist es klar, die New York Times ist das Propagandblatt der US-Administration und nimmt folglich auch maßgeblichen Einfluss auf unsere westlichen Medien. 

Von Andre Eric Keller 

Als wir heute die Zeitungen kurz "überflogen", oder das Internet anwarfen, konnten wir schön gleichgeschaltet, die von den großen Presseagenturen übernommenen Artikel zum Thema "Cyberangriff aufs Weiße Haus" nahezu im selben Wortlaut in allen relevanten Zeitungen und Magazinen lesen. Viel umgeschrieben wird da nicht. Prüfen muss man auch nicht, denn auch die Presseagenturen sind über jeden Verdacht erhaben, also reicht ein "copy and paste". Jetzt geht alles recht schnell. Der Artikel geht gleich online und in die nächste Printausgabe schafft er es auch noch. Dem Chefredakteur gefällt der Artikel garantiert. Der Herr Chefredakteur ist ja auch ein wertvolles Mitglied in einer dieser transatlantischen Gedankenfabriken (Think Tanks), somit findet dieser Artikel auch beim ihm Gefallen. Alles was gegen Russland geht, ist gut. 

Ein toller Aufmacher allemal. Dieses Thema macht sich auch gut auf der Titelseite. Beiträge über Russland finden die Leser toll. Zumindest die einfachen Konsumenten einer Zeitung oder eines Magazins, welche nicht viel fragen, sondern auch noch dafür zahlen, dass sie einen Artikel vorgesetzt bekommen, der drüben in New York – auf Berufung von Regierungsbeamten – geschrieben wurde und hier in Europa die Leser noch weiter auf einen bevorstehenden Konflikt mit Russland einschwören soll. Mutmaßungen werden somit zu Wahrheiten. Es gilt längst als erwiesen, dass Russland der Aggressor ist, da ist es auch vollkommen logisch, dass der böse Russe auch das Weiße Haus mit Cyberattacken terrorisiert, so die logische Schlussfolgerung.

Scheinbar sind die Herrschaften am anderen Ufer des großen Teichs etwas gelangweilt. Denn im Herbst wurde schon davon ausgegangen, dass russische Hacker Obamas Mails lesen. Dass die NSA hingegen einen Haufen Regierungsvertreter auf der ganzen Welt ausspioniert, wird ausgeklammert. So muss man das Thema Russland anscheindend unbedingt am Köcheln halten. Jetzt ist man sich der ganzen Sache aber völlig sicher. Was aber können die Hacker mit Obamas Privatmails schon großartig anfangen? Oder soll uns das nur suggerieren, dass russische Hacker zu dumm sind, an wichtige Informationen heranzukommen? Ach ne, auch im nichtgeheimen Netz können wichtige Informationen in den Mails enthalten sein. Nun, so wichtig werden die dann doch nicht sein. Alles nur Blendgranaten. 

Wir müssen uns eigentlich nur mehr eine wichtige Frage stellen. Für wie dumm halten die Systemmedien ihre Leser? Offensichtlich für sehr dumm. Es gibt anscheinend immer noch zu wenig Kritik und vor allem zu geringe Einbrüche bei den Verkaufszahlen. Die Mainstreamer fühlen sich sehr sicher. Sie haben absolut keine Angst ihre Existenz und vor allem ihre Daseinsberechtigung zu verlieren. Brauchen wir etwa diese ganzen Publikationen wenn wir doch gleich die New York Times lesen können? Ja, nur wenn wir nicht die englische Sprache beherrschen. Aber selbst die Übersetzung solcher Artikel könnten wir von den "Neuen Medien" übernehmen. Dazu braucht es keine Hundertschaften an Redakteuren, teure Glastürme und Burgen, welche unsere reichen Medienfürsten ihr Eigen nennen. 

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Hier ein paar Schlagzeilen. Machen sie sich ihr eigenes Bild:

New York Times

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Spiegel Online

Zeit Online

Kurier

Der Standard

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3 Kommentare

  1. Warum heißt es "Systemmedien"?

    Tatsächlich müsste es Regime- oder Junta-Medien heißen, denn diese Medien agitieren namens einiger weniger US-Oligarchen bzw. ihrer Junta – mit dem amerikanischen Volk (soweit es das überhaupt in den Reservaten noch gibt) haben sie nichts zu tun.

    Gleiches gilt für deren europäische Außenstelle mit ihrer Unzahl von Kollaborateuren auf allen Ebenen, die ausschließlich zum Schaden ihrer eigenen Völker agieren.

  2. Ich weiß gar nicht was ihr wollt. Das Kabel aus Russland hängt direkt neben meinem T-Kasten, geht an meinem Router vorbei und dann direkt über Dover unter dem Teich durch nach Was hing ten.

    Mein Techniker hat mir persönlich die kleinen gedruckten Buchstaben darauf (made by Putin) gezeigt. Ich habe Stillschweigen gelobt, weil der Russe darf natürlich nicht wissen, das der BND das auch weiß. Immer wenn eine Rückübertragung nach Moskau stattfindet, leuchtet das eigentlich weisse Kabel leicht rötlich im Abendlicht. Selbst gesehen. Mein Hund könnte es auch bestätigen, wenn er nicht farbenblind wäre. Aber er bellt dann immer öfter. Hat Russophobie.

    liebe @MSM: wenn Bestätigung des Russenhack durch Zeugen gewünscht, bitte meinen Medienmakler Gunter Jauche kontaktieren. Für Paketaufträge gibt es Rabatt.

  3. Die Lüge ist ein Privileg der Macht

    Lügen, dürfen nur die, die mächtig sind-, den kleinen  Lügner bestraft das Leben. Wer solche Prachtbauten der Presse sieht, der kann sich ja gut vorstellen, was da gelogen wurde. "Der Ehrliche lebt in einer Hütte".

     

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