Witaly Tschurkin mit Ban Ki Mon. Bild: UN

Moskau betonte die Notwendigkeit der Inklusion des Irans in die Lösung der Krise in Syrien. Als wichtige Regionalmacht und Verbündeter von Syriens Präsident Baschar al-Assad, darf Teheran bei den Verhandlungen nicht außen vor gelassen werden.

Von Marco Maier

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin betonte nach einem Treffen am Donnerstag zwischen den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, die Notwendigkeit der Einbindung des Irans in die Verhandlungen zum Syrien-Konflikt. De Mistura plant eine "Gruppe von Freunden" um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts zu finden und den Krieg zu beenden.

Tschurkin betonte, dass die beiden Regionalmächte Iran und Saudi-Arabien in die Gruppe aufgenommen werden müssen. Bislang wehrten sich insbesondere die Vereinigten Staaten gegen eine Einbindung des Irans, während Saudi-Arabien als wichtiger Financier von Anti-Assad-Milizen und Verbündeter der USA für die Washingtoner Administration kein Problem darstellen dürfte. Bislang spielten die Saudis jedoch auch nur eine untergeordnete Rolle.

Im Gegensatz zu den an militärischen Optionen orientierten USA und deren NATO-Verbündeten, plädierte Russland stets für eine politische Lösung des Konflikts. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte: "Wir betrachten es als einen großen Irrtum, Länder wie den Iran und Saudi-Arabien von der Liste der Unterhändler auszuschließen." Weiters betonte er dass "alle syrischen Nachbarn ohne Ausnahme" am "Verhandlungstisch vertreten sein" sollten.

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Der Syrien-Konflikt kostete Schätzungen zufolge bislang 200.000 Menschen das Leben. Seit der Erstarkung der IS-Milizen, die zu Beginn von den US-Geheimdiensten massiv unterstützt wurden um Präsident Assad zu stürzen, dreht sich die Spirale der Gewalt immer schneller. Ohne eine Unterstützung der syrischen Regierung, die mit aller Vehemenz gegen die IS-Milizen ankämpft, wird die Expansion des "Islamischen Staates" kaum zu stoppen sein.

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