Das Unternehmen Solar Systems könnte bald zum größten Solar-Investor Russlands aufsteigen. Im Reich der Mitte plant man nun in der autonomen Republik Tatarstan im östlichen Teil Russlands die Errichtung einer Mega-Solar-Anlage.

Von Ali Özkök

Olga Bykova, Investitionschefin von Solar Systems, bestätigte gegenüber dem russischen Blatt Vedomosti, dass man im Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von rund 1 Milliarde US-Dollar rechne, das den russisch-tatarischen Solar-Markt in Kürze erreichen werde. Solar Systems ist eine Tochtergesellschaft des chinesischen Konzerns Amur Sirius.

Im Juli 2014 gewann der Solar-Experte eine Ausschreibung zum Bau von insgesamt drei Solar-Anlagen, die insgesamt eine Stromkapazität von 175 Megawatt ausweisen sollen. Das Unternehmen rechnet zwischen 2016 und 2018 mit der Fertigstellung der Projekte.

Allein für den Bau dreier Solar-Anlagen wurden 450 Millionen US-Dollar einkalkuliert. Weitere Millionen-Investitionen sollen folgen. Denn Solar Systems, so wird jedenfalls angekündigt, visiert die Teilnahme an weiteren entscheidenden Solar-Ausschreibungen in Russland an. Angesichts der ambitionierten Expansionsabsichten und der guten Auftragslage in Russland errichtet das von chinesischen Investoren gehaltene Unternehmen eine Solarpanel-Fabrik im Wert von 212,3 Millionen US-Dollar in Tatarstan. Die Investition würden in sechs bis acht Jahren durch die Erträge, die man in Russland zu erwirtschaften glaubt, wieder eingebracht, betonte Bykova.
Russland importiert Know-How und nimmt aktiv dran teil

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Die russische Gesetzgebung zwingt Investoren, sich in Russland niederzulassen, damit heimische Wirtschaftspotenziale nicht durch ausländische Unternehmen verdrängt werden. Zudem sorgt das Gesetz dafür, dass ausländische Investitionen auch der lokalen Bevölkerung zugutekommen, sei es durch die Schaffung von Jobs oder durch den Import von neuen Technologien.

Die Fabrik von Solar Systems in Tatarstan soll jährlich Solarzellen mit einer Leistungskapazität von mindestens 100 Megawatt produzieren. Die russische Föderation ist trotz gigantischer Öl- und Gasvorkommen weltweit der fünftgrößte Produzent von erneuerbaren Energien.

Das Unternehmen werde laut RT bis Ende des Jahres einen Kooperationspartner ins Boot nehmen. „Uns liegen sechs Anträge chinesischer und europäischer Unternehmen vor“, erklärte Bykova. Dieser könnte sich auf Aktienanteile von Solar Systems freuen.

„Wir verhandeln mit einer Reihe von Investoren, Fonds und Banken. Nichtsdestotrotz wäre es verfrüht genaueres darüber zu äußern“, fügte sie hinzu.

Auch Russlands größtes Bankhaus, die Sberbank, aber auch die holländische ING Group und die Internationale Finanz-Corporation (IFC), eine Gesellschaft der Weltbankgruppe mit Sitz in Washington, nehmen an den Verhandlungen teil.

Solar System erwägt die Nicht-Veräußerung eines Aktienanteils von bis zu einem Drittel an der Gesellschaft und die Aufnahme eines chinesischen Bau-Kredits für die Errichtung der Solarpanel-Anlage in Tatarstan.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Eurasia News.

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1 KOMMENTAR

  1. Solarstrahlung im Erdorbit zu schwach für Lösung der Energieprobleme

    Für die lächerlichen 1.250 Watt je Quadratmeter an Solarstrahlung, welche in unserem Erd-Orbit von der knapp 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne ankommen, soviele Menschen über die Energie-Endverbraucherpreise eines total irrsinnigen Desertec-Wüsten-Projektes zu enteignen, zeugt davon wie weit der Mensch sich vom gesunden Menschenverstand durch bezahlte Studien, welche über Medien in die Köpfe transportiert werden, entfernt hat.

    Auf dem sonnennächsten Planeten Merkur sähe die Sache schon anders aus. Der Merkur kommt der Sonne bis auf nur knapp 46 Millionen Kilometer (0,307 astronomische Einheiten) nahe und die dortige Solarstrahlung beträgt stolze 14.700 Watt je Quadratmeter. Dort würde sich jeder private Photovoltaik-Betreiber über die wenigen Quadratmeter der teueren Solar-Panels freuen, die er dort benötigt, um seine eigene Energie zu gewinnen und zu nutzen. Bei näherer Betrachtung der dortigen Temperaturen wird die anfängliche Euphorie wieder zum Albtraum. Denn die Oberflächentemperatur auf dem Merkur beträgt 427°C und die Nacht wird mit -173°C auch recht frostig. Dort muß man zusätzliche Solar-Panels einplanen, wenn man dort sein Eigenheim auf angenehme 22°C halten möchte.

    Uns geht es doch ganz gut auf unserer Erde. Unser Schöpfer hat die Erde in eine Umlaufbahn um die Sonne gesetzt auf der sich prima leben läßt. Wäre sie näher an der Sonne würden manche über die Wärme stöhnen – wäre sie weiter weg, wäre vielen von uns zu kalt.

    Die Energieprobleme, die wir haben resultieren nicht von einem falschen Abstand der Erde zur Sonne, sondern davon, daß unsere Wirtschaft auf Wachstum basiert dessen Ursache unser verzinstes Geldsystem ist, welches auf Schulden basiert. Die sinnvolle Realwirtschaft ist schon seit 1980 ausgewachsen. Alles andere ist pure Energieverschwendung.

    Nachtrag : Die Sonneneinstrahlung steht auch nur 12 Stunden pro Tag zur Verfügung. Die anderen 12 Stunden herrscht bekanntlich die Nacht. Durch die Erdatmosphäre gelangen zudem selbst bei klarem Wetter noch nicht einmal die margeren 1.250 Watt pro Quadratmeter, welche im Erdorbit eintreffen. Mir tun nur die ganzen Besitzer von Photovoltaik-Anlagen leid, die ihre Kohle sinnlos aus dem Fenster geschmissen haben. Wenn man dann noch an die Wolken, Kondensstreifen und Chemtrails denkt, welche den Solarertrag nochmals schmälern, reicht der klägliche Rest gerade für die Begleichung der Fremdkapitalzinsen und die Wechselrichter, welche alle 5 Jahre erneuert werden müssen. Von den Solar-Panels ganz zu schweigen, welche nach 25 Jahren nur noch die Hälfte der Leistung bringen.

    http://aufgewachter.wordpress.com/2012/11/05/solarstrahlung-im-erdorbit-zu-schwach-fur-losung-der-energieprobleme/

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