Islamkritik: Verfahren gegen Dieter Nuhr wurde eingestellt

Weil ein Muslim aus Osnabrück den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze anzeigte, nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Doch diese wurden wegen fehlender "fremdenfeindlicher Gesinnung" Nuhrs und der Tatsache, dass es sich bei der geäußerten Kritik erkennbar um Satire handelt, wieder eingestellt.

Von Marco Maier

Freiheit der Kunst oder schlicht und ergreifend Hetze gegen eine Religionsgemeinschaft? Dieser Frage musste die Osnabrücker Staatsanwaltschaft angesichts der Anzeige gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr nachgehen. Dabei machten die Ermittler zwei Feststellungen: Zum Einen fehle es dem Kabarettisten an einer "fremdenfeindlichen Gesinnung", so dass der Vorwurf der Volksverhetzung keinen Bestand hatte; zum Anderen sei Kriterium der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft nicht erfüllt, da es sich erkennbar um Satire handele.

Nuhr, der sich widerholt kritisch über diverse Praktiken des Islams, insbesondere jener von konservativen Auslegungen, geäußert hat, wurde von einem muslimischen Osnabrücker, der enge Kontakte zur islamisch-konservativen türkischen AKP (der Partei Erdogans) unterhält, angezeigt. Dieser warf Nuhr vor, unter dem Deckmantel der Satire gegen den Islam zu hetzen.

 

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2 Kommentare

  1. Also…. lieber Diedder… so geht das ja mal gar nich… da kannst doch nicht die Religion der Dauerbeleidigten aber sowat von runtermachen…

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    Lieber Herr Nuhr, weitermachen ! ich bewundere Ihren Mut und hoffe noch viel von Ihnen zu hören

  2. Naja, um sein neoliberales Gedönse interessant zu machen muss man auch mal gegen den Islam stinken. Islamkritik mag berechtigt sein. Davon wird das Programm aber nicht besser!

    "Mutter Natur" macht auch schon ewig Gentechnik …. Zitat Nuhr.

    Bloss kreuzt Mama Natur keine Maiskolben mit Fröschen, oder macht  anderen transgenetischen Schwachsinn mit Zeitbombenqualität. Vielleicht werden Sie morgen von grünen, quakenden Maiskölbchen verfolgt, die reihenweise von der Pflanze springen ? Zu wünschen wär's, Herr Nuhr.

     

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