Deutschland: Unterdurchschnittliche Sterbezahlen zu Jahresbeginn

Offenbar hat Covid-19 dafür gesorgt, dass in den ersten Wochen dieses Jahres vor allem jene Menschen in Deutschland starben, die sonst nun durch die Grippe gestorben wären.

Von Michael Steiner

Nachdem die Sterbefallzahlen lange über dem Durchschnitt der Vorjahre waren, sind im Februar weniger Menschen als üblich gestorben. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach einer Hochrechnung am Dienstag mit.

Demnach starben im zweiten Monat des Jahres in Deutschland 81.746 Menschen. Diese Zahl liegt drei Prozent oder 2.632 Fälle unter dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. In der letzten Februarwoche lagen die Sterbefallzahlen bereits elf Prozent oder 2.266 Fälle unter diesem Vierjahresdurchschnitt für eine achte Kalenderwoche.

Die Statistiker führen als möglichen Grund auf, dass beispielsweise die Grippeerkrankungen, die normalerweise zu einem Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang führen, in dieser Wintersaison auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau liegen.

Im Grunde genommen müsste man nun sagen, dass Covid-19 nun quasi den “Job” der Influenza übernommen hat. Für manche Menschen – gerade jene die Angehörige und Freunde verloren haben – mag dies etwas zynisch klingen, doch wenn man sich die langjährigen Statistiken und das Sterbealter der mit bzw. an Covid-19 Verstorbenen genauer betrachtet, ist dieser Schluss nur logisch.

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Behauptungen, wonach die Lockdown-Maßnahmen maßgeblich dazu beigetragen haben, dass nun im Januar und Februar deutlich weniger Menschen mit bzw. an der Grippe versterben, sind unter Berücksichtigung der Fakten (nämlich dieselben Opferkategorien) nämlich absolut nicht nachzuvollziehen und entbehren jeglicher Logik. Vielmehr zeigt es sich, dass die Kritiker der “Corona-Maßnahmen” im Recht waren, als sie auf diese Umstände hingewiesen hatten.

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Vor allem jedoch zeigen die wellenförmigen Verläufe bei den jährlichen Sterbefällen, dass gerade die starken Grippesaisonen zu einer höheren Übersterblichkeit führen, weil im Vorjahr bzw. in den beiden vorangegangenen Jahren die Verbreitung nicht so weit ging und sich dadurch eine größere Anzahl von Menschen mit entsprechenden Vorerkrankungen bilden konnte, die dann eben mit bzw. an so einer Infektion sterben.

Und nicht nur das: auch zeigen die statistischen Zahlen zu den sogenannten Covid-Toten, dass ein erheblicher Anteil von ihnen in den Alten- und Pflegeheimen verstarb. Das heißt: Lockdown oder nicht – es hätte diesbezüglich nichts geändert.

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