Abendland

Mächtige Mauern – das alte Schloss.
Tränen der Freude beim Wiederseh´n.
War fort von hier – sah der Kriege Gespenster
jetzt bleib ich hier – will nicht mehr geh´n
Auf altem Schloss die Säle
warum ging ich fort?
Keiner sagt mir was geschah
als ich fern der Heimat war.
Stickig ist die Luft geworden
keiner sagt mehr was er denkt.
Die von Freiheit reden
haben Freiheit eingeschränkt.
Seh´ überall verstrickt
den Westen in Händel
mit fernem Land –
im Orient sind die Paläste ausgebrannt,
der Westen hat dort jedes Ziel verkannt.
Abendland – Du meine Liebe
dass ich immer bei dir bliebe.
Konnte nicht in Frieden leben
wenn die Welt sich neu gebar
will Dir all mein Schaffen geben.
Seh´ Dich an – bist wunderbar.

Du hast an Dir erfahren
wie schrecklich Kriege sind.
Nun bist Du mit denen in Kabul gefahren
die damals mit den gleichen Fahnen
Dir Deinen Lebensatem nahmen.
Dein Herz zeigt noch die Narben,
Wunden die fremder Geist Dir schlug.
Für Geld ist doch nicht all´ s zu haben,
wann hat ein Mensch davon genug ?
Für Geld und Öl zu töten
das ist niemals Dein.
Erlaube Dir Du selbst –
das Abendland zu sein.

Von Hans-Jürgen Klose

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