Corona-Lockdown: Arbeitsminister Heil fordert Öffnungsstrategie

Auch Bundesarbeitsminister Heil fordert eine Öffnungsstrategie aus dem Lockdown, doch verfrühte Lockerungen lehnt der SPD-Politiker ab.

Von Redaktion

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat baldige Beschlüsse für einen schrittweisen Lockdown-Ausstieg eingefordert. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hätten am Mittwoch vereinbart, „dass Bund und Länder bis zum nächsten Gipfel eine Öffnungsstrategie entwickeln. Das heißt: Beim nächsten Gipfel muss es dann auch zu Entscheidungen kommen“, sagte Heil im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Der nächste Corona-Gipfel wurde für den 3. März angesetzt.

Zwar warnte auch Heil vor verfrühten Lockerungen. „Jetzt breit zu öffnen würde dazu führen, dass die Zahlen schnell wieder hochgehen“, sagte er angesichts der Gefahr durch Mutationen und der Eskalation etwa in Tschechien. „Das dürfen wir nicht riskieren, denn das wäre der größere Schaden für unsere Gesellschaft und die Wirtschaft. Wir müssen vorsichtig Schritt für Schritt aus dem Lockdown kommen“, sagte er und nannte es richtig, Kitas und Grundschulen zuerst zu öffnen, auch wenn andere Bereich dann warten müssten. „Aber klar: Ich kann den Unmut und die Ungeduld verstehen“, sagte der Minister.

Auch habe es „zu Recht für Empörung gesorgt“, dass die Hilfen für Gastronomie, den Kulturbereich und den Einzelhandel „schleppend und spät angelaufen“ seien. „Aber der Bundeswirtschaftsminister hat uns versprochen, dass er nacharbeitet, sodass das Geld schnell ankommt“, machte Heil Druck auf Peter Altmaier (CDU).

Eine Rückkehr der Massenarbeitslosigkeit durch den verlängerten Lockdown befürchtet Heil indes nicht. „Die Arbeitslosigkeit ist seit Corona um etwa ein Prozent angestiegen, ungefähr 600.000 Menschen sind zusätzlich auf Jobsuche“, sagte er. Aber mit dem Kurzarbeitergeld habe der Staat „millionenfach Massenarbeitslosigkeit erfolgreich verhindert – und zugleich dafür gesorgt, dass die Wirtschaft nach der Krise direkt wieder durchstarten kann“.

Loading...
Lesen Sie auch:  Viel Glück, Dr. Fuellmich!

Das dauere länger, als viele im letzten Jahr vorhergesagt hätten, weil uns die Corona-Krise länger im Griff habe. „Aber in diesem, spätestens im kommenden Jahr wird die Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnen, sodass wir auch am Arbeitsmarkt wieder vorankommen und das aufholen, was wir wegen Corona verlieren“, sagte Heil.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. Die merken doch ganz genau, daß es immer mehr rumort und diese Handlungsweise nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, wollen sie nicht Gefahr laufen entmachtet zu werden.

    Diese Corona-Nummer war ehedem nur eine Schmierenkomödie um darunter andere Interessen durchzusetzen und jedermann weiß doch, daß mit Viren und deren Gefährlichkeit, insbesondere im Atmungsbereich bei Geschwächten nicht zu spassen ist und solange sich die Opferzahlen nicht schlagartig in einem großen Ausmaß im Millionenbereich nach oben bewegen ist es als saisonale Welle zu betrachten, die schon immer ihre Opfer forderte, was zwar schlimm ist für den Betroffenen, aber dadurch nicht besser wird, wenn man es nur noch als Teufel an die Wand malt.

    Die Influenza wütet gleichermaßen schon seit Jahrzehnten durch die Welt und die Todesrate ist mal höher, mal niedriger und die spanische Grippe hat schon mal 50 Mill. Tote gefordert und so kommt es immer wieder zu neuen Ausbrüchen und was das seltsame dabei ist, das der Virenstamm der Influenza plötzlich nicht mehr vorhanden ist, was sehr unnatürlich erscheint und man davon ausgehen kann, daß er statistisch zu Coronaviren erklärt wurde, was die Gesamtbetrachtung zwar verfälscht, aber egal ist, wenn es den eigenen Zielen dienlich ist.

    Diese Vera….. ganzer Gesellschaften, indem man nicht mit Beharrlichkeit das Problem angeht und zwar mit Sorgfalt um nicht noch mehr Schäden zu verursachen, kommen sie nun mit der Brechstange nach SED-Manier und bekämpfen es mit Mitteln die nicht ausgereift sind und das neue Virus schon seit mehreren Jahrzehnte bekannt ist und nichts gemacht wurde und mit der Verimpfung mit schwachem Wirkungsgrad und neuen Risiken soll nun alles wieder zurückgeführt werden und dagegen sprechen auch die Erfahrungen der Grippeimpfung, wo nur 12% der Probanten vor schwersten Schäden geschützt wird und die anderen mehr oder weniger die Krankheit durchlaufen und der Rest der Gefährdeten genauso stirbt.

    Am schlimmsten ist die Widersprüchlichkeit in ihrem gesamten Handeln seit dem Ausbruch der neuen Viren und wer sich nur im gegenseitigem Einverständnis von Gleichgesinnten beraten läßt macht sich ehedem verdächtig, denn dazu gehörten alle Meinungen, ob so oder so und erst dann könnte man an die Sache herangehen um der Gefahr zu begegnen.

    Da dies aber nicht gewünscht und verhindert wird kann man davon ausgehen, daß andere Gründe der Vater des Gedankens sind und das merken viele und lehnen sich dagegen auf und das ist ihr gutes Recht, denn bei derzeitiger Lage kann niemand eine eigene Unfehlbarkeit beanspruchen, die kann genauso daneben liegen, wie die Ansicht der Gegenseite.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.