USA: 10x mehr Covid-Fälle als offiziell angegeben?

Während das Establishment vor einer „zweiten Welle“ bei Covid-19-Erkrankungen warnt, geht die CDC von einer deutlich höheren Infektionsrate in den USA aus.

Von Redaktion

Während Beamte des öffentlichen Gesundheitswesens darüber streiten, ob in den USA die Sterblichkeitsrate für Coronaviren Ende April / Anfang Mai wieder auf ihren tödlichsten Höchststand zurückkehren wird, gab die CDC gerade eine Warnung heraus, in der behauptet wird, dass die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Amerikaner wahrscheinlich zehnmal höher ist als offiziell angegeben wird.

Wenn dies stimmt, würde dies bedeuten, dass die Gesamtzahl der Fälle allein in den USA näher bei 20 Millionen liegt. Diese Zahlen basieren auf den Ergebnissen einiger Überwachungsrunden unter Verwendung von Antikörperdetektionstests. Während die CDC zu den Zahlen steht, haben einige Experten Fragen zu Antikörpertests und ihrer Anfälligkeit für falsch positive Ergebnisse aufgeworfen.

Einige Überwachungsrunden im Bundesstaat New York und in New York City haben jedoch ergeben, dass bis zu ein Fünftel der getesteten Personen (in NYC) positiv auf Antikörper getestet wurden.

Wenn dies zutrifft, würde die Schätzung darauf hinweisen, dass der Prozentsatz der US-Todesfälle aufgrund der Krankheit niedriger ist als angenommen. Mehr als 120.000 Amerikaner sind an bzw. mit der Krankheit gestorben, seit sich Sars-CoV-2 Anfang dieses Jahres ausgebreitet hat.

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Mit 20 Millionen Infizierten liegt die Sterblichkeitsrate in den USA bei nur 0,6 Prozent. Dies würde auch erklären, warum die Todesfälle trotz der Diagnose neuer Infektionen weiter auf ein Plateau gesunken sind oder sogar einen niedrigeren Trend aufweisen. Ein häufig zitierter Epidemiologe aus Harvard, Dr. Eric Feigl-Ding, sagte, er halte die Zahlen angesichts seiner Erfahrung mit serologischen Tests für „angemessen“.

In dem Bericht wurde auch auf die Aussage eines Beamten verwiesen. „Wir haben aus Florida und Texas gehört, dass etwa die Hälfte der neu gemeldeten Fälle Personen unter 35 Jahren sind und viele von ihnen asymptomatisch sind“, sagte ein Beamter.

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Nimmt man nun den Umstand her, dass sich das Virus offenbar bereits einen Großteil der Anfälligen „geholt“ hat, kann man davon ausgehen, dass die Sterblichkeitsrate bei einer weiteren Ausbreitung wahrscheinlich weiter sinken dürfte. Schon die letzten Wochen zeigten in den Vereinigten Staaten sinkende Zahlen bei den neuen Todesfällen die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden.

Entwicklung der Covid-Fälle und -Todesfälle, sowie der Tests in den USA.

Wie die obige Grafik verdeutlicht, sorgt eine Ausweitung von Tests dafür, dass auch mehr neue Infektionsfälle bekannt werden. Doch trotzdem sinken die täglichen Todesfälle (die man in der Grafik eigentlich entsprechend verschieben müsste, da die meisten mit dem Virus Infizierten rund zwei Wochen nach Feststellung einer Infektion versterben). Der Grund? Bei immer mehr jüngeren Menschen wird das Virus nachgewiesen. Doch diese stecken die Infektion zumeist relativ gut weg.

Was man in Bezug auf die Mortalitätsrate in den Vereinigten Staaten auch noch mit berücksichtigen sollte: das Land ist bekannt dafür, einen sehr hohen Prozentsatz an (schwer) Übergewichtigen zu haben. Und nicht nur das: Meldungen zufolge haben sich die Amerikaner in den Lockdown-Wochen noch mehr Hüftspeck zugelegt, weil sie mehr aßen und sich weniger bewegten.

Das heißt aber auch, dass die Lockdowns die Sterblichkeitsrate im Fall einer Ausweitung der Infektionen unter Umständen sogar noch erhöhen könnten, da Übergewichtige (zusammen mit jenen die an Bluthochdruck, Herzproblemen oder Diabetes leiden) zu den Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe gehören.

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