Covid-Lockdowns: Millionen zusätzliche Tuberkulose-Tote?

Mit den Lockdowns will man offiziell Menschenleben retten. Doch man bringt dadurch andere Menschen in große Gefahr. Zum Beispiel Tuberkulose-Patienten.

Von Redaktion

Seit der Ausbruch des Coronavirus Ärzte und Krankenhäuser auf der ganzen Welt gezwungen hat, die meisten anderen medizinischen Behandlungen zu verschieben, um sich zu 100 Prozent auf die Bekämpfung des Ausbruchs zu konzentrieren, haben Fehler in den Impfroutinen zum Wiederauftreten von Krankheiten wie Polio und Masern geführt.

Auch andere Krankheiten werden nicht mehr effektiv behandelt, sowie deutlich weniger Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt.

Angesichts dieses Trends warnte ein Notarzt und Überlebender des Coronavirus in der Bronx, dass die USA ihre Coronavirus-Lockdowns aufgrund der bevorstehenden Welle von Gesundheitsproblemen jetzt genauso gut beenden könnten.

Und jetzt berichtet sogar der britische Guardian, eine Zeitung, die sich für längere Lockdowns eingesetzt hat, dass Tuberkulose-Fälle auf der ganzen Welt voraussichtlich zunehmen werden.

Loading...

Bis 2025 werden voraussichtlich bis zu 6,3 Millionen Menschen an Tuberkulose erkranken, und es wird erwartet, dass 1,4 Millionen Menschen sterben, wenn Fälle während der Lockdowns nicht diagnostiziert werden und unbehandelt bleiben. Dies wird die weltweiten Bemühungen zur Beendigung der Tuberkulose um fünf bis acht Jahre zurückwerfen.

„Die Tatsache, dass wir auf die Zahlen bis 2013 zurück zugegriffen haben und so viele Menschen sterben, ist für mich eine Übelkeit“, sagte Lucica Ditiu, Geschäftsführerin der Stop TB Partnership. „Ich bin empört darüber, dass wir so viel verlieren, wenn wir nicht in der Lage sind, zu kontrollieren, was wir tun … und bestehende Programme vergessen, angefangen mit dem Verlust des Lebens von Menschen.“

Es gibt keinen TB-Impfstoff für Erwachsene, nur für Kinder. Einige TB-Spezialisten haben sich über die Tatsache geärgert, dass so viele Impfstoffkandidaten für Covid-19 in Arbeit sind, während dringend benötigte TB-Impfstoffe für Erwachsene keine Finanzierung erhalten können, weil sie einfach nicht genug Profit abwerfen würden.

Lesen Sie auch:  Big Pharma wird von Covid-Impfstoff-Haftungsansprüchen befreit

Während es seit hundert Jahren nur einen Impfstoff für Tuberkulose gebe und zwei oder drei Impfstoffkandidaten in der Entwicklung stehen, gebe es für eine 120 Tage alte Krankheit bereits rund 100 Impfstoffkandidaten, so Ditiu der Zeitung. Und weiter:

„Die Angst, die wir in der Gemeinde haben, ist, dass Forscher nur einen Impfstoff gegen Covid entwickeln wollen. Das steht jetzt auf der Tagesordnung aller und nur sehr wenige konzentrieren sich weiterhin auf die anderen [Krankheiten]. Wir haben keinen Impfstoff gegen TB, wir haben keinen Impfstoff gegen HIV, wir haben keinen Impfstoff gegen Malaria und von alledem ist TB die älteste Krankheit. Warum also diese Reaktion? Ich denke, weil wir eine Welt der Idioten sind. Was soll ich sagen?“

Die Daten wurden am Mittwoch veröffentlicht. Sie basieren auf einem dreimonatigen Lockdown und einer zehnmonatigen Wiederherstellungsdauer nach Aufhebung der Sperrung. Die Forschung wurde von der Stop TB Partnership in Auftrag gegeben, die mit dem Imperial College London, Avenir Health und – nehmen Sie das – Johns Hopkins University (Die dabei hilft, den globalen Covid-Ausbruch zu verfolgen und Forschung zu betreiben).

TB tötet jährlich rund 1,5 Millionen Menschen, mehr als jede andere Infektionskrankheit. Doch dies kümmert kaum jemanden. Warum? Weil es vor allem die ärmeren Menschen dieses Planeten betrifft, während das Coronavirus auch das Establishment bedroht. Wenn nun noch mehr Menschen an der Krankheit sterben, weil sämtliche Kapazitäten für Covid-19 verschwendet werden, wird das offenbar einfach so hingenommen. Genauso wie die vielen anderen zusätzlichen Todesfälle aufgrund der dadurch entstehenden medizinischen Unterversorgung.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.