Shutdowns kosten Deutschlands Wirtschaft Unsummen

Jede Woche Shutdown kostet deutschlands Wirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag, so der BDI. Das wirkt nach. Und wozu das Ganze?

Ein Gastbeitrag von Hans-Jörg Häfele

Wie die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Aufträgen und Umsätzen des Verarbeitenden Gewerbes zeigen, treffen die Lockdown-Maßnahmen die deutsche Wirtschaft hart. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht darin seine “schlimmsten Befürchtungen” bestätigt, wie Hauptgeschäftsführer Joachim Lang mitteilte.

Die Coronakrise treffe die Wirtschaft mit voller Wucht. “Eine Erholung hin zum Niveau der wirtschaftlichen Aktivität vor der Krise wird gesamtwirtschaftlich definitiv erst im übernächsten Jahr machbar sein”, so Lang. Jede Woche eines Shutdowns koste die Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung. Der Einschnitt lasse sich nicht lange aushalten und erzeuge massive Wohlstandsverluste und dauerhaften Schaden in Wirtschaft und Gesellschaft.

Wir sprechen hier von ansonsten recht gesunden Unternehmen, die durch die harten Maßnahmen der Politik in die Insolvenz getrieben werden. Da gehen Produktionskapazitäten und Know-How verloren, die nicht mehr so leicht ersetzt werden können. Das hat nachhaltige negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaftsleistung.

Offenbar denken die Politiker, dass man die Wirtschaft wie einen Computer oder einen Fernseher einfach so abschalten und nach einer gewissen Zeit wieder anschalten kann, ohne dass dies nachgelagerte negative Auswirkungen hätte. Doch dem ist nicht so. Selbst wenn es in beispielsweise sechs Monaten wieder mehr oder weniger “normal” sein würde, wären die Nachwirkungen weiterhin zu spüren.

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Ganze Lieferketten brechen zusammen, weil einzelne Unternehmen in den Ruin getrieben werden. Und nicht zu vergessen, dass andere Unternehmen die gerade noch so durchkommen würden wegen den Insolvenzen ihrer Kunden ebenfalls kaputt gehen werden. Da sind neue Kredite (die irgendwann irgendwie zurückgezahlt werden müssen) und mickrige Staatshilfen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Wir sprechen hier von einem direkten volkswirtschaftlichen Schaden von wohl zwischen 500 Milliarden und einer Billion Euro für Deutschland – plus Folgeschäden für die kommenden Jahre von mindestens zwei Billionen Euro. Und wozu das Ganze? Um vielleicht 100.000 Menschen, die wahrscheinlich ohnehin in den kommenden Monaten an der Grippe, einer Lungenentzündung, einem Herzinfarkt und so weiter gestorben wären vorübergehend zu retten.

Das mag sarkastisch klingen, aber die bislang verfügbaren Zahlen zeigen, dass mindestens 98 Prozent aller Todesfälle mit Covid-19 ohnehin schon sehr schwere Vorerkrankungen hatten. Das heißt: deren restliche Lebenserwartung war ohnehin schon sehr stark reduziert. Und dafür setzen wir unseren Wohlstand aufs Spiel?

Ich selbst gehöre als Mann (rund 62 Prozent aller New Yorker Todesfälle waren männlich) mit 65 Jahren einer Risikogruppe an. Laut den Daten von New York City Health sterben 24,6 Prozent aller positiv Getesteten an der Infektion, auch wenn rund drei Viertel davon bestätigterweise schwere Vorerkrankungen hatten und nur ein Bruchteil keine oder unbekannte Vorerkrankungen hatten. Das heißt, wenn es mich erwischt, ist die Wahrscheinlichkeit größer zu sterben als wenn ich noch in den 30ern oder 40ern wäre.

Aber ich will mein Leben selbstbestimmt leben. Ich bin alt genug um angesichts des Virus im Alltag etwas vorsichtiger zu sein. Doch ich möchte nicht der Grund dafür sein, dass die Bundesregierung das Land an die Wand fährt, nur weil man mich vor etwas “schützen” möchte, das eventuell meinen Tod verursachen könnte. Dann müssten sie mir nämlich auch mein Auto wegnehmen, weil ich damit einen Unfall bauen könnte – oder meinen Rotwein, den ich gerne mal zum Essen trinke.

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Wegen einer “etwas schlimmeren Grippe” fahren wir unsere Wirtschaft an die Wand, zerstören zehntausende Existenzen und schaffen uns Probleme, die noch mehrere Jahre nachwirken werden. Das steht nicht in Relation dazu, was wir durch die Lockdown-Maßnahmen gewinnen. Es geht hierbei auch um meine Kinder und Enkelkinder – und um deren Zukunft.

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