Beginnt Israel, hinter den Kulissen engere Beziehungen zur Türkei aufzubauen?

Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass Präsident Donald Trump zweifellos Benjamin Netanyahus wichtigster diplomatischer und strategischer Verbündeter ist. Und der Besuch von Außenminister Mike Pompeo in Israel am 13. Mai hat erneut bewiesen, dass dies der Fall ist. Der US-Regierungsvertreter und die neue Einheitsregierung von Benjamin Netanyahu diskutierten Pläne zur Annexion des Westjordanlandes und des Jordantals, die iranische Bedrohung und die Festigung der iranischen Positionen in Syrien.

Die Annexion, die in dem von US-Präsident Donald Trump enthüllten und als „Deal of the Century“ bezeichneten Plan zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts festgelegt ist, war ein wichtiges Versprechen, das Benjamin Netanjahu im Wahlkampf gegeben hatte. Und jetzt will der israelische Premierminister während der Amtszeit von Donald Trump sein Wort halten. Gemäß der Vereinbarung der Einheitsregierung kann Benjamin Netanjahu den Annexionsvorschlag nach dem 1. Juli der Knesset (dem nationalen Einkammer-Gesetzgeber Israels) vorlegen.

Damit diese Pläne erfolgreich sind und verschiedene Lösungen für israelische Probleme sichergestellt werden können, müssen sie von Washington unterstützt werden. Deshalb hat Benjamin Netanyahu mehr als einmal seine Bereitschaft gezeigt, die Initiativen und Strategien der USA im Nahen Osten zu unterstützen. Dies gilt insbesondere für die gemeinsamen Bemühungen der beiden Länder, den Iran zu bekämpfen, der aufgrund seiner mächtigen Armee heutzutage von Tel Aviv als zentrale Bedrohung für die israelische Dominanz in der Region angesehen wird. Da Israel weiterhin Befehle von Washington entgegennimmt, soll es Chaos und Chaos unter den pro-iranischen Kämpfern in Syrien verursachen, die sich den Vereinigten Staaten widersetzen, indem es regelmäßig Luftangriffe gegen sie durchführt.

Obwohl es für Israel eindeutig nachteilig ist, seine Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu China zu beschädigen, gab Tel Aviv angesichts der zunehmenden Konfrontation zwischen Washington und Peking kürzlich unter dem Druck der Vereinigten Staaten bekannt, dass es bereit sei, das Angebot des in Hongkong ansässige Konglomerats CK Hutchison Holdings zu überdenken, welches die größte Entsalzungsanlage der Welt im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar bauen will.

Da Benjamin Netanjahu ohne Zweifel Washingtons Pläne zur Neukonfiguration des Nahen Ostens unterstützte, war er gezwungen, die Beziehungen Israels zu einer Reihe von Ländern in der Region zu revidieren. Und da Washington nun beschlossen hat, mit Ankara ein listiges Spiel zu spielen, um es von Russland zu lösen, hat Israel kürzlich begonnen, seine Beziehungen zur Türkei anzupassen, die sich in den letzten Jahren erheblich abgekühlt hatten.

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Eine Analyse von Valery Kulikov.

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Ein Kommentar

  1. „Seit 2016 verhandelt China mit Israel über ein Freihandelsabkommen. In diesem Zusammenhang hat die Shanghai International Port-Group die Konzession der Häfen Haifa und Ashdod erworben, wodurch China ab dem Jahr 2021 90 % des israelischen Handels kontrollieren wird. Bright Food hat bereits 56 Prozent der Genossenschaft der Tnuva Kibbuzim erworben und könnte seine Beteiligung erhöhen, so dass China den größten Teil des israelischen Landwirtschafts-Marktes kontrollieren wird. Der Gründer des online-Geschäftes Alibaba, Jack Ma, der mit der offiziellen chinesischen Delegation nach Tel Aviv kam, hat aus seiner Absicht keinen Hehl gemacht, viele israelische Start-ups kaufen zu wollen, um ihre Hochtechnologie zu erwerben.
    Die Waffenindustrie ist der einzige Sektor der israelischen Wirtschaft, der dem chinesischen Appetit standhält. Im September hat Professor Shaul Horev mit Hilfe des amerikanischen Hudson Institute eine Konferenz an der Universität Haifa abgehalten, um die Generalstabs-Offiziere des Pentagon auf die Folgen der chinesischen Investitionen aufmerksam zu machen. Die Redner betonten insbesondere, dass diese Verträge das Land einer intensiven Spionage aussetzten, und den Betrieb des Hafens für die mit Atomraketen bestückten U-Boote und ihre Verbindungen mit der 6. US-Flotte gefährdeten.
    Der ehemalige Direktor des Mossad, Ephraim Halevy, dessen Nähe zu den Vereinigten Staaten bekannt ist, betonte, dass der Nationale Sicherheitsrat diese Investitionen nie diskutiert habe. Sie seien nur nach einer Logik der Geschäftsmöglichkeit entschieden worden. Daher stellt sich die Frage, ob Washington diese Annäherung zwischen Tel Aviv und Peking autorisiert hat.“
    Quelle: voltairenet
    Pompeo war in Israel weil die USA nicht wissen wie weit Israels Wirtschaft schon von China abhaengt.

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