Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen – Maaßen hat Recht

Hans-Georg Maaßen kritisiert die fehlende Ausgewogenheit bei den Öffentlich-Rechtlichen. Sie würden die Polarisierung vorantreiben.

Von Michael Steiner

Nicht erst seit dem „Umweltsau“-Lied steht der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk in Deutschland in der Kritik. Es ist allseits bekannt, dass selbst die täglichen Nachrichten (tagesschau, heute) wertend-moralisierend sind und sich die Moderatoren und Journalisten als „Influencer“ verstehen und in ihrer Arbeit einen Bildungs- und keinen Informationsauftrag sehen.

Dies wird nun von Ex-Bundesverfassungspräsident Hans-Georg Maaßen kritisiert. Er macht die Medien generell für die Polarisierung der deutschen Gesellschaft mitverantwortlich. Bei einer CDU-Veranstaltung in Landsberg bei Halle an der Saale am Mittwochabend betonte er, dass diese ihrem Informationsauftrag „nur in Teilen gerecht werden.“ Insbesondere für die Öffentlich-Rechtlichen würde dies gelten.

Er sei überzeugt, dass dort Reformen nötig seien, denn die Berichterstattung sei nicht ausgewogen. „In einer demokratischen Gesellschaft sind Medien unerlässlich“, so Maaßen. Ziel müsse es sein, „friedlich und ohne Spannungen miteinander zu leben“.

Allerdings erlebe er immer häufiger, dass man nicht mehr miteinander rede. Das sei ein Zustand, „der die Demokratie langsam erodieren lässt“. Auch mit „radikalen und extremen Menschen“ müsse man als Demokrat reden, auch wenn man deren Meinung nicht teilen müsse, fügte Maaßen hinzu.

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Was er nicht anspricht, ist die geopolitische Ausrichtung der Öffentlich-Rechtlichen. Wenn strikte Transatlantiker wie der „heute“-Moderator Claus Cleber (Atlantik-Brücke-Mitglied) die Nachrichten verliest, wird dies immer wieder deutlich. Auch andere Moderatoren und Journalisten machen aus ihrer persönlichen Einstellung keinen Hehl.

Doch gerade beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, der die Interessen aller Bürger vertreten sollte, wäre Ausgewogenheit angebracht. Es genügt schon, dass die privaten Medienkonzerne die Agenden ihrer Eigentümer vorantreiben, da müssen ARD, ZDF & Co nicht auch noch dabei mitmischen.

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Ein Kommentar

  1. Und wieder einmal hat er damit recht. Keine Lehren aus der NS- und der DDR-Zeit gezogen, offensichtlich sind deformierte Demokratien zu einfachsten Erkenntnissen nicht mehr fähig. Man erinnere sich nur an die herablassende Beurteilung der SED-Medienpolitik, und heute wandeln diese Charakterlosen auf den gleichen Wegen! Welch eine armselige Moral…
    Der Fisch stinkt vom Kopfe her.

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