Erdogan ruft zum Boykott französischer Produkte auf

Der türkische Präsident, Recep Tayyib Erdogan, ruft seine Landsleute zum Boykott französischer Produkte auf. Die Franzosen seien „islamophob“.

Von Redaktion

In einer Eskalation des Streits zwischen Frankreich und der Türkei darüber, dass Paris Islamophobie toleriere und fördere, rief der türkische Präsident am Montag zu einem umfassenden öffentlichen Boykott französisch hergestellter Waren auf.

„Ich rufe unser Volk auf, niemals französische Produkte zu kaufen“, sagte Recep Tayyib Erdogan bei der Eröffnungszeremonie einer Woche in der Hauptstadt Ankara zu Ehren der Geburt des Propheten Mohammed, wobei er auf die Mohammed-Karikaturen hinwies, von denen in Frankreich der Streit gespeist wurde, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu.

Er bedauerte die angeblich zunehmende Islamophobie in Europa und sagte, die Feindseligkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen sei in einigen europäischen Ländern zur Staatspolitik geworden, eine Politik, die Unterstützung auf hoher Ebene genieße.

In seiner Ansprache an seine globalen Amtskollegen forderte Erdogan, der selbst der islamistischen Muslimbruderschaft angehört: „Wenn es in Frankreich Verfolgung gibt, lasst uns die Muslime gemeinsam schützen“.

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Er fuhr fort, dass es falsch sei, wenn das Europäische Parlament, wenn es sich zu jedem Thema im Zusammenhang mit der Türkei zu Wort melde, angesichts der grassierenden Islamophobie schweigen würde. Dabei zeigt sich allerdings auch der Wertekompass des türkischen Staatschefs, der Meinungs- und Kunstfreiheit verdammt und offenbar Sympathie für den Mörder empfindet.

Anfang dieses Monats bezeichnete der französische Präsident Emmanuel Macron den Islam als eine Religion „in der Krise“ und kündigte Pläne für schärfere Gesetze an, um den, wie er es nannte, „islamistischen Separatismus“ in Frankreich zu bekämpfen.

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Er verurteilte den Mord an einem französischen Lehrer, der im Unterricht Karikaturen des Propheten Mohammed zeigte, sagte aber, Frankreich werde „unsere Karikaturen nicht aufgeben“. Immerhin ist Frankreich eine laizistische Nation in der auch religiöse Karikaturen erlaubt sind.

Mehrere arabische Länder sowie die Türkei, der Iran und Pakistan haben die Haltung Macrons gegenüber Muslimen und dem Islam verurteilt, wobei Erdogan am Sonntag sagte, der französische Führer brauche „geistige Behandlung“. Nach den Äußerungen Erdogans hat Frankreich seinen Botschafter in der Türkei zurückgerufen.

 

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Ein Kommentar

  1. Aus dieser Nummer kommen doch die Westeuropäer nicht mehr heraus und deshalb ist es unerheblich wer wem droht, denn der Islam hat doch hierzulande schon längst über seine Anwesenheit und seine Symbole Fakten geschaffen und was die Politiker von sich geben ist doch nur Augenwischerei.

    Die Zeit wird es zu Gunsten des Islams richten, weil er die richtige Strategie verfolgt, durch langsames Einsickern und stetige Vermehrung Majoritäten zu generieren und haben sie erst mal einen gewissen Anteil an der Bevölkerung werden wir nach ihrer Pfeife tanzen, manche Parteien werden doch schon heute von ihren Abgesandten beeinflußt und der Rest ergibt sich von selbst, das ist nur eine Frage von Zeit, bis der Halbmond über Europa weht und das alles durch die Dummheit der Verantwortlichen, denen jede Vorstellungskraft über den Islam fehlt um ihn jemals zu begreifen.

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