China will mehr ausländische Direktinvestitionen

Peking möchte mehr ausländisches Kapital und auch ausländische Fachkräfte anlocken. Dazu sind mehrere Maßnahmen geplant.

Von Marco Maier

Der Marktzugang in China soll nach Willen des Staatsrats unter Vorsitz von Premierminister Li Keqiang für ausländische Unternehmen erweitert werden. Auch eine Verbesserung der Unternehmensbedingungen ist geplant. Der auf Negativliste basierende Marktzugang für ausländisches Kapital, der bereits in den elf Freihandelszonen des Landes ausprobiert wird, werde so bald wie möglich landesweit eingeführt, und mehr Sektoren würden weiter für ausländische Direktinvestitionen geöffnet, wurde auf dem Treffen beschlossen. Gewinnen von auslandsinvestierten Unternehmen wird freier Ausstrom aus China garantiert.

Auch sollen, so der Staatsrat, verstärkt ausländische Fachkräfte angeworben werden. Detaillierte Richtlinien für Visa-Anträge und Bewertungsmaßstäbe für einen erweiterten Zugang zu ausländischen Talenten werden in der zweiten Hälfte des Jahres entwickelt. Fünf bis zehn Jahre gültige Visa mit mehrmaliger Einreise werden für qualifizierte Expats ausgestellt. "Der Einstrom von Auslandskapital ist zentral für China, um eine relativ schnelle Wachstumsrate aufrechtzuerhalten", so Li. "Unsere Industrien sind allgemein am niedrigeren Ende der globalen Wertschöpfungskette. Wir müssen eine starke Willkommensnachricht für Auslandsinvestitionen aussenden."

Die Volksrepublik verzeichnete im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum im ersten Halbjahr dieses Jahres bei den ausländischen Direktinvestitionen ein Minus von 0,1 Prozent. Diese beliefen sich in den ersten sechs Monaten demnach auf 441,54 Milliarden Yuan (ca. 56 Milliarden Euro). Allerdings stieg die Zahl der neu gestarteten ausländischen Unternehmen in China laut dem Handelsministerium im selben Zeitraum um 12,3 Prozent.

Als Anzeichen einer Stabilisierung der ausländischen Direktinvestitionen stieg im Juni der Einstrom um 2,3 Prozent im Jahresvergleich auf 100,45 Milliarden Yuan. Steueraufschub wird auf ausländische Investoren ausgeweitet, wenn ihre lokalen Gewinne in Vorzugsbereiche investiert werden. Der Ausstrom von ausländischen Direktinvestitionen in die westchinesischen und nordostchinesischen Gebiete wird extra Unterstützung bekommen. "Wir müssen sicherstellen, dass die politischen Maßnahmen der Reduzierung von Steuern und Gebühren vollständig umgesetzt werden", so Li.

8 comments

  1. Liebe Chinesen, ihr braucht also zusätzliche Fachkräfte. Dann schaut nach Deutschland und lernt. Uns ist es gelungen, in kürzester Zeit über 1 Mio. Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Nebenbei sollte man aber auch nicht unterschätzen, welche kulturelle Bereicherungen diese Menschen für ein Land bereitstellen. Aus dem ehemalig völlig verwahrlosten Deutschland ist ein Ort des Wohlstandes, des Friedens und des Glücks geworden. Gerade der Islam, als Religion der Nächstenliebe und Toleranz, würde auch in China seinen wohltuende Wirkung verbreiten.

  2. wenn der grossteil der ausländischen fachkräfte mitsamt der direktinvestitionen mal nicht aus israel kommen wird - Sputniknews meldet einen sehr grossen touristenandrang aus china dorthin. 

  3. China braucht Fachkräfte?

    Davon sind gerade 1 Mio. in Deutschland eingetroffen, quasi reine "Goldstücke".

    Wir sollten den Chinesen die frisch eingetroffenen "Fachkräfte" rüber schicken - praktisch frei Haus. "Fachkräfte" als Exportschlager!

    Die freuen sich bestimmt! 😀

  4. Raumkampfkreuzer Rommel

    China ist für uns Deutschen nicht das Schlimmste. Jedenfalls nicht, so lange die Deutschen sich gefallen lassen, dass ML, Richard, jhs und der übrige Kahaneclub frech wie Oskar einen einen Bock nach dem anderen schießen. HIER geht es zur heutigen Arena-roter Alarm!: https://www.contra-magazin.com/2017/07/zweierlei-mass/#comment-295991

  5. In Kürze werden viele Autobauer in Deutschland frei. Die Gesamte Automobilindustrie ist durch Grüne CO2 und NOx Politik günstig zu haben.

    Es kann sein, dass die Firmenchefs den Politikern sagen müssen, dass sie alles nach China verlegen, falls die Hetzjagt nicht beendet wird.

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