Trumps Wirtschaftsprogramm soll viele neue Jobs bringen. Doch in erster Linie ist seine Politik ein Geschenk an die Superreichen des Landes.

Von Marco Maier

Die Ankündigungen des neuen US-Präsidenten waren Balsam für die Seele der Investoren, Konzernbosse und Multimilliardäre: Investitionen in die marode US-Infrastruktur, erhöhte Militärausgaben, die Senkung von Unternehmenssteuern und eine Deregulierung der Märkte – etwas Besseres konnte ihnen mit Trump eigentlich gar nicht passieren.

Dass damit allerdings der ohnehin schon extrem marode US-Staatshaushalt in seiner Amtszeit wahrscheinlich Einnahmenverluste von rund 2,5 Billionen Dollar verkraften müsste, ist den Spekulanten und Bankstern ziemlich egal. Man geht ja auch davon aus, dass der "Government Shutdown", der in den nächsten Tagen droht weil die Schuldenobergrenze von 20 Billionen Dollar erreicht wurde, ohnehin ebenfalls nur temporär sein wird.

Die Ankündigung des Präsidenten, dass in den nächsten zehn Jahren eine Billion Dollar in die marode Infrastruktur investiert werden soll, klingt angesichts eines Investitionsstaus von rund dreieinhalb Billionen Dollar zumindest nach einem guten Ansatz. Allerdings sollen private Investoren ihr Geld in Brücken, Straßen und Krankenhäuser investieren. Als Belohnung soll es dann geringere Steuern, Nutzerentgelte und sogar eine staatlich garantierte Rendite geben. Doch im "Rostgürtel", wo er große Zustimmung erhielt, dürfte das die Investoren nicht interessieren, weil die Renditen dort nicht hoch genug sein werden.

Alles in allem zeigt sich in Trumps Wirtschaftspolitik (zumindest in dem was er angekündigt hatte und wo er auch Untertützung aus den Reihen seiner Partei erhalten wird) ein Programm, welches zwar unter Umständen ein paar neue Jobs schaffen wird, dabei jedoch vor allem den großen Konzernen samt ihren Aktionären und den Superreichen hilft. Für den Durchschnittsamerikaner fallen dafür ein paar Job-Brosamen ab, im Gegenzug jedoch werden sie den Konzernen noch mehr Geld in den Rachen schieben müssen. Politik für den einfachen Amerikaner? Das darf man von Trump nicht erwarten.

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9 KOMMENTARE

  1. Trump und seine Hintermänner, die USrael-Oberclique, oder anders ausgedrückt, die US-Schattenregierung haben die Menschen mal wieder erfolgreich belogen und an der Nase herumgeführt. Der US-Konkurrenz-Wahlgang Clinton/Trump war nichts als eine Hollywood-Show, bei der die Kandidaten die jeweilige Rolle zu spielen hatten. Ob er oder Clinton dort oben als US-Präsident agiert, ist völlig egal, die Präsidenten-Marionette hat nach Vorstellung der Schattenregierung zu agieren. Und von da an läuft alles nach Plan der USrael-Oberclique, abgesehen von Unvorhergesehenem, das die Falschspieler nicht manipulieren können.

  2. Tja, das kommt davon, wenn man einen Miliardär zum Präsidenten macht.

    Reiche im Weißen Haus machen primär Politik für Reiche. Darüber braucht man sich nicht zu wundern.

    Der Umstand, dass Trump einen Finanzjuden von GoldmanSachs zum Finanzminister macht läßt ahnen, wohin die Reise geht.

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    Erstaunlicherweise kam die amerikanische Bevölkerung nicht auf den Gedanken, eine Partei zu wählen, die

    a) Politik für die ärmere Bevölkerung macht und

    b) eine Direktdemokratie einführt.

    Statt dessen haben die Amerikaner wieder ihre Stimme abgegeben – jetzt haben sie keine mehr bei politischen Entscheidungen.

    Wie lange werden die Amis noch brauchen, bis ihnen klar wird, dass nur eine Direktdemokratie eine Politik in ihrem Sinne bringen wird?

    • Sie kennen doch den Spruch, wer im Glashaus sitzt…..

      Bevor wir mit dem Finger auf die Amis zeigen, sollten wir unsere eigene Situation verbessern. Oder glauben sie tatsächlich, in Deutschland hätten wir Demokratie. Macht man bei uns Politik im Interesse der Bevölkerung? Wohl kaum. Wir sind nur Steuerzahler und Konsumenten. Mehr nicht. Und was die politischen Entscheidungen anbelangt. Unser Einfluss endet, wenn wir die Wahlkabine verlassen haben. Denken sie mal an den Begriff Wahlurne. Die Urne ist ein Behältnis für die sterblichen Überreste. Und nichts anderes sind unsere Stimmen.

      • Mann Jomenk, was ein angestaubter Blah !

        Haste vielleicht außer dem ganzen Staub im Winde auch mal was zum anfassen ?

      • Zweifellos, auch hier bei uns wird man einen Umdenkprozeß anstoßen müssen, um die Entmündigung des Volkes zu beenden.

        Die AfD hat einen solchen Denkanstoß mit ihrem Parteiprogramm geliefert, in dem sie Volksentscheide einführen und vereinfachen will. Auch soll der Bürger selber Gesetze zur Vorlage bringen und abstimmen lasen können – bis hin zur Änderung des Grundgesetzes.

        Hoffen wir also, dass die Deutschen darauf anspringen.

      • "In der Wahlurne wird meine Stimme beerdigt" – jammer, heul, flenn !

        JA SICHER, WIRD SIE DAS – Eine (1) Wahlstimme kann in der einen (1) Wahl für die die eine (1) Wahlstimme vorgesehen ist nur einmal (1) benutzt werden, danach existiert sie als Wahlstimme die man nochmal benutzen könnte, nicht mehr – deshalb heißt die Urne Urne ! …. und natürlich dafür, dass man den obergescheiten Volkstrotteln erzählen kann : Eure Stimme wird beerdigt – jammer, heul, flenn !

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