Die Grenzschutzagentur Frontex veröffentlicht in einem Bericht eine Binsenweisheit: Denn dass die Schließung der Balkanroute zu einem Rückgang der Flüchtlingszahlen führte, ist ohnehin logisch.

Von Redaktion/dts

Der Rückgang der Flüchtlingszahlen in Europa in diesem Frühjahr ist laut einer bislang unveröffentlichten Analyse der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, über die die "Welt am Sonntag" berichtet, vor allem auf die Grenzschließungen auf der Balkanroute zurückzuführen: "Als nach dem 19. Februar die mazedonischen Behörden striktere Auswahl-Regeln für die Einreise aus Griechenland einführten, ging die Zahl der ankommenden Personen in Griechenland aus der Türkei umgehend zurück", heißt es in der Analyse der europäischen Behörde mit Sitz in Warschau.

Die weitere Abnahme wird mit dem Start der NATO-Aufklärungsmission in der Ägäis sowie dem Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der Europäischen Union begründet, das ab dem 20. März umgesetzt wurde. Beide Maßnahmen hätten "wahrscheinlich weitere Gruppen von Migranten entmutigt, die Türkei zu verlassen", lautet die Einschätzung in dem Bericht.

Die Analyse der unabhängigen Grenzschutzagentur ist wichtig, weil sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer seit Monaten darüber streiten, welche Flüchtlingspolitik erfolgreich war, schreibt die "Welt am Sonntag". Das Kanzleramt hatte zuletzt erklärt, dass die einseitige Sperrung der mazedonisch-griechischen Grenze keine nachhaltige Lösung gewesen sei – im Gegensatz zur späteren EU-Türkei-Vereinbarung. Kurz zuvor hatte dagegen Seehofer in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" über die Entwicklung des Flüchtlingszuzugs gesagt: "Die Kurve senkt sich wieder im Winter, nach der Schließung der Balkanroute geht sie massiv nach unten und bleibt vor und nach dem Türkei-Gipfel im März auf diesem niedrigen Niveau."

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3 thoughts on “Frontex: Geschlossene Balkanroute führte umgehend zu Rückgang der Flüchtlingszahl”

  1. Frontex: Geschlossene Balkanroute führte umgehend zu Rückgang der Flüchtlingszahl

    ——

    Tja, WER hätte das gedacht?

    Aber für unsere selbstverliebten Selfies wird sich schon ein Ausweg finden.

    lt. FAZ macht die EU jetzt Druck auf die Maghreb und Afrika Staaten:

    Geld gegen Flüchtlinge

    Die EU will nordafrikanische Länder mit finanziellen Anreizen dazu bringen, Flüchtlinge zurückzunehmen. Wer nicht kooperiert, soll laut einem neuen Plan bestraft werden.

    Außerdem sollen die Maghreb-Staaten zu sog. 'sicheren Staaten' erklärt werden, was jeden Flüchtling der aus diesen Staaten anreist zu einem Illegalen macht.

    Jetzt liefert die Bunzelrepzblik mal wieder eine Polit-Satire indem sie ein eigenenes 'Gesetz' auf den Weg bringen will, das aber aller Wahrscheinlichkeit nach im Bundesrat scheitern wird.

    Es bracht allerdings gar kein neues Gesetz, da die sog. 'Flüchtlingsfrage' im Grundgesetz,  Art. 16a, Absatz 2,  bereits geregelt ist und zwar dergestalt, dass niemand aus den sicheren Herkunftsländern um uns herum zu uns kommen kann.

    Es ist also nichts als ein widerwärtiges Schmierentheater: Man erlässt ein unnötiges Gesetz, dieses bekommt im Bundesrat nicht die erforderliche Mehrheit und schon ist man die Verantwortung für die eigene Handlungsunwilligkeit los.

    So läuft es mit „unserer“ Politik, alles Verbrecher und Hochverräter!

    ,

  2. Grenzschließung-   und sicherung  (quasi das Hochziehen der Zugbrücke) führt dazu, daß die Fremdinvasoren die Grenzen nicht mehr überschreiten können und verhindert damit die weitere Infiltration. Was ist daran nicht zu verstehen. Nur Frau Merkel will uns weismachen das der liebe Gott  die Fremdinvasion verordnet hat und sie daher wie eine Naturkatastrophe hinzunehmen wäre. Frau Merkel und andere Zerstörungspolitiker werden zur Kenntnisnehmen müssen, daß das deutsche Volk mit dieser Art Schläue nicht zu übertölpeln ist.

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