Eine Studie kommt zum Ergebnis, dass die 500 größten US-Konzerne 2,1 Billionen Dollar in Steueroasen bunkern. Spitzenreiter ist Apple. Dem US-Fiskus entgehen so Unsummen. Doch so lange die US-Politik von der Finanzoligarchie gesponsert wird, dürfte sich daran nichts ändern.

Von Marco Maier

Auch wenn es angesichts des enormen Schuldenbergs der USA nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre, so sind die Dimensionen schon enorm. Alleine die 500 größten US-Konzerne bunkern derzeit rund 2,1 Billionen Dollar in diversen Steueroasen, wodurch dem US-Finanzamt in etwa 620 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen entgangen sind. Dies besagt eine Studie des "Center for Tax Justice" und des "U.S. Public Interest Research Group Education Fond".

Als größte Einzelsumme in Übersee werden 181,1 Milliarden Dollar des Technologiekonzerns Apple genannt. Würde Apple dieses Geld in die USA transferieren, wären über 59 Milliarden Dollar an Steuern fällig. Denn der US-Unternehmenssteuersatz beträgt immerhin 35 Prozent, während die Daten von 57 untersuchten Unternehmen einen durchschnittlichen Offshore-Steuersatz von 6 Prozent ergaben.

Hier zeigt es sich wieder einmal, wie die US-Finanzoligarchie die Politik der Vereinigten Staaten in der Hand hat. Denn während sämtliche kleinen und mittelständischen Unternehmen Länge mal Breite zur Kasse gebeten werden, können es sich die Großkonzerne richten. Die dadurch entstehende Wettbewerbsverzerrung, weil die Konzerne dadurch enorme finanzielle Vorteile genießen, interessiert die Politik in Washington nicht. "Unternehmensfreundlich" ist man dort nur dann, wenn auch die "dicke Kohle" dahintersteckt. Denn dort gibt es auch entsprechend große Spenden für die Wahlkämpfe der Politiker.

6 KOMMENTARE

  1. Spannend wird sein, zu beobachten, wie die ihre grünen Scheinchen in Renminbi tauschen. Oder macht die Blase noch vorher puff?

  2. Genau auf den Punkt gebracht. Da wird sich seitens der Politik nichts ändern. Das Volk könnte versuchen was zu ändern. Aber die haben auch keinen Bock auf KZs ala FEMA.

  3. Ob das wirklich ein großer Schaden für die VSA ist bezweifel ich. Was wird denn mit dem Offshoregeld gemacht.
    Damit werden reale Werte in anderen Staaten gekauft, dort kann man dann höher bieten und hat einen Vorteil gegenüber steuerzahlenden Konzernen. Die Gewinne aus den Beteiligungen fließen dann wieder in die VSA zurück. Der besonders große Vorteil, gehört ein Unternehmen zu einem US Unternehmen werden die dortigen Gesetze angewendet. Als ob es Kuba etwas ausmachen würde wenn die USA es Boykottieren, es ist nur dadurch wirksam das hunderttausende Firmen im Ausland durch eingekaufte US Firmen mitmachen müssen. Man kauft sich also so Einfluß.
    Dem Adel hilft es auf jeden Fall und der bestimmt nunmal über den Staat, verlieren tun wie üblich die Armen.

  4. @Marco
    Nicht vergessen; DAS sind nur die Zahlen der Konzerne selber !
    Deren Eigentümer kommen da noch oben drauf und ab dann wird die Zahl
    wirklich abstrus hoch 🙂

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here