Udo Ulfkotte. Bild: Eigene Collage. Grundlage: Flickr / Christliches Medienmagazin pro CC-BY-SA 2.0
Udo Ulfkotte. Bild: Eigene Collage. Grundlage: Flickr / Christliches Medienmagazin pro CC-BY-SA 2.0

Ulfkotte-Buch: FAZ schwingt die Zensurkeule wegen Telefongespräch

Wenn es darum geht, ein unbequemes Buch totzuschweigen, hat man bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung offenbar keine bedenken. Doch wenn ein niederländischer Journalist nachfragt und das Gespräch aufnimmt um es dann zu veröffentlichen, kommt ein Schreiben vom Anwalt. So erging es dem Online-Magazin "MMnews".

Von Marco Maier

Wie die Seite MMnews berichtet, musste das Video mit dem Gesprächsmitschnitt zwischen dem Niederländer und der FAZ wegen § 201 Abs.1 Nr.2 StGB - "Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes" von der Seite gelöscht werden. Ansonsten hätte dem Betreiber womöglich eine Haftstrafe von bis zu 3 Jahren gedroht. Darin versuchte der Journalist herauszufinden, weshalb das Buch "Gekaufte Journalisten" des ehemaligen FAZ-Journalisten und mehrfachen Bestsellerautors Udo Ulfkotte konsequent totgeschwiegen wurde.

Das beim Kopp-Verlag erschienene Buch, indem der Autor über die Vorgänge zu seiner Zeit als Journalist bei der FAZ berichtet, schaffte es innerhalb kürzester Zeit in die Bestsellerlisten. Gerade weil Ulfkotte darüber berichtet, wie groß die Einflussnahme auf die Journalisten der Massenmedien ist, haben diese das Buch größtenteils konsequent ignoriert. Wirklich damit auseinandersetzen wollte sich offenbar kaum jemand.

Eigentlich ist es beschämend, wenn sich gerade eine große Zeitung wie die FAZ mit solchen Mitteln gegen die Pressefreiheit stellt. Dass gerade eine renommierte Zeitung zur Zensur aufruft, sollte eigentlich ein Warnsignal sein. Doch man merkt damit deutlich, dass es um die Pressefreiheit in Deutschland auch nicht gerade sehr gut bestellt ist. Vielleicht darf man im Gegensatz zu manch offen autoritären Staaten hierzulande noch recht viel sagen und schreiben - doch die Repressionsinstrumente sind durchaus vorhanden. Dies wird durch diese Aktion wieder einmal sehr deutlich.

5 comments

  1. Ja - passt doch. Lichtscheues Gesindel reagiert eben dann, wenn man den Scheinwerfer der Öffentlichkeit drauf richtet. Dann wird sich feige hinter Anwälten und einstweiligen Verfügungen versteckt. Passt zum durch und durch korumpierten Charakter.

    Die Jungs von "Der Anstalt" haben dies ja auch so erlebt.

    Aber, der Tag wird kommen, da werden Volksverhetzer anders behandelt - und dann brauchen sie keine Anwälte mehr - sondern gute Strafverteidiger.

  2. Der Michel@ Der Tag wird kommen wo die nur noch schnelle Beine brauchen.

  3. In Österreich ist das totschweigen oder Halbwahrheiten verbreiten auch sehr beliebt.

  4. Ja, man darf hierzulande (noch) viel sagen und schreiben, aber eben nur, solange es der herrschenden Parteiendiktatur und ihren medialen Handlangern nicht allzu gefährlich werden kann, dann nämlich ist ganz schnell Schluss mit der angeblichen Meinungsfreiheit…

  5. Ich kenne Ihn persönlich und er ist ein aufrechter Mann kein Spinner.Er spricht eben gegen PC,deswegen hasst  Ihn die mainstreampresse. Ihm ist von FAZ und dem früheren Innenminister Schily übel mitgespielt worden.Gibt es Meinungsfreiheit nur für Linke?

     

     

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