China investiert in die afrikanische Infrastruktur

Während man sich in Europa nur am Rande für die Probleme in Afrika interessiert, arbeitet die Volksrepublik China intensiv mit diversen afrikanischen Regierungen zusammen, um die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents zu fördern. Das Hauptaugenmerk liegt derzeit beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Von Marco Maier

Entwicklungshilfe besteht nicht nur darin, Brunnen zu bohren, Schulen zu bauen und Nahrungsmittel zu liefern. Um den Menschen in Afrika wirkliche Perspektiven bieten zu können, muss eine umfangreiche wirtschaftliche Infrastruktur geschaffen werden, damit der "Schwarze Kontinent" nicht mehr nur Rohstofflieferant ist, sondern diese selbst verarbeiten kann.

China will die afrikanischen Länder deshalb mit seinem technischen Know-how und Erfahrungen im Eisenbahnbau unterstützen und damit einen Beitrag zum Ausbau der dortigen Infrastruktur leisten, wie die Außenamtssprecherin Hua Chunying mitteilte. Ministerpräsident Li Keqiang soll diesbezüglich mit Spitzenpolitikern und Regierungsvertretern aus Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania und Uganda Gespräche geführt haben.

Der ostafrikanische Raum könnte dadurch in den kommenden Jahren eine deutliche wirtschaftliche Aufwertung erfahren, wovon viele Millionen Menschen in der Region profitieren würden. China sorgt damit nicht nur für gute diplomatische Beziehungen, sondern auch für den Aufbau neuer Märkte. Für beide Seiten ergeben sich aus der intensiven wirtschaftlichen Zusammenarbeit enorme Vorteile.

Im Gegensatz zu den Europäern und Amerikanern, die in Afrika lediglich einen billigen Rohstofflieferanten sehen der von westlicher "Entwicklungshilfe" abhängig bleiben soll, haben die Chinesen offensichtlich das langfristige Potential einer umfassenden wirtschaftlichen Zusammenarbeit erkannt. Ein wirtschaftlich starkes Afrika mit einer funktionierenden Wirtschaft wäre ein wichtiger Schritt hin zu einer Welt ohne Armut.

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