Amerikaner, wie viele Kriege wollt ihr noch verlieren?

Eine Frage an die notorischen Kriegstreiber in Washington D.C.: Wann habt ihr eigentlich den letzten Krieg gewonnen?

Von Marco Maier

Die USA haben (zumindest noch) das stärkste Militär der Welt. Hunderte Militärbasen rund um den Erdball und globale Militärkommanden zementieren den US-Anspruch, die Welt kontrollieren zu wollen. Doch die US-Hegemonie erodiert seit einigen Jahren.

Beide Parteien, sowohl Demokraten als auch Republikaner, sind durchsetzt mit Kriegstreibern, die am liebsten in noch mehr Länder dieser Welt einmarschieren wollen. Regime Changes in Syrien, im Iran, in Nordkorea, in Russland, in Weißrussland, in China, in Kuba und in Venezuela stehen weiterhin auf der Agenda. Plus ein paar weitere Länder mit “unerwünschten” Regierungen.

Wie ich meinem Artikel “Politik der Spannung – Nützliche Idioten” bereits angeführt habe, dienen solche Aktionen jedoch nicht der Sicherheit der Menschen im Westen, wie die Politiker und die Mainstream-Medien gerne behaupten. Vielmehr dienen sie den Interessen der Finanzoligarchie.

Allerdings stellt sich die Frage, wann das mit Unsummen aufgepumpte US-Militär überhaupt zum letzten Mal tatsächlich einen krieg gewonnen hat. Ich meine, selbst den Ersten und Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner nur “mitgewonnen”. Im letzteren Fall waren es vor allem die Sowjets, die die Hauptlast getragen hatten und die Deutschen in einem Abnutzungskrieg auslaugten.

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Der Korea-Krieg? Waffenstillstand. Vietnam-Krieg? Abzug in Schande. Irak-Krieg? Chaos und Iran-Freunde an der Macht. Libyen? Chaos pur. Syrien? Russland könnte die US-Truppen mit einem Schlag auslöschen, wenn es wollte. Afghanistan? Zwanzig Jahre und zig Milliarden Dollar später kontrollieren die Taliban größere Gebiete als je zuvor.

Und von was träumen die Kriegstreiber im Weißen Haus, im Pentagon und im Kongress? Von einem einfachen Krieg gegen stark hochgerüstete Länder wie dem Iran oder Nordkorea? Ein solcher Krieg würde ein Blutbad unter den Truppen der USA und deren Verbündeten verursachen, wie es die Amerikaner wohl seit ihrem Bürgerkrieg nicht mehr gesehen haben. Wie viele Flugzeugträger, Kriegsschiffe, Kampfjets und Bomber ist Washington bereit für einen solchen Waffengang zu opfern? Und mehr noch: wie viele US-Soldaten sollen für die Interessen der Wall Street-Milliardäre sterben?

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Der allgegenwärtige Militarismus der Vereinigten Staaten ist unübersehbar. Man ist stolz auf das Militär und die Veteranen. Die tagtägliche Propaganda von Politik und Mainstreammedien (die den Milliardären gehören) verklärt die Soldaten und Veteranen zu Kämpfern für Demokratie und Freiheit. Dabei sind sie nur Opfer einen kriegerischen Politik, welche die globale Herrschaft der multinationalen Konzerne anstrebt.

Also, ihr Amerikaner, wie lange wollt ihr noch den leeren Phrasen von Verlierer-Generälen zuhören, die in ihrer ganzen aktiven Zeit noch keinen einzigen größeren Krieg gewonnen haben? Wie lange wollt ihr euch noch von den Medien der US-Finanzoligarchie mit Propaganda veräppeln lassen?

Die Welt ist nicht voller Feinde, die nur auf eine Gelegenheit warten, die USA anzugreifen und zu erobern. In Fakt sind es die USA selbst, die ständig andere Länder angreifen und erobern. Das ist die Wahrheit und nicht die Dauerlügen auf CNN, Fox, MSNBC & Co.

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5 Kommentare

  1. Die ganze Angelegenheit ist doch deutlich, nicht wahr? – Die Welt hat es mit einer “Nation” (also, die Ursprünge sind multinational, was ja an sich kein Problem ist …) zu tun, in deren Entstehungsgeschichte Landraub und Völkermord liegt. Gegenargumente nehme ich gerne entgegen. – Ebenso der Eintritt in bereits laufende Kriege, oder der Angriff auf andere souveräne Staaten … das ist in jedem Fall nur geschehen, wenn der Ausgang der Auseinandersetzung bereits absolut klar war. Bravo, ihr tapferen Regierenden der “unverzichtbaren Nation”!

  2. Niederlagen en masse, für die Amis und das schon seit über 75 Jahren und stets als Sieg verkauft, wie weiland der alte Ägypter Ramses, der sein Patt gegen die Hethiter auch als Sieg verkaufte und in Stein meißeln ließ, was bis heute ein sichtbares Zeichen der Lüge einer ehemaligen Großmacht darstellt und jedermann weiß, wie schon damals die bekannte Welt verschauckelt wurde.

    Nur ein halber Sieg gegen Deutschland und das sogar noch mit Hilfe der halben Welt und geographisch mittendrinn ist ihr Engagement zum stoppen gekommen, ansonsten hätte wir ja nicht die großen Probleme der Teilung bekommen, einschließlich der Blockbildung, was ein einziges Versagen dieser angeblichen Großmacht war, die im übrigen dannach alles abgekupfert haben was ihnen für die Zukunft nützte und auch dieser Tatbestand war schon die halbe Miete für dieses Land.

    Danach der Korea-Krieg, den sie geschlagen aufgeben mußten und eine Situation hinterlassen haben die bis heute anhält und unbeherrschbar ist. Der Vietnam-Krieg war der Gipfel der Verblendung, denn ihnen hätte damals schon klar sein müssen, daß der große Nachbar Nordvietnams niemals zusehen wird, wie dieses strategische Bollwerk fallen wird und zum Schluß mußten sie auch dort kläglich abziehen, mit totalem Gesichtsverlust und vielen Toten, die dem Umstand einer unfähigen Regierung folgten und keineswegs ein Erfolg waren, sondern eine totale Niederlage.

    Selbst in einem kleinen Land wie Somalia mußten sie unverrichteter Dinge abziehen und dabei glänzten sie wahrlich nicht, ganz nach altem Muster einer großen Nation, die meistens als Looser zum Schluß da stand. Der Irak-Krieg war die Krönung ihres kriegerischen Engagements und hat sie endlich einmal siegen lassen, wobei die Folgen bis heute nachhallen und die ganze Region in sich zerstritten ist, was stets zu einem neuen Konflikt führen kann und deshalb der Krieg der Nationen dort noch lange nicht beendet ist, wohl aber für Amerika, was sich dann aus dem Staube gemacht hat.

    Nachdem die Russen ihre Bemühungen wegen Erfolglosigkeit in Afghanistan eingestellt haben, meinten die Amerikaner, daß es nun an der Zeit sei, die Welt am Hindukusch zu verteidigen und da stehen sie heute noch und warten auf bessere Zeiten und diese Ergebnislosigkeit ist ebenfalls ein Beweis der Unfähigkeit, denn Krieg ist die eine Sache, aber regionale Widerstände die andere und da werden sie sich schwer tun das aufzubrechen und sie werden irgendwann mal abziehen, ohne jeglichen Erfolg und das ist bei ihnen anscheinend normal, denn Sieger schaffen Fakten, das ist aber dort nicht der Fall und sie werden auch nicht weiter kommen, das kann man heute schon voraus sagen.

    Der Überfall auf Libyen mit einer ganzen Armada von Kriegsteilnehmern war noch eine der leichten Aufgaben eines kaum wehrhaften Landes und zählt somit nicht zu den Glanzleistungen einer Großmacht, das war allenfalls dem Selbstwertgefühl geschuldet, was man dringend brauchte um nicht ständig der Looser zu sein.

    Auch die Angelegenheit auf dem Balkan, nach dem Zusammenbruch von Jugoslawien war keine Glanzleistung, wo halb Europa überfallartig auf ein kleines und fast führungsloses Land hergefallen ist um ihnen die Demokratie einzubläuen und hinterlassen haben sie einen Scherbenhaufen und nur durch die Einwirkung Europas mit dem Lockruf Mitglied der europäischen Union zu werden, konnten sie das dortige Gebiet befrieden, ansonsten würden die sich noch heute bekämpfen, wie das im Nahen Osten der Fall ist.

    Um Großmacht zu sein, sollte man sich auch entsprechend verhalten und nicht überall auf der Welt herum zündeln, was einmalig ist und man stelle sich mal vor die Russen und China würden das gleiche seit 75 Jahren machen, das wäre die Welt ein einziger Kriegsschauplatz und ob wir dann noch leben würden, wäre eine andere Frage, Politik geht auch anders, aber die Nachfahren der Europäer scheinen schon immer Komplexe zu haben um sich gesittet zu benehmen, denn was sie schon alles so angerichtet haben kann man nicht immer mit Gerechtigkeit begründen, das steckten auch andere Gedanken dahinter und das war das eigentlich verwerfliche und da hilft auch alles beten nichts, wenn man sich ansonsten wie die Axt im Walde verhält.

    1. Der “russische” sowjetische Krieg in Afganistan hat mit der Unterstützung der Regierung begonnen. Was die Yankees aktuell (niemals) in Syrien erreichen (werden) haben sie in Afganistan geschafft.

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