Erdogan warnt vor einseitigen Maßnahmen in Idlib

Erdogan warnt, die Türkei werde in Idlib Maßnahmen ergreifen, solange keine Einigung mit Russland erzielt wird.

Von Redaktion

Ankara könnte in der syrischen Region Idlib einseitige Maßnahmen ergreifen, wenn die Abkommen mit Russland nicht umgesetzt würden, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag in Istanbul.

„Wir behalten uns das Recht vor, diesen Standort auf unsere eigene Weise zu räumen, falls das uns gegebene Versprechen bezüglich des Standorts der Operation Spring Shield [in Idlib] nicht eingehalten wird. Wir haben [mit Russland] eine Vereinbarung getroffen, um die Idlib-Krise ohne welche zu lösen.“ weiteres Blutvergießen. Wenn nicht, werden wir den Weg fortsetzen, den wir uns gesetzt haben“, sagte Erdogan.

Abgesehen davon sagte er, dass im vergangenen Monat mindestens 59 türkische Truppen in dieser syrischen Region getötet worden seien. Dabei verschwieg er jedoch, dass diese vor allem in den Fokus der syrischen Streitkräfte gelangten, weil sie zusammen mit islamistischen Terrormilizen kämpften.

Erdogan behauptete in der im türkischen Sender NTV übertragenen Rede, das türkische Militär habe „3.400 Truppen des [syrischen] Regimes“ in Idlib „neutralisiert“.

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Bei den Gesprächen in Moskau am 5. März einigten sich die russischen und türkischen Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan auf einen Waffenstillstand sowie andere Maßnahmen zur Lösung der Krise in der syrischen Region Idlib.

Gemäß den Abkommen sollten die Kämpfe entlang der gesamten Kontaktlinie nach Inkrafttreten des Waffenstillstands am 6. März eingestellt werden. Ab dem 15. März sollen Russland und die Türkei gemeinsam das Gebiet entlang der Autobahn M4 patrouillieren, wo ein Sicherheitskorridor eingerichtet wird. Moskau und Ankara bekräftigten ihr Engagement für die Souveränität Syriens und einigten sich darauf, den Kampf gegen den Terrorismus fortzusetzen.

Als besonders problematisch gilt der Umstand, dass die türkische Regierung offensichtlich mit islamistischen und dschihadistischen Milizen kooperiert, welche jedoch im direkten Fokus der militärischen Operationen der syrischen und russischen Streitkräfte liegen.

Hierbei handelt es sich auch im Milizen der al-Kaida, die in dem vom Krieg zerrissenen Land für eine Vielzahl von Gräueltaten berüchtigt ist. Doch um sein Ziel, die Säuberung Nordsyriens von Kurdenmilizen, zu erreichen, paktiert der Muslimbruder Erdogan auch mit den islamistischen Kopfabschneidern.

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