Die irakische Armee operiert zusammen mit jener der Türkei im Grenzgebiet, nun werden auch die Iraner mit ihren irakischen Nachbarn ein Manöver durchführen. Klare Signale an die Kurden.

Von Marco Maier

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker spielt für Bagdad, Ankara und Teheran keine Rolle, wenn es um einen unabhängigen Kurdenstaat geht. Denn für den Irak, die Türkei und den Iran geht es hierbei nicht nur um territoriale Verluste, sondern auch um eine Schwächung auf geopolitischer bzw. finanzieller/wirtschaftlicher Ebene. Auch die syrische Regierung lehnt einen Kurdenstaat ab und bietet den Kurden im Land einen Autonomiestatus innerhalb der Syrisch-Arabischen Republik an.

Nachdem nun bereits die irakische Armee zusammen mit jener der Türkei im Grenzgebiet gemeinsame Militärmanöver abhielt, um die Entschlossenheit beider Staaten zur Verhinderung der Abspaltung Irakisch-Kurdistans mit Nachdruck zu betonen, verkündete nun auch der Iran gemeinsame militärische Übungen im Grenzgebiet zum Nordirak mit den Regierungstruppen Bagdads. Die Revolutionsgarden werden offenbar schon darauf vorbereitet.

Für die Kurden selbst wird damit klar: Einen eigenen Staat bekommen sie in absehbarer Zeit nicht. Wobei die kurdische Gesellschaft auch gespalten ist. Zwar gibt es einige Unterstützer eines eigenen kurdischen Staates, andererseits wollen viele Kurden einfach nur einen autonomen Status innerhalb ihrer jetzigen Länder, sowie den Respekt der nationalen Regierungen vor der kurdischen Sprache und Kultur.

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5 thoughts on “Irakisch-Kurdistan: Alle gegen die Unabhängigkeit”

  1. Ist schon komisch und sehr einseitig, wie man über die Unabhängigkeit der kurden spricht, liest und schreibt. Als wäre es was selbtsverständliches für die kurden, dass Sie einen eigenen Staat bekommen sollten. Ungeachtens davon was für neue Konflikte im Nahen Osten entfachen könnte. Das interessiert wohl niemanden. Aber das gleiche schreiben, lesen und sprechen nicht die über die Unabhängigkeit von Katalonien. Im Gegenteil, man befürwortet es nicht und man ist auf der Seite des Staates Spanien. Das harte Vorgehen von Spanien gegen die Katalonier, wird nur am Rande vermerkt. Wenn man sich überlegt wie brutal die spanische Sicherheitskräfte gegen die Katalonier vorgegangen sind, wie z.b. Beschlagnahmung der Wahlurnen, hartes Vorgehen gegen die WählerInnen (Dutzende sind verletzt worden), spanische Sicherheitskräfte standen vor den Wahllokalen, um das Wählen zu verhindern,…etc. Das hat nicht mal die Irakische Regierung im Nordirak gemacht. Wenn die EU vor Ihrem eigenen Haustür keinen Unabhängigen Staat Katalonien haben möchte, so sollte Sie auch das gleiche von den kurden erwarten.

  2. man muss nur schauen wer die Gründung eines kurdischen Staates unterstüzt um zu wissen voher der Wind kommt, ähnlich wie die Portionierung Jugoslawiens und Abtrennung Kosovos, überall sind die Finger der sionistischen Mafia sichtbar. Die Aufteilung Iraqs ist ein alter Traum der Sionisten um sich einen Teil zu sichern und weiter am Grossisrael zu bauen. Die Kurden wurden vom Anfang an nur als Spielfiguren benutzt.

    1. Ein recht einseitiger und sehr oberflächlicher Artikel über die Situation vor Ort.                                                                        Mit keiner Silbe wird erwähnt, dass in dieser Region seit Anfang der 90er Jahre eine Familie Barzani herrscht, die seitdem unermüdlich nichtkurdische Bevölkerungsteile vertrieben hat. Der Vater des jetzigen "Präsidenten" Barzani war Mossad-Offizier, Israels Netanyahu will ihm ( laut ISRAEL-KURD und anderer arabischer Medien) hilfreich bei der Gründung des "Kurden"staates beiseite stehen und 200.000 kurdischstämmige Israelis übersiedeln lassen

  3. @Marco Maier,

    wenn Sie hier den Kurden und dem Völkerrecht das Wort reden,dann sollten Sie eines nicht außer acht lassen.Die Kurden werden,wenn sie einen eigenen Staat haben,nicht für Stabilität in dieser heiklen Region sorgen. Nein,sie  werden  zum Zankapfel in dieser Region werden.Die USA haben mit den Kurden ganz eigene Interessen und wenn US-Interessen im Spiel sind,dann sollten wir alle damit vorsichtig sein,hier mit dem Begriff

    —- Völkerrecht —— zu schwadronieren.

    Wenn man das Völkerrecht ins Feld führt,dann sollte man dies auch in allen Belangen anführen und nicht in dem jetzigen Nahost-Konflikt.

    Wenn das Völkerrecht missbraucht wird, —- siehe Kosovo — dann sollte man damit sehr vorsichtig umgehen. 

    In Syrien waren die Kurden nicht eingeengt und die Familie Barzani ist auch keine unbescholtene Familie. Barzani missbraucht auch nur seine Landsleute und ist sich nicht zu schade,wenn es um seine pers.Macht geht,seine Landsleute den Interessen der Amis zu opfern.Eine Atonomie sollte man ihnen zugestehen,aber keinen eigenen Staat.

    Nach dem Krieg im Irak und in Syrien,werden die Karten neu gemischt werden und der Einfluss der USa wird in Nahost zurück gehen,sonst wird diese Region nie zur Ruhe kommen.

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