Vor G20-Gipfel: Xi stimmte sich mit Putin in Moskau ab

Der chinesische Präsident Xi ist in Moskau zu Besuch bei Putin gewesen, um sich mit Ihm für den G20-Gipfel abzustimmen. Enge vertrauensvolle Zusammenarbeit prägt der Verhältnis beider Länder und deren Staatschefs.

Von Viribus Unitis

Im Westen wird allgemein verbreitet, Russland und China wären zwar nach außen hin bemüht zusammen zu arbeiten, aber es würde nicht so richtig funktionieren. Sand im Getriebe der beiden Länder, weil die alte Rivalität – die ehemals das Verhältnis Sowjetunion zu Mao-China prägte – nach wie vor das Klima zwischen beiden Ländern bestimmt.

Diese Ansicht ist Unsinn. China ist Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 und in Symbiose mit Russland, dass sowohl den Schutz Chinas, mit überlegenen Waffen, und auch die Rohstoffversorgung Chinas, sowohl mit Energie- Rohstoffen als auch mit allgemeinen Rohstoffen sicherstellt, ist dieses China unüberwindbar.

Das Land der Geschäftemacher, China, mit einem Bodyguard, Russland, der auch die Energie- und Rohstoff- Versorgung für die Geschäfte garantiert. Russen und Chinesen haben Ihre Unüberwindlichkeit erkannt – wenn sie im Duo arbeiten. Von Rivalität keine Spur, beide Länder haben unterschiedliche Schwerpunkte im Rahmen Ihrer Stärken, und wie Zahnräder verzahnen sich diese jeweiligen Stärken und Schwächen zu einem starken Getriebe.

Der einzig wirkliche Sand in diesem Getriebe ist die Furcht der Russen vor der Kopier-Fähigkeit der Chinesen, die auch vor Kopiertätigkeit bei Freunden – also den Russen – nicht halt macht. So meinen die Russen beispielsweise, die Chinesen hätten heftig bei Ihrer Su30 kopiert, die in China in Lizenz produziert wird, um Ihre Shenyang J-11 zu entwickeln. Kopierfurcht – die einzige Gemeinsamkeit die Russen und den Westen gegen China eint.

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Ständige Treffen und enge Zusammenarbeit führen zu intensiven Beziehungen

Der Vertrag über „Gute Nachbarschaft, Freundschaft und Kooperation“ zwischen Russland und China wurde am 16. Juli 2001 unterzeichnet und gibt die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit vor. Das gegenseitige jährliche Treffen-Programm zwischen beiden Staaten ist zwischenzeitlich beachtlich. Betrachtet man dass letzte Jahr – von Juni 2016 zu Juni 2017 – so ergibt sich folgendes Stakkato:

Im Juni 2016 war Putin in China und traf sich dort mit Xi und anderen chinesischen Top- Politikern. Im Anschluß an diese Treffen wurden zahlreiche Verträge unterzeichnet, wobei vor allem die Zusammenarbeit bei Raumfahrt, Energie, Tourismus und Weizenlieferungen nach China vereinbart wurden.

Im Anschluss an den China-Besuch Putins trafen sich Beide erneut – jeweils am Rande der Veranstaltungen mit bilateralen persönlichen Meetings – im Juni beim Gipfel der SCO in Tashkent, Usbekistan, im September erneut in China, in Hangzhou, beim G20-Gipfel, im Oktober sahen sie sich wieder, in Goa, in Indien, beim BRICS-Gipfel, und im November war der APEC- Gipfel in Lima, Peru. Auch im November war dann Li zu Gast in Russland, um das 21. russisch- chinesische Staatschef- Treffen zu absolvieren.

Nicht nur die Präsidenten trafen sich. Die Premierminister der Länder trafen sich im Juli 2016 beim ASEM-Meeting in Ulan Bator, in der Mongolei, und im September beim Ost-Asien-Gipfel in Vientiane, in Laos.

Auch Außenminister treffen sich – der russische regelmäßig mit seinem chinesischen Amtskollegen, wie jeweils am Rande von Gipfeln mit bilateralen persönlichen Gesprächen. Es gibt einen Plan von Konsultationen, in denen sich die Vize- Außenminister und die Chefs der Außenpolitischen Abteilungen regelmäßig treffen, und – so darf man annehmen – Ihre Politik abstimmen.

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patrushev hält regelmäßige Treffen mehrmals im Jahr mit seinem chinesischen Kollegen Yang Jiechi. Besprochen wird die strategische Zusammenarbeit bei Sicherheitspolitischen Themen. Die Besuche werden nicht publiziert – man weiß nur, dass es sie gibt, und die Zusammenarbeit in diesem Bereich sehr eng und intensiv ist.

Intensive Beziehungen führen zu guten wirtschaftlichen Ergebnissen

Ziel ist es, das Gesamt- Handelsvolumen bis 2020 auf 200 Milliarden Dollar zu bringen, wobei die chinesischen Investments in die russische Wirtschaft auf jährlich 12 Milliarden Dollar wachsen sollen.

Interessant ist das online- Geschäft. Im 2. Halbjahr 2016 machten russische Einkäufe rund 60 % in chinesischen Online- Stores aus. Einkäufe, nicht das Einkaufsvolumen ist hier dargestellt. Die Tourismusindustrie zwischen beiden Ländern wächst. 2016 besuchten 1,3 Millionen Chinesen Russland, 2015 waren es 1,1 Millionen gewesen – Steigerung 15 %. 1,6 Millionen Russen besuchten China – 2015 waren es 1,2 Millionen gewesen.

2016 investierten russische Firmen in China rund 986 Millionen Dollar, währen d chinesische Firmen in Russland das 9,5-fache investierten – nämlich 9,487 Milliarden Dollar. In 2016 erreichte das russisch- chinesische Handelsvolumen 66,1 Milliarden Dollar, wobei Russland Waren im Wert von 28 Milliarden Dollar an China exportierte, und 38 Milliarden Dollar importierte. Russland hat 2016 ein Handelsdefizit gegenüber China von ca. 10 Milliarden Dollar.

Russland exportiert vor allem Mineralien (Öl, Gas, und sonstige Rohstoffe) nach China, die 66,7 % der Exporte ausmachen, an zweiter Stelle ist Holz und Holzprodukte für die Papiererzeugung mit 12,1 %. Lebensmittelexporte nach China werden immer bedeutender für die russische Landwirtschaft – schon 5,7 % der Gesamtexporte entfallen auf diesen Bereich.

Russland und Putin isoliert? Wo denn?

Ständig wird in den Mainstream- Medien kolportiert, Russland und Putin seien völlig isoliert, die Sanktionen müssten nur lange genug aufrecht sein, und schon würde Russland zusammenbrechen. Russland habe keine Freunde, die Welt stünde auf der Seite des Westens, und die Sanktionen würden allseits positiv gesehen.

Nun, Japan´s Premier Abe hält nichts von Sanktionen. Der skandalgeschüttelte Politiker ist ein cleverer Geschäftsmann der die Zeichen der Zeit erkennt. Er weiß wie integriert Russland ist und setzt auf Zusammenarbeit. Bereits im Mai 2016 ist er zu Putin nach Sotschi geflogen, und hat Putin einen 8-Punkte- Plan zur Zusammenarbeit vorgelegt.

Die immer wieder kolportierten Geschichten darüber, dass Putin und Russland isoliert seien, sind Märchen die Mainstream-Medien nur mehr restlos ahnungslosen und voll-gläubigen Medienkonsumenten auftischen können. Russland und Putin führen gemeinsam mit Xi und China die Welt, nachdem Obama die Führungsrolle der USA in acht Jahren kathastrophaler Politik verspielt hat. Die Trump- USA müssen damit zurecht kommen, und sind gemeinsam mit Indien bemüht, Ihre Positionen auszubauen, in jener Quadriga die die Welt- Geschicke gestimmt.

Von einer mächtigen Merkel – in den letzten Jahren von Forbes "The World´s most powerful people list" ständig vor Xi platziert – ist nichts zu bemerken. Jene die bei Forbes das Ranking machen dürften bei Ihrer Entscheidungsfindung von gewissen Nebeln der Ahnungslosigkeit umweht worden sein. Merkel mächtiger als Xi – was für eine Groteske!

Pax Romana war mal, ganz früher, dann kam die Pax Britannica, und verging, Pax Americana war dann auch mal, von Obama verspielt, Pax Quadriga mit China, Indien, Russland und den USA ist heute – und bestimmt die Situation, auch am nun beginnenden G20-Gipfel.

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5 Kommentare

  1. " Ziel ist es, das Gesamt- Handelsvolumen bis 2020 auf 200 Milliarden Dollar zu bringen "

     

    LOL.

    Das wären schlappe 32% Steigerung pro Jahr, was an sich schon mehr als unwahrscheinlich klingt. Berücksichtigt man dann noch, dass die chinesischene Importe aus Russland seit Jahren tendenziell fallen und die Exporte stagnieren, wird dieses Ziel vollkommen illusionär.

  2. An dieser Allianz hat keiner einen größeren Verdienst als das Kanzleramt der BRiD, gefolgt von Brüssel. Aussenpolitisch genau so Doof und unfähig wie innenpolitisch.

    Vielen Dank ihr verkommenes Pack.

  3. Wer früh die BLÖD liest und sich  abends von der  Tagesschau seinen Schädel mit Blödheit voll dröhnen lässt kennt keinen XI und denkt Putin ist der Schwiegersohn vom Adolf.

  4. Trotzdem und bei aller Symphatie für Russland, es ist für den Westen nicht gut, wenn zwei kommunistische Schwergewichte zu eng zueinanderfinden und in Deutschland stellvertretend für ganz EUropa eine SED-Schranze regiert.

    Wenn die in Berlin, Paris und Brüssel es schaffen aus der EU einen sozialistischen Superstaat zu basteln, dann haben wir nur noch ein erstzunehmendes Gegengewicht in der Welt – und das sind die USA, die aber auch schon auf dem Zahnfleisch kriechen.

    Ich bin der Meinung, wir sollten um die Demokratie kämpfen und nicht Tatenlos zuschauen, wie eine kommunistische NWO etabliert wird.

    Mag unsere Demokratie im Moment auch nur ein Abklatsch sein, so ist sie doch noch was anderes als das System in Russland oder China.

    Wir sollten das, was von unserer Demokratie noch übrig ist retten, revitalisieren und zu 100% wiederherstellen. Dazu müssen wir Aufklärungsarbeit leisten und auch wählen gehn !

    Und wir dürfen uns nicht an den Amerikanern abarbeiten, die USA sind jüdisch infiltriert, Amerika ist nicht mehr sich selbst. Auch die Russen kämpfen mit einer jüdischen Infiltration, ja selbst die Chinesen, aber unser Platz sollte an der Seite der Amerikaner sein, die Gefahr die aus Russland für uns ausgeht, ist m.E. um einiges schlechter als die aus den USA.

    Und dabei spreche ich nicht unbedingt von Putin oder von Trump, sondern von deren Hintergrundmacht, die sich sowohl im Westen als auch im Osten bis zum Anschlag eingenistet hat.

    Die Frage, die sich uns stellt, ist die Systemfrage. Wollen wir demokratisch oder kommunistisch okkupiert sein oder werden.

    Ich tendiere stark zu demokratisch, ich will nicht in einer EUropäischen Sowjetunion aufwachen !

  5. Chinas Präsident Xi und Putin treffen sich in Moskau

    http://www.epochtimes.de/politik/welt/chinas-praesident-xi-und-putin-treffen-sich-in-moskau-a2158212.html

    Bei dem Besuch zwischen Putin und Xi soll es in erster Linie um die Beziehungen beider Staaten gehen, aber auch regionale und internationale Themen sollten angesprochen werden.

    Geplant ist demnach unter anderem die Unterzeichnung von rund 40 Abkommen und von mehreren Verträgen im Milliardenwert.

    Russland spielt laut dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping eine positive Rolle bei der Regelung des Syrien-Konfliktes….ALLES LESEN !!!!

    Faust kommentiert

    Russland lacht, und bei den westlichen Ländern stehts gerade 5 vor 12 im Bezug zum gesellschaftlichen Supergau.

    Das was Menschen wie du als gesellschaftlichen Erfolg feiern, führt nur zum Abgrund. Unser Land ist am Ende. Sobald die Leistungsträgergeneration (konservative Wähler) weg ist, sind wir richtig am Arsch. 

    Aber hey, lass uns doch den Erfolg der Homo-Ehe feiern.

    Galster kommentiert

    Merkel hat wesentlich die Beziehung zu Russland verschlechtert, weil Sie eine US-hörige Vasallin (Rothschild, Goldman Sachs, Soros) ist.

    Man erinnere sich nur daran wie Sie gegen Kanzler Schröders Ablehnung der Teilnahme am Irak Krieg dem Herrn Bush in den Hintern gekrochen ist.

    Dabei muss man sagen, dass ohne Russland und ohne Kohl es kein vereintes Deutschland gegeben hätte und damit auch keine Kanzlerin Merkel !!!!

    Serge kommentiert

    BRICS beinhaltet 80% der ganzen Menschheit. Weitere Länder werden folgen. 

    Der Reichtum verlagert sich in den Osten, bald wird es offensichtlich werden wer die wahre Macht auf dieser Welt ist. Es geschieht alles lautlos, ohne Gossgemaul und Grossgejammer. 

    Der Westen und sein Politsystem wird untergehen weil es an konkurrenzfähigkeit verliert, weil es schlichtweg vor lauter Geplauder nicht mehr handlungsfähig ist.

     

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