Uiguren in China. Bild: Muslim Matters

Die regierende Kommunistische Partei Chinas erklärt den Islam zur „ansteckenden“ ideologischen Krankheit und hält rund eine Million Muslime zur Umerziehung in Quarantäne.

Von Marco Maier

In der Volksrepublik China gilt das marxistische Dogma, wonach Religion Opium fürs Volk ist und deshalb nur unter der strengen Aufsicht der führenden Kommunistischen Partei zelebriert werden darf. Das gilt sowohl für die Buddhisten als auch für die Christen und Muslime im ansonsten mehrheitlich atheistischen Land.

Angesichts dessen, dass offiziell 91 Prozent der chinesischen Bevölkerung Han-Chinesen sind, die politisch, wirtschaftlich und kulturell die Richtung vorgeben, ist es auch klar, dass diese weitestgehende ethnische Homogenität und die daraus entstehende soziale Kraft zu den Kernpfeilern der Stärke der Kommunistischen Partei gehört.

Allerdings leben in der nordwestlichen Provinz Xinjiang Millionen von Uiguren, einem muslimischen Turkvolk, welches sezessionistische Tendenzen besitzt und inzwischen auch für radikalislamische Gruppierungen wie den „Islamischen Staat“ interessant wurde. Berichten zufolge sollen ein paar tausend Uiguren auch in Syrien mit den dortigen Dschihadisten zusammen gegen die Regierungstruppen kämpfen.

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Bereits im Jahr 2009 gab es während Aufständen der Uiguren in Xinjang hunderte Tote und uigurische Nationalisten führten mehrere Terrorattacken aus. Dies führte dazu, dass Peking die Zügel noch enger anlegte und die Regierung von Xi Jinping den Islam inzwischen als „ansteckende ideologische Krankheit“ klassifiziert. Als Ergebnis befinden sich laut den Vereinten Nationen rund eine Million Uiguren mittlerweile in staatlichen Umerziehungslagern.

In Interviews sagen ehemalige Häftlinge aus diesen Lagern, dass sie dazu gezwungen wurden, ihren Glauben aufzugeben, Lieder der kommunistischen Partei zu singen, Schweinefleisch zu essen und Alkohol zu trinken. Andere Berichte legen nahe, dass einige der wirklich „ideologisch Kranken“ gefoltert und getötet wurden. Peking selbst behauptet, dass es sich hierbei um Ausbildungs- bzw. Schulungszentren handle.

Im offiziellen Sprachgebrauch Pekings heißt es so:

Angehörige der Öffentlichkeit, die für die Umerziehung ausgewählt wurden, sind von einer ideologischen Krankheit befallen. Sie sind mit religiösem Extremismus und gewalttätiger terroristischer Ideologie infiziert und müssen daher stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.

… Es besteht immer die Gefahr, dass sich die Krankheit in jedem Moment manifestiert, was der Öffentlichkeit ernsthaften Schaden zufügen würde. Deshalb müssen sie rechtzeitig in ein Umerziehungs-Krankenhaus eingeliefert werden, um das Virus aus ihrem Gehirn zu behandeln und zu reinigen und ihren normalen Geist wieder herzustellen … Von religiösem Extremismus und gewalttätiger terroristischer Ideologie infiziert zu sein und keine Behandlung zu suchen, ist wie von einer Krankheit infiziert nicht rechtzeitig behandelt wurden oder giftige Drogen nehmen … Es gibt keine Garantie, dass es einen in der Zukunft nicht auslösen und beeinflussen wird.

Die Umerziehung durchmachen und sich von der ideologischen Krankheit erholt zu haben bedeutet nicht, dass man dauerhaft geheilt wird … Nach Abschluss des Umerziehungsprozesses im Krankenhaus und der Rückkehr nach Hause … müssen sie wachsam bleiben, sich mit dem richtigen Wissen stärken, ihre ideologischen Studien stärken und aktiv an verschiedenen öffentlichen Aktivitäten teilnehmen, um ihr Immunsystem zu stärken.

Ziel ist es offenbar, die Uiguren schlussendlich zu „entislamisieren“ und auch sie ähnlich laizistisch bzw. areligiös zu machen, wie es den Sowjets in den muslimisch dominierten Republiken im Kaukasus gelang.

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12 KOMMENTARE

  1. Kulte und Rituale können befreien und stärken oder krank und besessen machen. Die Chinesen reden offen darüber, auch amtlich. Mögen sie damit ihrer Heimat und vielleicht auch anderen Kulturkreisen Heilung bringen!

    In Europa, im Orient und in Afrika haben der Römische Katholizismus und manche fanatisch-pietistischen Bewegungen weit mehr Schaden angerichtet als die Lehre des Mohammed. Dennoch wird der perverse Römische Katholizismus mittels der Nazi-Konkordats-Besoldungen von Oberpriestern („Bischöfe“ = „Aufseher“, aus staatlichen Steuern) und sonstigen Priestern (aus sog. Kirchensteuern von Mitgliedern) gefüttert. Tatsächlich reißt der Katholizismus schon Kindern die Seele aus dem Leib („Taufe“: “ Wir widersagen dem Satan“ = „Nein zum natürlichen Eigenwesen des Kindes und des jeweiligen Volkes“) und ersetzt sie durch ein „Jesulein“, das dann von „Pädagogen“ wie ein von fremder Hand steuerbarer eingepflanzter Hirn-Chip manipulativ benutzt wird. Umerziehungsmittel sind z.B. das Umfunktionieren bodenständiger Traditionen wie etwa des keltischen winterlichen Lichterfestes (Julfest) zum angeblichen Jesulein-Geburtstag oder des keltischen Wasser-und-Lebens-Spende-Rituals zur sog. Christentaufe; gebetete Absicht der Katholen ist das Auflösen und Bastardisieren aller Völker zu einem einzigen „Volk im Herrn Jesus Christus“. Das passt als Propädeutik für andere Globalismen.

    • Die NSDAP wurde von der Evangelsichen Kirche viel stärker unterstützt als von der katholischen Kirche. Also hören Sie auf hier Desinformationen zu verbreiten!

      • Die EKD wäre eine Sache für sich; wenigstens ist sie fast nur in D wirksam, während der Römische Katholizismus „urbi-et-orbi“ agiert, also global. Die Eurokratie mit ihrem „spirituellen“ Zentralkult – dem Schlächter-Karls-Preis in Aachen an einem als „Himmelfahrt“ bezeichneten Tag – wird kaum von Luther abzuleiten sein, sondern deutlich von „Nicäa“ und Konstantin, d.h. vom Vereinheitlichungs-Credo und dessen diktatorischer Durchsetzung: Verbot attischer Traditionen (Platons Akademie, Olymische Spiele) und römischer Traditionen (Sperlonga-Höhle und Änäas-Tradition), Tötung der alexandrinischen Bibliothekarin Hypatia, dazu z.T. blutige Zwangbekehrungen von Völkern mit eigenen Kulten (Chatten, Langobarden, Sachsen).

        Nach Auskunft von Wissenschaftlern, die im Vatikan gearbeitet haben, finanziert sich dieser noch immer vor allem mit deutschem Geld, insbesondere mit 1933er-Konkordats-Gesetzen.

  2. China ist ein sehr vorbildliches Land!! Ich bewundere China ganz ehrlich!! Die Chinesen wissen ganz genau dass man einer Ideologie wie dem ISlam überhaupt keinen Freiraum geben darf!! Der ISlam ist eine Ideologie die ständig Hass und Gewalt predigt!! Von daher finde ich es richtig dass die Chinesen Umerziehungsmassnahmen ergreifen gegenüber den Uiquren und ich finde die Uiquren sollten assimilliert werden zu Han-Chinesen!! Die Assimillation und Umerziehung ist sehr wichtig um den uiqurischen Separatismus und Terrorismus zu verhindern und um diesen Menschen klar zu machen dass die territoriale Einheit Chinas unantastbar ist!! Genauso geht auch Burma vor!! Auch Burma hat ISlamisten im Land, die sogenannten Rohingyas die wie die Uiquren sehr gewalttätig sind!! Deshalb interveniert Burma gegen die ISlamistischen Rohingyas und weist diese Volksgruppe in die Schranken!! Und genauso sollte auch der Rest der Welt vorgehen!! ISlamisten sind die Feinde aller Menschen!!

    • “ China ist ein sehr vorbildliches Land!! Ich bewundere China ganz ehrlich!! “

      Sehe in solchen vorbehaltlosen Äußerung die Attitüde eines flach denkenden Individuums aus dem dt. Sprachraum, das seine Meise offen zur Disposition stellt.
      Ob mangels an Weltbereistheit oder festgefahrener Unbelehrbarkeit, wirkt für solche Exemplare alles was von Aussen kommt auf sie berauschender, als daß das Eigene für verbesserungswürdig in Betrachtung gezogen oder gar angegangen würde.

      Und meine solcherlei, aus anderen Perspektive diagnostizierte Seuche wird demnach von den Chinesen gleichfalls mit behandelt und für sich vereinnahmt werden. Wird somit also ebenfalls legitim.

      Fazit: Altes, Morsches muß weg und hat „nicht durchleutetem NEUEM“ auf eine derartige Art und Weise, wie es das kommunistische China betreibt, bedingungslos zu weichen?
      Diagnose: diese Leute liefern uns nicht nur eine Meise; sie präsentieren sie uns samt der Vogelsteige.

      • Hier der Nick-Name Programm.

        Mit oder ohne Meise die Musels gehen mir auf den Senkel. Man denke nur an die Karikaturen der Dänen und wie die „friedliebenden“ Musels wegen so einer Lapalie abticken wie blöd.

  3. Und dein Atheistenkult, ist also historisch belegbar erfolgreich ,z.b. durch das gesülze von Marx und
    seinen Schülern Stalin und Mao.? Was hast du zu bieten , genau, nämlich nichts.
    Na Waltrun ,an was sollen wir jetzt glauben an die Waldfee, oder die verlogene Pseudowissenschaft.

    • Bieten? Das ist eine Untertanenfrage, eine Hinnehmen dessen, was Vorgesetzte vorsetzen.
      Was bieten Sie sich selber? Was erschaffen Sie sich und ihren Angehörigen und Mitmenschen selber?

      Solange sie „Angebote“ suchen, übernehme sie leicht das, was die Merkels und Junckers bieten.

  4. Aufgefallen ist mir auf meinem langen Weg das die Menschen die man nur bedingt in die Realität geführt hat am gläubigsten sind .
    Die Muslime trifft es meines Erachtens am schlimmsten . Die werden in den meisten Fällen schon von Geburt an in den Islam hinein geschaukelt , ohne wenn und aber . Danach sind die meisten zu im Kopf . Es werden auch viele Ängste in die Leute reinerzogen .
    Ich habe das ein paar Jahre miterlebt es ist schon irgendwie zum fürchten .
    Was die Chinesen und ihre Uriguren betrifft , da muß man nur mal schauen wer die Leute sponsert . Früher haben die nicht solche Propleme gemacht heute muß man einen großen Teil von ihnen einsperren . Damit sie keine Terror gegen unbedarfte Bürger machen . Umerziehen können sie gestandene Muselime nicht . Da sitzt die Ängste vor ihrem Mohamet zu tief .

  5. Einfach den Islam in Schutz zu nehmen, wie es hierzulande Grüne, SPD und Linke tun, ist der absolut gefährlichste Weg!

    Der islam köpft nun mal gerne.. genau wie sein Prophet Mohamed, der z.B. in einer Nacht 700 Männer köpfen lassen hat (und auch selber geköpft hat): den Stamm der Banu Quraiza (jüdisch)

    Und nun zu den Köpfungen im heutigen Islam:

    http://www.focus.de/politik/ausland/menschenrechtler-kritisieren-justiz-bereits-48-hinrichtungen-in-saudi-arabien-dieses-jahr-meist-wegen-drogendelikten_id_8830794.html

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