Polen: Stürmung von NATO-Spionagezentrum – Der nächste Schritt zur Machtergreifung

Bislang galt Polen stets als bedingungsloser Vasall der Angloamerikaner. Nun ließ die neue Regierung das Spionagezentrum der NATO stürmen. Die neue Regierung ist unkontrollierbar und plant die totale Machtübernahme im osteuropäischen Land.

Von Marco Maier

Mit Brüssel hat sich die jetzige Regierungspartei PiS ohnehin immer schon gerne angelegt. Mit Moskau sowieso. Doch dass nun ausgerechnet die NATO, der verlängerte Arm Washingtons in Europa, Ziel der Rechtspartei wird, war nicht vorherzusehen. So seien kurz nach Mitternacht Beamte des Verteidigungsministeriums und der Militärpolizei in das von Polen und der Slowakei geleitete Spionagezentrum eingedrungen und haben den dort arbeitenden Menschen mitgeteilt, dass deren "Anwesenheit hier illegal" sei.

Der polnische TV-Sender teilte unter Berufung auf ungenannte Quellen mit, dass es einen Verdacht auf Spionage für die USA gebe, weshalb diese Aktion durchgeführt worden sei. Angesichts der altbekannten Unterwürfigkeit Warschaus gegenüber London und Washington erscheint dieser Vorwurf jedoch eher ein Lappalie zu sein.

Die im Zuge der Erstürmung erfolgte Neubesetzung des Leiters – Oberst Robert Bala ist nun Übergangschef – wurde durch den als radikalen Hardliner bekannten Verteidigungsminister Antoni Macierewicz initiiert. Dieser hatte schon in den 90ern das Amt inne und setzte auch damals einen umfangreichen Austausch beim Personal des Militärgeheimdienstes durch, wie die "Zeit" berichtet.

Offenbar versucht die neue nationalistische PiS-Regierung nun das Land in allen Bereichen völlig unter Kontrolle zu bringen. Nach der Machtübernahme im Parlament und den Versuchen des Austauschs der Verfassungsrichter kommt nun auch der Geheimdienst dran. Hier geht es wohl eher nicht darum, dass Geheimdienstinfos an die USA gehen – das ist ohnehin ein alter Hut und längst bekannt – sondern vielmehr um die Etablierung der totalen Kontrolle über das Land.

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Es geht hierbei nicht um irgendwelche vorgeschobenen Gründe, vielmehr zeigt sich das "heutige Polen" von einer Seite, wie man es noch aus den 20er und 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts kennt: strikt nationalistisch, chauvinistisch und nach außen hin extrem provokativ. Polen wird Dank der neuen politischen Führung wieder einmal zu einem Unsicherheitsfaktor in Europa.

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19 Kommentare

  1. Es hat den Anschein, dass die neue konservativw polnische  Regierung ihre "Verbündeten" sehr genau erkannt hat.  Insoweit ist auch nicht erstaunlich, dass Frau Dr. Merkel über die neue Entwicklung in Polen entsetzt ist. Allein  schulig  an der ganzen sich abzeichnenden Entwicklung ist doch Deutschland unter ihrer goottbegnadeten Bundeskanzlerin, die uno sancto zu 100% von ihren Parteimitgliedern gewählt worden ist. Und  Frau Dr. Merkel  meint, dass solche Wahlen mit Wohlwollen und nicht mit Argwohn  in den osteuropäischen akzeptiert werden?? Im tschechischen Fernsehen hörte ich, Deutschland betreibt Selbstmord. Diese Länder werden alle radikal, sie wollen sich vor allem  nicht von Frau Dr. Merkel durch muslimische Migrationstsunamis vernichten lassen. Wenn das deutsch-österreichische Szenario nicht sofort aufhört, führt dies in Osteutropa zur Totalradikalisierung, das sind keine deutschen Kälber dort. In der Slowakischen Republik stehen in Städten überall Schilder überparteilich: "Chranime nase Slovensko"!!! bedeutet "Wir schützen unsere Slowakei". Frau Dr. Merkl zerstört Europa, den Euro und unsere Lebensgrundlagen.

    1. Zitat : "Wenn das deutsch-österreichische Szenario nicht sofort aufhört, führt dies in Osteutropa zur Totalradikalisierung, das sind keine deutschen Kälber dort." Zitat Ende

      Den Ostvölkern fehlen 70 Jahre Gehirnwäsche nach angelsächsischem Rezept – sie hatten zwar auch ihre Gehirnwäscher, die Sowjets waren allerdings eher naiv dabei und lange nicht so infam wie die angelsächsisch dominierten Länder.

      Bei unseren Mitteldeutschen bemerkt man es auch – denen fehlen 40 Jahre Indoktrination.

      Wir im Westen hingegen bekamen die volle Dröhnung serviert, Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr mit dem Ergebnis, dass wir über unsere jüngere Vergangenheit buchstäblich NICHTS mehr wissen – außer dem Siegerlatein.

      In der BRD konnten nur die Besten dieser Indoktrination widerstehen – und die völlig Verstrahlten.

    2. Das Entsetzen von Frau Merkel über den polnischen Vorfall dürfte sich hauptsächlich auf ihre eigene Person beziehen, da sie befürchten muß, ihre Rolle als Erfüllungsgehilfin der U.S.A., mit der Überwachung und Kontrolle des 'Nato Europas', nicht gerecht zu werden und mit einem Machtverlust und der Entfernung aus dem Kanzleramt, als ehemals 'mächtigste Frau', der Welt rechnen muß, da sie diesen Vorfall nicht vorhergesehen und auf die Merkelart nicht verhindern konnte.

  2. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, die Amis fliegen bald komplett aus Europa raus. Das schlimme daran wird sein? Sie haben IHR ZIEL bereits erreicht.

  3. dass das land zu einem unsicherheitsfaktor wird könnte man so sagen, wenn denn die nato ein sicherheitsfaktor wäre. Österreich, das land wo der autor herkommt, ist offiziell ja bekannterweise blockfrei. aber wenn ich in richtung brd blicke, so könnten sich insbesondere ramstein und spangdahlem schon sehr bald als unsicherheitsfaktoren erweisen – zum leid der unschuldigen nicht so sehr schuldigen bevölkerung der gmbh. 

  4. "Offenbar versucht die neue nationalistische PiS-Regierung nun das Land in allen Bereichen völlig unter Kontrolle zu bringen." – Das wäre auch bei uns aller höchste Eisenbahn. Sämtliche amerikanische NGOs, Stiftungen und sonstige transatlantische Vereine raus aus dem Land, samt der amerikanischen Botschaft, die man überall auf dem Planeten eigentlich eher als Terrorzellen sehen muss. In dem Punkt hat Polen meinen absoluten Segen. Alles weitere bleibt abzuwarten.

  5. Wenn die EU "schockiert" ist vom polnischen Vorgehen, dann müssen die ziemlich viel richtig machen, die Polen.

    @Herr Maier: "die neue Regierung ist unkontrollierbar…" – das ist doch was Gutes! Eine Regierung muss nur vom Wahlvolk kontrollierbar sein, von niemandem sonst. Schon gar nicht von Brüssel oder Washington aus.

    1. Natürlich ! Polen, Rechtradikal, Nationalistisch, Nazi, Hardliner, Extremisten und weis Gott, was noch alles. Wo liegt das Problem ? Die NATO, die USraelis und die EU haben die Polen schon soweit entrechtet, gerade noch, dass sie in ihrem angestammten Land noch wohnen durften. Und jetzt frage ich mich, jetzt hätten die Polen nicht einmal ein Recht ihre Souveränität wieder her zu stellen ? Nach NATO, EU und USA, habn nur sie in Polen zu bestimmen, sonst kein anderer und wem es nicht paßt kann ja auswandern. Das die Polen aber schon wesentlich früher da waren, interessiert diese Bande nicht. Gott sei Dank sind schon in einigen Ländern die Politiker, jedoch auch die Bevölkerung, die sie gewählt hat, wach geworden, ehe es zu spät ist. In Polen hat außer den Polen, niemand etwas zu sagen ! Dabei wurde die jetzige Regierung mit überwältigender Mehrheit gewählt. Da muss Herr Soros natürlich schon wider zu zündeln beginnen. Die Polen werden die NGO auch noch aus dem Land jagen. Gut so, damit wird den ahnungslosen wenigstens vorgeführt, wie dumm sie sind.

      Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung vesteht nicht was wiklich geschieht. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht ! Traurig, aber wahr.

       

  6. Die polnische Regierung plant die totale Machtübernahme in Polen. Das muss doch wohl Satire sein, oder? Es ist doch Sinn und Zweck einer nationalen Regierung – egal ob demokratisch oder diktatorisch, parlamentarisch oder monarchistisch -, die totale Macht im eigenen Land zu besitzen, oder?

  7. Die ehemaligen Staaten vom WAPA wissen noch was eine unfreiwillige

    Knechtschaft ist. Denn wenn das deutsch-österreichische Szenario noch

    lange weiter geht, wird es bald wieder einen Pakt der Warschauer

    geben. Was zu wünschen – und auch zu hoffen ist. Denn die trans-

    atlantiker und ihre europäischen Vasallen haben in 75 Jahren genug

    Schaden angerichtet. Die neue polnische Regierung hat ihre wahren

    Freunde vielleicht erkannt. Es wäre zu wünschen! Für sie und für uns.

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