Seehofer wirbt für Rüstungsexporte: Saudi-Arabien “politisch und wirtschaftlich stabiles Land”

In einem Gespräch mit dem neuen saudischen König Salman sprach sich CSU-Chef Horst Seehofer deutlich für weitere Rüstungsexporte an die Saudis aus. Dabei stehen diese angesichts der Terrorfinanzierung aus Saudi-Arabien und dem aktuellen Jemen-Krieg massiv in der Kritik. Der bayerische Ministerpräsident fand bei seinem Besuch in Riad nur lobende Worte.

Von Marco Maier

CSU-Chef Seehofer präsentiert sich deutlich als Mann der deutschen Rüstungsindustrie. Er halte den Weg für richtig, "in verantwortlicher Weise auch mit militärischen Gütern Saudi-Arabien zu helfen", so der bayerische Ministerpräsident nach seinem Termin im Palast des Königs in Riad. Es sei im bayerischen, deutschen und europäischen Interesse, dass ein politisch und wirtschaftlich derart stabiles Land weiterhin ein Stabilitätsanker in der Region bleibe. "Das ist für mich ein ganz überragendes Interesse der Realpolitik", sagte Seehofer und fügte hinzu: "Ich glaube auch, dass man damit den Menschen in dieser Region am meisten hilft."

Die offensichtliche Realpolitik in der Region ignorierend, ließ sich Seehofer offenbar von den Worten König Salmans einlullen. Der König habe überzeugend dargelegt, dass es sein politisches Hauptziel sei, "dass in dieser Region die Menschen friedlich zusammenleben, in einer friedlichen Koexistenz". Und das sollte man "bei weiteren Entscheidungen mit einfließen lassen", so der Ministerpräsident. Er wolle bald schon mit Bundeskanzlerin Merkel darüber sprechen.

Seehofer berichtete, er habe in seinem Gespräch mit König Salman auch die Lage der Menschenrechte in Saudi-Arabien und das Thema Religionsfreiheit angesprochen. "Ich füge aber hinzu: In angemessener Form. Ich möchte keine Schlagzeilen, sondern ich möchte, dass wir durch unser politisches Verhalten den Menschen helfen", so Seehofer. Im Endeffekt heißt dies jedoch nichts weiter als dass man in Deutschland zwar keine große Freude mit der gesellschaftspolitischen Situation in Saudi-Arabien habe, aber wenn die Dollars fließen, kann man auch darüber hinweg sehen.

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Damit wird klar, dass die Bundesrepublik weiterhin Militärtechnik in dreistelliger Millionenhöhe in das arabische Land liefert. Ganz nach dem Motto: wenn wir nicht liefern, macht es jemand anderes. Hauptsache man kann in Deutschland ein paar Hundert Arbeitsplätze sichern.

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6 Kommentare

  1.  Womit er recht hat, denn der Horsti denkt doch nur an die viiielen "Facharbeiter" denen mit Lohn / Stütze………Bier / Brot der Bayern und der Musl`s,……..  Weibern / Pfaffenempfehlung, geholfen werden muß.

  2. Waffen für eine Diktatur, damit weitere Menschen bei dem Überfall auf den Jemen getötet werden können. Entweder hat der Seehofer keine Familie oder keinen Verstand.

  3. Seehofer lebt Falschheit ohne gleichen, wie das auch in anderen europäischen Ländern gehandhabt wird. Wenn er wenigstens das Maul halten würde und nicht mit dieser politischen und pharisäerischen Haltung auch noch die Öffentlichkeit beleidigte, indem er Glauben machen will, er täte mit den Waffenexporten Menschlichkeit mitexportieren. So sind sie alle, die Politgrössen, wenn es ums Geld geht. Immer schön der USrael-Oberclique zu Diensten und dabei noch schön Kohle machen. Wieviel Menschen an diesen Geschäften krepieren und ihre Lebensgrundlagen verlieren, interessiert den nicht. Nein, er redet noch von Menschenrechten. Das haut dem Fass den Boden raus. Und dann wundern sich die europäischen Bürger, warum solch entwurzelte Menschen als Flüchtlinge in Europa Hilfe suchen.

  4. und damit Saudi-Arabien auch stabil bleibt hat man sich entschieden keine Flüchtlinge aufzunehmen. Bemerkenswert, denn gerade diese Wahabiten versprechen uns die Flüchtlingswaffe gegen Europa einzusetzen, um uns zu überrennen und wenn man sich vorstellt, daß über 95% der Flüchtlinge junge Männer bsi 25 sind, besteht durchaus die Vermutung, daß man schon in jedem Land ein eigenes Heer hat, daß den gestrandeten der Bundeswehr nach Freitag 17 Uhr Dienstschluß im kurzen Prozess mal die Leviten liest.

    Betonfrisur-Uschin hat ja schon großzügig alle Waffen an Kurden etc. verteilt, so daß nicht nur dei Kasernen mitlerweile leer sind, sondern auch dei Waffenkammern, wenn die Amerikaner also mal kurz den Verteiler im Sinne MC Chains übernehmen an die Söldner, die da gerade in Heerscharen hereinspazieren, dann Ende und vorbei. Aber das ist wohl der Plan.

    Zu verstehen ist es sonst nicht mehr, was hier passiert. Vielleicht beginnen auch zu viele zu verstehen, so daß man denkt, diese Unruhen würden den Zirkus länger am Laufen halten.

  5. Na…man muss ihm den Schwachsinn nachsehen. Er ist auch nicht mehr der Jüngste. Seine geistige Hochphase hatte er, als er öffentlich sagte: Die die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden und die, die entscheiden wurden nicht gewählt.

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