Die Griechen wählen. Bild: Youtube / AFP

Die ersten Hochrechnungen der Parlamentswahl in Griechenland zeigen, dass das Linksbündnis Syriza zwar zur stärksten politischen Kraft wird, jedoch auf einen Koalitionspartner angewiesen sein dürfte. Nachdem die Kommunisten nicht zur Verfügung stehen, bleiben wohl nur noch die bürgerlichen To Potami und die rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen.

Von Marco Maier

Nun scheint es festzustehen: das Linksbündnis Syriza geht als Wahlsieger hervor, gefolgt von der konservativen Nea Dimokratia (ND) des bisherigen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Das bedeutet auch, dass sich nicht nur Griechenland selbst, sondern auch die Europäische Union auf einen neuen politischen Stil gefasst machen muss. Je nachdem, mit wem Syriza eine Koalition eingehen wird, entscheiden sich die Nuancen in der zukünftigen griechischen Politik.

Nach Auszählung von 30 Prozent der Stimmen ergibt sich derzeit folgendes Bild: Syriza 35,5%, Nea Dimokratia (ND) 28,8%, Goldene Morgenröte 6,4%, To Potami 5,7%, Kommunisten 5,3%, PASOK 5,0%, Unabhängige Griechen 4,7% und Kinima 2,5%. Von den 300 Parlamentssitzen werden 250 nach dem Verhältniswahlrecht verteilt, 50 gehen automatisch an die stimmenstärkste Partei.

Das hießt: Syriza kann derzeit mit etwa 140 Sitzen im Parlament rechnen, braucht also mindestens 10-15 weitere Abgeordnete um eine Mehrheit zu halten. Damit kommen je nach Endergebnis wohl nur noch To Potami und die Unabhängigen Griechen zum Zug, nachdem die kommunistische KKE für eine Regierung mit Syriza nicht zur Verfügung steht und die beiden Ex-Regierungsparteien ND und PASOK die Syriza-Politik sicher nicht mittragen werden.

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