Bild: Flickr / Antonio Morales García CC-BY-SA 2.0

Nicht nur die schlechten Wirtschaftsdaten sind Schuld an den Kursstürzen, die derzeit die Börsenwelt erschüttern. Vielmehr dürften dahinter noch Gewinnmitnahmen stecken, nachdem die Menschen zuerst in einem Hype dazu angesetzt wurden, noch mehr Geld in Aktien zu investieren. Die Börsen-Alphas räumen dafür jetzt die Buden leer und kassieren dabei ordentlich ab.

Von Marco Maier

Erinnern Sie sich noch an die Jubelmeldungen und Prognosen, wonach der deutsche Leitindex DAX nicht nur die Marke von 10.000 Punkten dauerhaft überspringen, sondern gar bis auf 12.000 Punkte ansteigen würde? Tja, wenn mann sich die Zahlen seit Ende 2011 ansieht, hätte man das beinahe glauben können. Getrieben von den Kursgewinnen stiegen immer mehr Menschen in das Spiel ein – und werden jetzt mit einem gewaltigen Kursrutsch konfrontiert. Wer die Gewinne der letzten Jahre mitnehmen möchte, tut dies zumeist auch. Später gibt es die Aktien ja wieder billiger zu kaufen.

Auch die anderen Börsen kämpfen derzeit mit massiven Verlusten. So liegt der US-Leitindex Dow Jones derzeit in etwa auf dem Selben Niveau wie zu Beginn des Jahres, der britische FTSE liegt deutlich unter dem damaligen Wert und auch der japanische Nikkei-Index kämpft erneut mit gewaltigen Verlusten. Doch die Verlierer dieser Kursrutsche sind nicht unbedingt die Multimilliardäre. Diese haben ihr Vermögen breit gestreut veranlagt und stören sich nicht viel daran, wenn einige ihrer Unternehmen zwischenzeitlich etwas an Wert verlieren.

Die Frage ist nur, was passiert wenn sich diese Kursrutsche tatsächlich zu einem globalen Börsencrash ausweiten? Immerhin beherrscht vor allem die Psychologie der Massen die Finanzmärkte. Das heißt: findet sich nicht bald ein Boden, droht der totale Kollaps. Das Problem dabei ist der Umstand, dass gerade die "Normalbürger" Aktien via Investment- und Pensionsfonds gekauft haben und damit auf die Fondsmanager angewiesen sind. Dadurch ergeben sich einige Risiken für die Anteilseigner dieser Fonds, da sie nicht selber darüber bestimmen können, was mit ihren Anteilen geschehen soll. Im ungünstigsten Falle sitzen sie auf wertlosen Papieren.

Das Problem ist, dass die Zentralbanken die Finanzmärkte schon seit Jahren mit billigem Geld fluten, womit die Großspekulanten die Preise massiv nach oben drückten. Doch die Renditeforderungen können von der Realwirtschaft immer weniger erfüllt werden, so dass die "Investoren" neue, lukrativere Anlagemöglichkeiten suchen. Damit setzt sich jedoch eine Abwärtsspirale in Gang, die kaum mehr Aufzuhalten ist.

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2 KOMMENTARE

  1. Ich stehe nun kurz vor der Rente und ich konnte, da selbständig, meine Altersversorgung seit 1986 selbst in die Hand nehmen, denn da hatte ich die Pflichtjahre als Handwerksmeister bezahlt.
    Seit 1986 habe ich regelmäßig Gold und Silber gekauft, 2009 meine Lebensversicherung gekündigt und einige hunderttausende (zugegeben in Panik) ebenfalls in Gold umgetauscht; natürlich physisch. Den Ertrag durch Kursteigerungen kann ich von 1986 bis heute schlecht ausrechnen; aber seit 2009 und das sind aktuell am heutigen Tag, etwas über 60% für diese 5 Jahre.
    Mitte
    2000 stand der Dax auf etwa 8000 Punkte;
    2007 stand der Dax auf etwa 7000 Punkte;
    2013 stand der Dax auf etwa 8000 Punkte;
    2014 ????

    Kann mir vielleicht jemand erklären, wie man dabei seine Altersversorgung aufbauen kann?
    13 Jahre (über den Daumen) fasst keine Kursgewinne, aber dafür etwa 100 % Preissteigerung in dieser Zeit und für die Gewinne auch noch Steuern zahlen, Depotgebühren usw.
    Alles was 2000 in DM kostete, muss heute mit gleich viel Euro bezahlt werden.
    Gut- für Insider und Zocker, mag das alles gut ausgehen, aber für langfristige Anleger, die das Geld fürs Alter sicher anlegen wollen?
    Wer im Jahre 2000 ein Häuschen für 150 TSD gekauft hat und heute für 300 TSD verkaufen kann/könnte, hat lediglich die Inflation ausgeglichen.
    Gut- er hatte die ganzen Jahre mietfreies wohnen, aber ein Häuschen kostet auch einiges an Unterhalt.
    Wer im Jahre 2000 für die 150 TSD Gold und kein Häuschen gekauft hat, und bis heute für ein angemietetes Haus bis heute etwa 150.000 Euro Miete gezahlt hat, hat sich eine goldene Nase verdient und dass alles vollkommen steuerfrei.
    Über 500% Kursgewinne.
    Da kann man die 100% Preissteigerungen noch gut verschmerzen.
    Gut-ich muss zugeben, ich bin blutiger Laie in dem Umgang mit Aktien oder Edelmetallen, ich hatte wohl einfach nur Glück, und zwar dadurch, dass ich die Finger von Aktien gelassen habe.
    Bald erhalte ich eine Minirente von etwa 500,00 EURO, für 22 Jahre Beitrag in die Kasse der LVA; mit 44 Jahren Beiträge wären es etwa 1000,00 Euro.
    Mit den zusätzlichen Kilos Edelmetallen, habe ich nun einen ruhigen Lebensabend.
    Und- was ganz wichtig ist– ich habe auch und auch ganz legal, nur 500,00 Euro Einkommen im Monat, wonach auch meine Krankenkassenbeiträge und deren Zuzahlungen berechnet werden.

    Alle Menschen die in eine Rentenkasse oder Lebensversicherung einzahlen, machen einen Fehler: Sie vertrauen dem Staat.
    Es ist schon schlimm genug, dass es diese Zwangsabgaben in die Rentenkassen gibt, mit der man sich eine Rente erarbeitet, die später nicht zum Leben ausreicht.
    Aber wer dann noch zusätzlich in Rentenkassen einzahlt, bei denen der Staat eingreifen kann, der kann den Knall nicht gehört haben.
    In Deutschland hat der Gesetzgeber den Lebensversicherungen erlaubt Leistungen zu stoppen, wenn sie in finanzielle Schieflage geraten; natürlich bei voller Beitragszahlung des Versicherten.
    In 4 europäischen Staaten sind die kapitalgedeckten Renten schon vom Staat beschlagnahmt worden; zuletzt auch in Polen
    Jetzt geht es an die Betriebsrenten.
    Ich kann nur jedem raten für seine private Altersversorgung eine Variante zu finden, bei der:
    1. Keine Provisionen abgezogen werden, wie bei Allianz,
    Riester u. Co.
    2. Die Gewinne legal nicht versteuert werden müssen.
    3. Der Staat keine Kenntnisse von hat.
    4. Nicht besteuert wird, wenn die Vorsorge im Alter
    verbraucht wird.
    5. Keine Krankenkassenbeiträge von bezahlt werden
    müssen; daher auch keine Zuzahlungen für
    Medikamente usw. usw.
    6. Alles sofort und augenblicklich in einen anderen
    Staat gebracht werden kann.
    7. Auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel anerkannt
    wird.
    8. Seit Jahrtausenden seinen Wert erhalten hat.
    9. Nicht durch Inflation oder Währungsreform wertlos
    werden kann.
    10. Beim Ableben des Inhabers der Altersversorgung,
    den Hinterbliebenen die Werte bleiben.

    Wer kann da an Edelmetallen vorbei?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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