Vorsichtig optimistisch – so könnte man die Konklusio der Vertreter der Eurogruppe nach der letzten Sitzung am Montagabend bezeichnen. Kritisch bleibt nach wie vor die Lage Griechenlands, dessen Wirtschaft 2013 erneut deutliche Einbußen verzeichnen musste.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem erklärte nach der Sitzung, dass es mit der Eurozone wirtschaftlich langsam wieder aufwärts gehen würde. Zwar würde die Wirtschaftsleistung real wieder leicht im Plus liegen, doch die Konjunktur erhole sich nur langsam. Gemeinsam mit EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn forderte er dabei verstärkte Maßnahmen gegen die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit.

Während es für Zypern lobende Worte gab, welche in der Aussicht auf Lockerungen der auferlegten Restriktionen mündeten, waren jene für Griechenland deutlich verhaltener. Es gäbe nach wie vor latente Risiken, so dass die Arbeit der Troika nach wie vor wichtig sei. Bevor es neues Geld für das Krisenland gebe, müsste erst die Überprüfung der Finanzen abgeschlossen werden.

Damit bleiben die Brüsseler Eurokraten weiterhin fern jeglicher Realität. Denn nach wie vor kämpfen einige Länder mit massiven strukturellen Problemen. Neben dem Konkurskandidaten Griechenland sind die vor allem Portugal, Spanien, Italien und Irland. Als weiterer Wackelkandidat gilt zudem Frankreich, welches weder die Staatsfinanzen noch die wirtschaftliche Entwicklung im Griff hat.

Und Deutschland? Ja, die angebliche europäische Konjunkturlokomotive dampft zwar, doch ein nicht unerheblicher Teil der Wirtschaftsleistung wird mit Schulden der Handelspartner bezahlt. Ganz zu schweigen von der enormen Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Handelspartner.

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Damit steht das ganze wirtschaftliche Fundament der Eurozone weiterhin auf sandigem Boden. Die Frage lautet daher nicht ob, sondern wann das Konstrukt in sich zusammenfällt. Lächeln und positive Worte allein reichen nicht aus, um die europäische Wirtschaft nachhaltig zu stabilisieren.

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