Angesichts der unternehmerischen Tätigkeit der beiden Klitschko-Brüder muss man sich die Frage stellen, ob das politische Engagement Vitalis nicht auch einen persönlichen finanziellen Hintergrund hat. Immerhin wirbt deren Unternehmen "Klitschko Management Group" (KMG) mit der Unterstützung von Westfirmen in den ukrainischen Markt.

Eine rasche wirtschaftliche Anbindung der Ukraine an die Europäische Union würde sich stark auf die unternehmerische Tätigkeit westlicher Konzerne in dem osteuropäischen Land auswirken. Mit dem stärkeren Kapitalzufluss aus dem Westen, könnten sich die beiden Boxprofis unter Umständen eine goldene Nase verdienen. Deshalb muss man sich die Frage stellen, ob der Kampf Vitali Klitschkos für einen raschen EU-Beitritt der Ukraine nicht einfach nur seiner unternehmerischen Tätigkeit geschuldet ist.

Immerhin wären sein Bruder Vladimir und er gefragte Ansprechpartner für potentielle Investoren, die bei einer Westöffnung der Ukraine in Goldgräberstimmung verfallen. Mit der Kombination aus wirtschaftlicher Beratungstätigkeit und einer eventuellen Regierungsbeteiligung Vitalis, wäre die KMG allen anderen "Beratungsfirmen" meilenweit voraus, da das Unternehmen dann über Insiderinformationen aus Regierungskreisen verfügen würde. Ist dies nicht ein veritabler Interessenkonflikt?

Artikelbild: Flickr / Abode of Chaos CC-BY 2.0

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