EU-Rat will keine Massenmigration aus Afghanistan nach Europa zulassen

Einer Erklärung zufolge wird die weitere Evakuierung aus Afghanistan gezielt erfolgen. Man will Bilder wie im Jahr 2015 verhindern.

Von Redaktion

Die Europäische Union beabsichtigt, eine Massenmigration aus Afghanistan nach Europa zu verhindern, unter anderem durch eine stärkere Unterstützung der Länder in der Region, die Flüchtlinge aufnehmen wollen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Erklärung des EU-Rates im Anschluss an die Ergebnisse einer Dringlichkeitssitzung auf Ebene der Innenminister.

“Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sind die EU und ihre Mitgliedstaaten entschlossen, gemeinsam zu handeln, um zu verhindern, dass sich unkontrollierte illegale Migrationsbewegungen großen Ausmaßes wie in der Vergangenheit wiederholen, indem sie eine koordinierte und geordnete Reaktion vorbereiten. Anreize zur illegalen Migration sollten vermieden werden. Die EU sollte auch die Unterstützung für die Länder in der unmittelbaren Nachbarschaft Afghanistans verstärken, um sicherzustellen, dass die Bedürftigen in erster Linie in der Region angemessenen Schutz erhalten”, heißt es in dem Dokument.

Es wird auch betont, dass die weitere Evakuierung aus Afghanistan gezielt erfolgen soll. Wie man das durchführen will, nachdem die Taliban faktisch das ganze Land kontrollieren, ist jedoch nicht bekannt.

Die EU-Führer wollen Bilder wie in 2015 und 2016 verhindern, als Millionen von Migranten aus Südasien, dem Nahen Osten und Nordafrika unkontrolliert nach Mittel- und Nordeuropa strömten, und damit vor allem rechtskonservativen Parteien einen Aufschwung brachten.

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