“Die russisch-deutschen Beziehungen stehen auf einem soliden Fundament”

Russlands Botschafter in Berlin, Sergej Netschaew, sieht trotz der gegenwärtigen Probleme eine stabile Beziehung zwischen Russland und Deutschland.

Von Redaktion

Russland und Deutschland haben solide Beziehungen aufgebaut, die aufgrund der jüngsten Berliner Politik gegenüber Moskau, zu der auch Sanktionen gehören, eine schwierige Phase durchlaufen. Nichtsdestotrotz haben die beiden Länder immer noch viele gemeinsame Bereiche von gegenseitigem Interesse, sagte der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschaew, in einem Interview mit der Iswestija. Er sprach auch über die Anerkennung von Impfscheinen auf nationaler Ebene und die bevorstehenden Bundestagswahlen in Deutschland im September.

“Die russisch-deutschen Beziehungen haben ein solides Fundament, das sich in den langen Jahren unserer gemeinsamen Geschichte gebildet hat”, sagte der Botschafter. “Im Moment durchlaufen sie eine schwierige Phase, was auf die von Berlin gewählte Linie gegenüber unserem Land zurückzuführen ist, einschließlich der unrechtmäßigen Sanktionen gegen Russland”, merkte er an und fügte hinzu: “Dennoch haben Russland und Deutschland immer noch eine große Anzahl von gemeinsamen Themen und Bereichen von gegenseitigem Interesse, einschließlich der Ausweitung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Energie und Investitionen.”

In Bezug auf die bevorstehenden Parlamentswahlen in Deutschland am 26. September erklärte Netschaew, dass Russland zum Dialog und zur Zusammenarbeit mit der rechtmäßig gewählten deutschen Regierung bereit sei. “Wir hoffen, dass sich die künftige Regierung Deutschlands für einen konstruktiven Dialog und eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft mit Russland einsetzen wird”, fügte er hinzu.

Was das Nord Stream 2-Projekt betrifft, so bleibt es eine kommerzielle Initiative einer Unternehmensgruppe, zu der fünf große europäische Energiekonzerne gehören (Uniper SE, Wintershall Dea, OMV, Shell und Engie), so der Botschafter. “Das Projekt hat alle notwendigen Genehmigungen erhalten und wird in voller Übereinstimmung mit den Gesetzen Deutschlands und der EU durchgeführt”, sagte er der Iswestija.

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Russland führt derzeit Gespräche mit Deutschland über die gegenseitige Anerkennung von Impfbescheinigungen. “Bereits im Frühjahr 2021 wandte sich Russland auf diplomatischem Weg an seine deutschen Partner mit der Initiative, Konsultationen über die gegenseitige Anerkennung von Impfbescheinigungen auf nationaler Ebene aufzunehmen. Unser Vorschlag ist noch in der Prüfung”, betonte Netschaew.

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